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Bildungsprojekt Nanjing: Rückblick auf 30 Jahre Zusammenarbeit

Wu Xiaomao, Leiter des Bildungsamtes der Stadt Nanjing. (2.v.l.), Christian J. Hegemer (Mitte), Pan Dongbiao stellv. Leiter des Erziehungsamtes der Stadt Nanjing
Schulleiter Zhang Rongsheng und Christian J. Hegemer (Mitte)

Am 18. November 2012 beging die Berufsakademie Nanjing in Rahmen einer feierlichen Veranstaltung das 30-jährige Jubiläum der Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung. Aus diesem Anlass konnte sich die Öffentlichkeit zugleich an einem Tag der offenen Tür über das vielfältige Spektrum der beruflichen Bildung informieren.

In seiner Ansprache ging Schulleiter Zhang Rongsheng auf die in all den Jahren geleistete Pionierarbeit ein, die schrittweise Modernisierung der beruflichen Bildung und auf den steinigen Weg, Elemente einer dualen beruflichen Ausbildung einzuführen. Er betonte, wie bedeutend  die künftige Zusammenarbeit sei , vor allem auch, weil diese Berufsakademie als Vorbild für andere Bildungseinrichtungen gelte.

Der Leiter des Instituts für Internationale Zusammenarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung, Christian J. Hegemer, betonte, dass berufliche Bildung auch eine wichtige gesellschaftspolitische Funktion erfüllt.

Vertreter des Erziehungsamtes der Provinz Jiangsu, Yang Xiangning, verdeutlichte, wie sich die Anforderungen in der beruflichen Bildung stetig verändern und damit auch die Bildungsinhalte. Ein länderübergreifender Bildungsdialog sei wichtig, um Impulse aufzunehmen. Die Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung biete hierfür einen Rahmen.

Die Berufsakademie Nanjing ist in China ein Vorbild in Belangen der beruflichen Bildung. 1987 wurde die erste Technikerausbildung Chinas nach deutschem Vorbild eingeführt. Im Jahre 2004 wurden die ersten Zertifikate der Außenhandels- und der Handwerkskammer vergeben. 2006 wurde zwischen der Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH und der Berufsakademie Nanjing eine Kooperation geschlossen, mit dem Ziel, die duale Ausbildung für bestimmte Berufe analog dem deutschen Modell einzuführen.

Gemeinsam wurden Ausbildungspläne in den Fachrichtungen Wartungselektriker, Kundendienst und Industriemechaniker erstellt und spezielle Klassen für Bosch-Siemens-Haushaltsgeräte eingerichtet. Der Unterricht findet in Blockform statt. Die dreijährige Ausbildung endet mit einer Prüfung unter Aufsicht der Außenhandelskammer Shanghai. Mit bestandener Abschlussprüfung erhalten die Auszubildenden einen Facharbeiterbrief analog dem deutschen und zugleich ein Zertifikat über die Facharbeitereinstufung des Arbeitsamtes. Seit Beginn der schulisch-betrieblichen Kooperation  wurden rund 110 Absolventen von der  Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH eingestellt.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die Qualifizierung von Lehrkräften. Mehr als 160 Lehrkräfte wurden innerhalb von 30 Jahren in Deutschland fortgebildet und deutsche Fachkräfte führen regelmäßig Fortbildungen an der Bildungseinrichtung durch, um den Lehrkräften vor Ort Methoden der Integration von Praxis in den schulischen Unterricht zu vermitteln.
Eine 2.000 m² große Werkstatt wurde mit Unterstützung der Hanns-Seidel-Stiftung und des Bildungsamtes Nanjing eingerichtet, um den praxisorientierten Unterricht durchzuführen.

Unsere Arbeit in China

Der ausführliche Bericht zum Download "Bildungsprojekt Nanjing: Rückblick auf 30 Jahre Zusammenarbeit"