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Mid-Term Elections 2010: Zwischenwahlen der verlorenen Hoffnungen
Die US-Zwischenwahlen 2010 sind vorbei und das Ergebnis dieser vier Milliarden Dollar teuren Polit-Show um die Gunst der amerikanischen Wähler steht fest – ebenso wie der große Verlierer dieses Wahltags: Barack Obama. Zwar stand der amerikanische Präsident auf keinem einzigen der vielen Millionen Wahlzettel, doch es ging um ihn und die Politik seiner Regierung, insbesondere um „Obamacare“, die Reform des amerikanischen Gesundheitswesens, und die weiterhin hohe Arbeitslosenquote von 9,6 Prozent, welche für fast 15 Millionen arbeitslose Amerikaner steht.
Stellvertretend für Barack Obama büßten die Demokraten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus ein und verloren eine Reihe von Sitzen im Senat, dessen Mehrheit sie aber knapp verteidigten. Darüber hinaus konnten die Republikaner einen großen Teil der in einigen Bundesstaaten zeitgleich abgehaltenen Gouverneurswahlen für sich entscheiden. In nackten Zahlen gewannen die Republikaner im Repräsentantenhaus 60 Sitze hinzu, den größten Zuwachs einer Partei bei Wahlen seit 1938. Und auch wenn die Republikaner die Senatsmehrheit verfehlten, so konnten sie doch annähernd zwei Drittel aller Kandidatenduelle dieses Wahlgangs für sich entscheiden. Ein ebenfalls beeindruckendes Ergebnis.
Trotz dieser auf dem Papier so eindeutigen Ergebnisse sollte man sich jedoch hüten, die Republikaner vorbehaltlos als die strahlenden Sieger dieser Wahlen zu proklamieren. Schließlich resultiert dieses Ergebnis gerade nicht aus einer überwältigenden Zustimmung zum Wahlprogramm der Republikaner, sondern aus dem unguten Gefühl vieler Amerikaner, dass sich ihr Land in die falsche Richtung bewege und die Obama-Administration dies durch ihre Politik noch beschleunige.

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