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Referat V/3 Afrika
Klaus Liepert
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Namibias „Police Service“

- Polizeiseminar
Ende September 2010 fand eine dritte Trainingswoche statt. Die namibische Polizei sandte auch dieses Mal wieder 25 Teilnehmer aus dem höheren Polizeidienst nach Windhoek. Das bedeutete für einige eine Anreise von 1.200 Kilometern.
Neben theoretischem Lernstoff gibt es praktische Gruppenarbeit. Die Teilnehmer sind konzentriert und sehr engagiert bei der Arbeit. Sie fragen und diskutieren angeregt. Auch die Trainer sind von diesen Kursen sehr angetan. In ihren Berichten sprechen sie von motivierten Teilnehmern, die um ihre Defizite wissen, diese aber bereinigen wollen.Die positive Resonanz der teilnehmenden Polizisten ist gewaltig. Die neuen Kenntnisse werden in allen Regionen des Landes an die Kollegen weitergegeben.
Beim letzten Kurs kamen zur Übergabe der Urkunden auch Vertreter der namibischen Polizeispitze und der ständige Vertreter der deutschen Botschaft, Mathias Hansen. Weitere Trainingswochen sind bereits geplant und die Stiftung wird sich dieser Herrausvorderung gerne stellen, gibt es doch fast 12.000 Polizisten in Namibia.

- Seminarteilnehmer

- Fortbildung
Die bisherige Polizeiausbildung in Namibia ist stark militärisch beeinflusst. Disziplin, Hierarchie und körperliche Stärke sind wichtig. Nun hat man erkannt, dass dies allein nicht ausreicht, um eine gut ausgebildete und transparente Einheit darzustellen.
Die Regierung Namibias hat sich mit „Vision 2030“ sehr ehrgeizige Entwicklungsziele für alle gesellschaftlichen Bereiche gesetzt. Vor zwei Jahren begann die Polizei mit ihrem Beitrag zur „Vision 2030“. Sie will eine der am besten ausgebildeten Polizeieinheiten der Welt zu werden. Die Polizei will von einer „Police Force“ zu einem „Police Service“ werden, so wie wir es in Europa unter dem Begriff „Bürger in Uniform“ kennen.
Das Bild der namibischen Polizei war in den letzten eher negativ gefärbt durch das Auftreten der Polizei in der Öffentlichkeit, uneffektive Bürokratie, Bürgerferne und undurchsichtige Strukturen.
Die Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt die namibische Polizei bei ihrem Prozess sich zu erneuern vor allem im administrativen Bereich. Dazu gehören organisatorische Aufgaben wie pünktliche und ordentliche Arbeit, gute Kommunikation miteinander und dem Bürger gegenüber. Erfahrene und kompetente Trainer aus dem Team der Stiftung vermitteln wie Projektanträge geschrieben, Versammlungen gestaltet, Protokolle geführt und Berichte erstellt werden.

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