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Sarah Palin und die Tea Party-Bewegung

Sarah Palin (Foto: Therealbs2002, Wikipedia)

Sarah Palin, die Vize-Präsidentschaftskandidatin an der Seite von John McCain, war poli­tisch bereits tot, zumindest in den Augen ihrer Gegner. Im Herbst 2008 von McCain geru­fen, um einmal mehr die religiöse Rechte für die Republikaner zu mobilisieren, wurden der damaligen Gouverneurin von Alaska jedoch alsbald ihre große Distanz zum Politikbetrieb in Washington sowie die mangelnde Erfahrung im Umgang mit den überregionalen Medien zum Verhängnis. Palin aus der Provinz offenbarte deutliche Wissenslücken im Bereich der Außen- sowie Sicherheitspolitik und ließ sich mehr als einmal von Journalisten und Mode­ratoren regelrecht vorführen. Infolge ihres burschikosen Politikstils, der so gar keine Rück­sichten auf politische Korrektheiten nehmen wollte, wurde Sarah Palin bald vom politi­schen Gegner als „Bulldogge mit Lippenstift“ karikiert und von nicht wenigen Republika­nern als Belastung empfunden, während zur gleichen Zeit viele an der Parteibasis, gerade auch Frauen, jubelten.

Nach der absehbaren Niederlage John McCains gegen Barack Obama verordnete das Par­tei-Establishment der Republikaner den großen innerparteilichen Generationenwechsel. Anders, so der einhellige Tenor, sei nach der Bush-Tristesse dem demokratischen Polit-Messianismus eines Barack Obama nicht beizukommen. Für Sarah Palin war hierbei, trotz ihres jungen Alters sowie unverändert hoher Zustimmungswerte an der Parteibasis, keine Rolle vorgesehen und die Parteiführung entließ sie wieder nach Alaska. Dort machten sich ihre demokratischen Gegner in den folgenden Monaten die Transparenz-Vorschriften des Bundesstaates Alaska, insbesondere den Freedom of Information Act (FOIA), zunutze, um die Gouverneurin politisch zu lähmen und das wirtschaftliche Fundament ihrer Familie zu unterminieren. Nachdem auf diese Weise eine ordnungsgemäße Führung der Amtsge­schäfte nicht mehr möglich und für die Familie Anwaltskosten von über einer halben Mil­lion Dollar entstanden waren, verkündete Gouverneurin Palin im Juni 2009 ihren Rücktritt. Doch die Freude bei Demokraten und manchen Republikanern über diese vordergründige Aufgabe sollte nur von kurzer Dauer sein.

 Der vollständige  Bericht "Sarah Palin und die Tea Party-Bewegung", 28.07.2010 (178 KB)