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Ehrenprofessur für Hans Zehetmair

Stiftungsvorsitzender für Verdienste um die deutsch-russische Wissenschaftskooperation geehrt

Der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Staatsminister a.D. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, führte vom 17. bis 19. Oktober 2011 in Moskau ein deutsch-russisches Dialogprogramm durch, in dessen Fokus die Vertiefung der deutsch-russischen Beziehungen und die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit standen. Für seine Verdienste um den Ausbau der deutsch-russischen Wissenschaftskooperation wurde ihm von der Staatlichen Moskauer Landesuniversität die Ehrenprofessur verliehen.

Der Rektor der Staatlichen Landesuniversität, Pawel Khromenkow, hob die großen Verdienste Hans Zehetmairs hervor.
Hans Zehetmair überbrachte beim Festakt zum 80-jährigen Bestehen der Landesuniversität Moskau Glückwünsche aus Bayern.

In einer akademischen Feierstunde zur Verleihung der Ehrenprofessur hob der Rektor der Staatlichen Landesuniversität, Prof. Dr. Pawel Khromenkow, die großen Verdienste hervor, die sich Prof. Dr. h.c. Hans Zehetmair in den vergangenen Jahren um die Förderung der akademischen Zusammenarbeit zwischen bayerischen und russischen Universitäten, insbesondere aber der Staatlichen Landesuniversität Moskau und der Hanns-Seidel-Stiftung, erworben habe. Mit dieser Auszeichnung finde auch – so Prof. Khromenkow – die regelmäßige und langjährige Vorlesungstätigkeit von Prof. Dr. Hans Zehetmair an der Staatlichen Landesuniversität eine verdiente Anerkennung.

Die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen kam auch bei dem Festakt zum 80-jährigen Bestehen der Landesuniversität Moskau zum Ausdruck, bei dem Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair vor über 2000 Studenten, Dozenten und Professoren sowie in Anwesenheit des Gouverneurs des Gebietes (Oblast) Moskau, Boris Gromow, des Parlamentspräsidenten und der Bildungsministerin herzliche Glückwünsche aus Bayern überbrachte.

Prof. Dr. Zehetmair nützte seinen Moskau-Aufenthalt auch dazu, vor zahlreichen Studenten der Staatlichen Landesuniversität Moskau eine vielbeachtete Vorlesung zum Thema „Politik und Sprache“ zu halten. Er stellte anhand von anschaulichen Beispielen von der Antike bis zur Gegenwart dar, wie die Sprache in der Politik sowohl ein Instrument des Führens als auch des Verführens sein kann. Wesentliches Element jeder demokratischen Ordnung sei deshalb – so Prof. Dr. Zehetmair – die Gewährleistung der Rede- und Pressefreiheit, die sicherstelle, dass auch Minderheiten und im politischen Meinungskampf unterlegene Gruppierungen ihre Auffassungen ungehindert darlegen und verbreiten können.

Über 40 Gäste fanden sich zu einer abendlichen Diskussionsveranstaltung ein.
Hans Zehetmair bedankte sich bei der Projektassistentin der Verbindungsstelle Moskau, Anna Klein, herzlich für ihre hervorragenden Dienste.
Politische Konsultationen mit dem Präsidenten der Moskauer Stadtduma, Wladimir Platonow

In Anwesenheit von Prof. Dr. Zehetmair wurde ferner das „Zentrum für deutsche Sprache und Kultur“ der Moskauer Staatlichen Landesuniversität eröffnet, ein Projekt, für das sich der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung besonders eingesetzt hat.

Über 40 Gäste, darunter zahlreiche Abgeordnete aus Moskau sowie wichtige Repräsentanten der russischen Politik fanden sich zu einer abendlichen Diskussionsveranstaltung ein, auf der Prof. Dr. h.c. Hans Zehetmair an das 20-jährige Bestehen der Moskauer Verbindungsstelle der Hanns-Seidel-Stiftung erinnerte. Ein Schwerpunktthema seiner Ausführungen war die Krise im Euro-Raum. Prof. Dr. Zehetmair betonte hierbei, dass die Bundesrepublik Deutschland bereit sei, Solidarität mit den Euro-Schuldnerländern zu üben, jedoch gleichzeitig von ihnen konsequentes Sparen und künftig solides Wirtschaften erwarte.

Der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung nahm diese Veranstaltung auch zum Anlass, sich bei der Projektassistentin der Verbindungsstelle Moskau, Anna Klein, herzlich für die hervorragenden Dienste zu bedanken, die sie in den vergangenen 20 Jahren für die Stiftung in Moskau geleistet hat.

Politische Konsultationen mit dem Präsidenten der Moskauer Stadtduma, Wladimir Platonow, und dem Staatsduma-Abgeordneten Walerij Bogomolow rundeten das Gesprächsprogramm ab. Während der Präsident der Moskauer Stadtduma den HSS-Vorsitzenden detailliert darüber informierte, dass und warum Moskau sein Stadtgebiet gewaltig ausdehnen müsse, um den Infrastruktur-Anforderungen einer modernen Metropole gerecht zu werden, prognostizierte der Duma-Abgeordnete Walerij Bogomolow eine Kontinuität der politischen Grundstrukturen auch nach den Parlaments- bzw. Präsidentenwahlen im Jahre 2011 und 2012.