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Referat V/2 Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Kaukasus, Zentralasien
Dr. Klaus Fiesinger
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Tadschikistan: Erste Diplome für Führungskräfte

- Absolventen mit Rektorin Gauchar Scharofsoda, Max Georg Meier und der ehemaligen Rektorin Nazira Gaforova
Demokratie lebt von Demokraten. Demokratie ist nicht nur eine Staatsform, sondern auch eine Weltanschauung, die mit Leben erfüllt werden muss. Demokratie bedarf gewisser Fundamente, um diesen Kriterien zu entsprechen.
Eines dieser Fundamente ist ein Verwaltungssystem, das sich an Effizienz, Transparenz, Bürgernähe und Serviceorientierung ausrichtet. Zu diesem Ziel hat die Hanns-Seidel-Stiftung am 15. Mai 2009 mit dem „Institut für Weiterbildung der Agentur für Öffentlich Bedienstete unter dem Präsidenten der Republik Tadschikistan" eine Partnerschaftsvereinbarung für die Jahre 2009 bis 2011 unterzeichnet. Die Stiftung unterstützt das tadschikische Institut mit Sachmitteln für die Ausbildung, mit Veröffentlichungen von Lehrbüchern und durch die pädagogisch-didaktische Weiterbildung der Dozenten des Instituts.
Im Mittelpunkt der Kooperation steht jedoch ein einjähriger Magisterstudiengang für junge Führungskräfte aus der tadschikischen lokalen und öffentlichen Verwaltung. Sie erhalten für ihr Studium von der Stiftung ein Stipendium. Der erste Magisterstudiengang begann am 1. Dezember 2009 für 61 Stipendiaten.

- Rede von Abdujabor Azizov, Staatsberater des tadschikischen Staatspräsidenten
Am 12. November 2010 stand die feierliche Überreichung der Magisterdiplome an die ersten tadschikischen Stipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung auf dem Programm. Alle Studenten, die vor 11 Monaten ihr Studium aufgenommen hatten, konnten dieses erfolgreich abschließen. Damit ist ein wichtiger Beitrag zur Heranbildung von qualifizierten Fachkräften für die tadschikische lokale und öffentliche Verwaltung geleistet.
Bei der Zeremonie waren anwesend, der Staatsberater des tadschikischen Staatspräsidenten für Fragen der Personalpolitik im Öffentlichen Dienst, Abdujabor Azizov, der tadschikische Bildungsminister, Abdujabor Rachmonov, die deutsche Botschafterin in Duschanbe, Doris Hertrampf, die stellvertretende Vorsitzende des tadschikischen Parlaments (Unterhaus), Nazira Gaforova, die Rektorin des tadschikischen Instituts, Gauchar Scharofsoda, und der Vertreter der Hanns-Seidel-Stiftung für Zentralasien, Max Georg Meier.
Die tadschikischen Verantwortlichen legten Wert auf die Tatsache, dass mit Unterstützung der Stiftung zum ersten Mal in Tadschikistan ein langfristiges Ausbildungsprogramm für die Angehörigen des Öffentlichen Dienstes begonnen werden konnte. Sie betonten, dass in den letzten Jahren das Fehlen von qualifizierten Fachkräften Versuche zur Reform der Öffentlichen Verwaltung in Tadschikistan oftmals erschwert habe.

- Übergabe der Diplome durch die deutsche Botschafterin Doris Hertrampf
Der Erfolg der Stipendiaten hat die Partner dazu bewogen, auch im akademischen Jahr 2010/2011 etwa 60 Kandidaten aus der tadschikischen lokalen und öffentlichen Verwaltung die Gelegenheit zum einjährigen berufsspezifischen Studium am Institut in der Hauptstadt Duschanbe zu geben. Diese sollen zu den Stützen beim Aufbau der zivilen Gesellschaft und bei der Reform der Verwaltungsstrukturen in ihren Ländern werden. Mit ihnen soll ein Potenzial gut ausgebildeter Führungskräfte für den kommunalen, öffentlichen und privatwirtschaftlichen Verwaltungsbereich geschaffen werden.
Das Programm in Tadschikistan ist eingebunden in ein regionales Konzept der Stiftung in Zentralasien. Seit Anfang des Jahres 2009 werden damit systematisch Institutionen für die Aus- und Fortbildung von öffentlichen Bediensteten unterstützt und die institutionelle Kooperation untereinander gefördert.

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