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Referat V/6 Nordostasien
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Wiedervereinigung Korea: Von deutschen Erfahrungen lernen

- Hanns-Ulrich Seidt, Deutscher Botschafter, Christian Hegemer, Umweltminister Maanee Lee, Bernhard Seliger, Chan-Woo Kim, Direktor des Umweltministeriums
Die koreanische Teilung prägt seit nunmehr über sechzig Jahre die politische Entwicklung Nordostasiens. Die raumplanerischen Probleme, die mit der quer durch Korea verlaufenden Grenze verbunden sind (Provinzen Incheon, Gyeonggi-Do und Gangwon-Do), wurden bisher kaum beachtet. In einer gemeinsamen Studie haben nun die Hanns-Seidel-Stiftung Korea und das Korean Research Institute for Human Settlements (KRIHS), das staatliche Raumplanungsinstitut Südkoreas, untersucht, inwieweit aus der Entwicklung der innerdeutschen Grenzregion als „Grünes Band“ Lehren für die innerkoreanische Grenzregion gezogen werden können.
Die Entwicklung von Großschutzgebieten zu wertvollen Habitaten und umweltfreundliche Entwicklungsstrategien für den Tourismus sind zwei Empfehlungen der Untersuchung. Die Studie übergab Christian Hegemer, Leiter des Instituts für Internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, an den koreanischen Umweltminister Dr. Maanee Lee und an Vizeminister Chang-Sub Jeong vom koreanischen Ministerium für Öffentliche Verwaltung und Sicherheit (Innenministerium). während seines Arbeitsbesuchs vom 7. bis 13. März 2010.

- Kyong-Dae Hyun, Institute for Peace Affairs
Im Rahmen des Besuchs fand das Seminar zur Eröffnung Veranstaltungsreihe „20 Jahre Wiedervereinigung Deutschlands“ statt, das die Hanns-Seidel-Stiftung Korea gemeinsam mit dem Institute for Peace Affairs (IPA) würdigt. In diesem Zusammenhang betonten die koreanischen Abgeordneten, Beom-gwan Lee und Young-sun Song, einerseits wie wichtig die aktive und intensive Vorbereitung der Wiedervereinigung durch Südkorea sei und anderseits sahen sie auch die Möglichkeit, aus dem Beispiel der Deutschen Wiedervereinigung zu lernen. In-taek Hyun, der koreanische Wiedervereinigungsminister, setzte den Fokus auf den Ausbau des Dialogs beider koreanischer Staaten. Jede sich bietende Chance zur Annäherung solle genutzt werden. Die Hintergründe und Folgen der Deutschen Wiedervereinigung und deren Bedeutung für Korea thematisierte Christian Hegemer in seinem Vortrag.

- Treffen mit dem stv. Provinzgouverneur Yong Cho
Daneben führte Hegemer Gespräche mit wichtigen politischen Vertretern. Ein Zusammentreffen mit Umweltminister Lee Maane, diente dem Gedankenaustausch über eine Zusammenarbeit vor allem auf dem Gebiet der Umwelttechnologie sowie dem sogenannten „Gobitec“-Projekt, der Erzeugung von solarthermischem Strom in Nordostasien.
In der Gangwon-Provinz, der Partnerprovinz der Hanns-Seidel-Stiftung, bei der Vorbereitung der innerkoreanischen Grenzregion auf die Wiedervereinigung, traf Hegemer auf Dr. Jeong-Ho Kim, den Leiter des regionalen Raumplanungsinstituts Research Institute for Gangwon, sowie den stellvertretenden Gouverneur, Yong Cho. Mit beiden wurde eine Intensivierung der Kontakte, besonders zwischen den Partnerregionen Oberfranken und Gangwon-Do und des Wissenstransfers über die deutsche Einheit, vereinbart. In Goseong eröffnete Christian Hegemer gemeinsam mit Landrat Jeong-Guk Hwang den Ausbau eines von der Hanns-Seidel-Stiftung mit dem Landkreis initiierten Öko-Lehrpfades im Grenzgebiet.
Studie KRIHS – „SpecialReport“ zum Download (3,5 MB)
Radiointerview mit Christian Hegemer Korean Broadcasting Service

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