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Die Bedeutung der afrikanischen Eliten

Im Rahmen seiner Reise nach Deutschland vom 28. bis 30. November 2011 referierte der bekannte südafrikanische politische Beobachter, Unternehmer und Buchautor Moeletsi Mbeki bei zwei Podiumsveranstaltungen der Hanns-Seidel-Stiftung in Berlin und München. Beide Konferenzen thematisierten die Rolle von Eliten in Afrika und ihre Verantwortung zur Bekämpfung von Hunger, Armut und Korruption.

Bundespräsident a.D. Horst Köhler und Moeletsi Mbeki
Konferenzzentrum München: Moeletsi Mbeki (M.), Hauptgeschäftsführer Peter Witterauf (2.v.r.)
Moeletsi Mbeki bei seinem Vortrag in München

Zu Beginn seiner Reise wurde Mbeki in Berlin von Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler empfangen. Dieser betonte, wie die beiden Bücher von Moeletsi Mbeki „The Architects of Poverty“ und „Advocates for Change – How to Overcome Africa’s Challenges“, Afrikas Entwicklungsprobleme thematisieren und Lösungsvorschläge präsentieren. Horst Köhler unterstrich die bedeutende gesellschaftspolitische Rolle dieser Bücher und tauschte sich mit Mbeki über strategische Ansätze zur Verbesserung von guter Regierungsführung in Afrika aus.

Am 29. November 2011 veranstaltete die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung das 61. Berliner Fachgespräch zur Globalisierung, zu dem mehr als 200 Gäste aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft erschienen. Bundesminister a.D. Michael Glos, MdB und Mitglied des Stiftungsvorstandes, und KfW-Vorstandsmitglied Dr. Norbert Kloppenburg eröffneten die Veranstaltung. Sie wurde von Ute Schaeffer, Chefredakteurin der Deutschen Welle, moderiert. Neben Moeletsi Mbeki sprachen Bärbel Diekmann, Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, Prof. Dr. Dr. Joseph Diescho, Direktor für internationale Beziehungen an der University of South Africa, und Dr. Dorothea Rüland, Generalsekretärin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Die Beiträge der Podiumsteilnehmer über die Rolle von Eliten provozierten eine rege Diskussion über negative wie positive gesellschaftspolitische Entwicklungen in Afrika. Mbeki betonte, dass viele politische Eliten in Afrika nicht im Sinne des Allgemeinwohls handelten.

Besonders kontrovers wurde über die Frage des Umgangs mit nicht entwicklungsfreundlichen Eliten diskutiert. Während einige Gäste der Veranstaltung sich zu Wort meldeten und  forderten, die Entwicklungszusammenarbeit in Ländern mit erwiesenermaßen korrupten Eliten einzustellen, plädierten Diekmann und Rüland für ein differenziertes Engagement, um hilfsbedürftige Menschen und sogenannte Verantwortungs-Eliten zu unterstützen.

Am 30. November stellte Moeletsi Mbeki bei einer Podiumsveranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung im Konferenzzentrum München seine beiden Bücher vor. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Siegmar Schmidt moderiert. Nach einem kritischen Eingangsvortrag über die Rolle von Eliten in Afrika von Moeletsi Mbeki, diskutierten Dr. Gero Erdmann, Forschungsdirektor am Berliner GIGA-Institut, Prof. Dr. Rainer Tetzlaff von der Jakobs Universität Bremen und Dr. Werner Höfner von Cap Anamur über Lösungsansätze zur Verbesserung von guter Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung. Tetzlaff würdigte Mbeki in diesem Zusammenhang als einen der führenden Intellektuellen Afrikas, der die Probleme beim Namen nennen und in seinen Büchern zielführende Lösungsansätze präsentieren würde.

undefinedLink zur Veranstaltung der kfw "Rolle de Eliten in Afrika"
undefinedUnsere Arbeit in Südafrika