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Tunesien: Vor den Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung

Zusammen mit dem Tunesischen Observatorium des demokratischen Übergangs hat die Hanns-Seidel-Stiftung in Tunesien eine unabhängige Untersuchung der derzeitigen politischen Trends vor den am 23. Oktober 2011 stattfindenden Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung durch das französische Meinungsforschungsinstitut „OpinionWay“ durchführen lassen. In der repräsentativen Umfrage "Perception de la transition démocratique en Tunisie" wurden im Zeitraum vom 22. bis 24. September 2011 insgesamt 1.034 Personen über 18 Jahren in den verschiedenen Regionen des Landes nach der Quotenmethode befragt.

Bei der Frage, welche Partei der/die Befragte wählen würde, wenn am folgenden Sonntag die Wahlen der Verfassunggebenden Versammlung stattfinden würden (siehe Seite 19 der Umfragestudie „Perception de la transition démocratique en Tunisie“), gaben 30 % der Befragten an, die demokratischen, dem liberalen politischen Zentrum angehörigen Parteien Parti Démocratique Progressiste (PDP) und Ettakatol wählen zu wollen.

Zudem entfallen dem Umfrageergebnis nach etwa 15 % auf kleinere Parteien, die sich dem modernen Zentrum zugehörig fühlen (AFEK, Al Moubadara, Al watan, Union Patriotique Libéral (UPL), Mouvement des Patriotes démocrates, Pôle Démocratique Moderniste (PDM), Parti populaire pour la liberté et le progrès, Parti réformiste destourien, Mouvement réformiste tunisien). Die islamistische Partei Ennahda (25 %) käme zusammen mit ihr nahestehenden Parteien (Nationalistes arabes einschließlich der Parti du Congrès pour la République (CPR) und L´initiative d´Abdelfettah Mourou, Hamouda Ben Slama, Slaheddine Jourchi et Radwan Masmoudi) auf etwa 35 %.

Es ist zu erwarten, dass die vielen anderen kleinen Listen, die nur schwierig einem Lager zuzuordnen sind, sich zukünftig den größeren Parteien anschließen werden und sich somit der Trend zur Etablierung einer strukturierten politischen Parteienlandschaft fortsetzen wird.

Der Wunsch des überwiegenden Teils der Bevölkerung nach Sicherheit und Ordnung drückt sich insbesondere in den sehr hohen Zustimmungsraten hinsichtlich des Militärs, der Polizei und den Staatsorganen aus (siehe Seite 11).

Die vorliegenden Umfrageergebnisse spiegeln lediglich das Stimmungsbild am Tag der Umfrage wieder. Es ist zudem zu berücksichtigen, dass bisher noch 44 % der Befragten nicht sicher sind, welche Partei/Liste sie wählen werden (siehe Seite 21).

Die repräsentative Umfrage "Perception de la transition démocratique en Tunisie"