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Erneuerbare Energie und Asian Supergrid

Gobitec wird von einer Vision zur Realität – Konferenz in Ulaan-Baatar zieht prominente Fachleute und Politiker an

Eröffnung der Gobitec-Konferenz; v.l. M. Sonompil, Minister für Energie der Mongolei, Tsakhiagiin Elbegdorj, Staatspräsident der Mongolei, S. Oyun, Ministerin für Umwelt und Grüne Entwicklung, Christian Hegemer, Leiter des Instituts für Internationale Beziehungen der HSS

Die Kooperation bei den erneuerbaren Energien ist ein Zukunftsthema für Nordostasien.

Insbesondere die Möglichkeit,  Strom in Wüstenregionen wie der Gobi-Wüste zu erzeugen und die Vernetzung Nordostasiens im „Asian Supergrid“, einem regionalen Energienetzwerk mit Hochspannungsleitungen über viele tausend Kilometer, sind Schritte, um Nordostasiens Energieerzeugung klimafreundlicher zu machen, regionale Integration zu befördern und möglicherweise sogar die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verringern.

Das Projektbüro der Hanns-Seidel-Stiftung in Korea hat deshalb seit 2009 immer wieder für das „Gobitec-Projekt“ geworben, das für diese Ziele steht.

Nun wurde vom 12. bis 13. November 2012 eine Konferenz in Ulaan-Baatar (Mongolei) von der Hanns-Seidel-Stiftung in Kooperation mit der Mongolian Energy Development Association organisiert und damit ein großer Schritt zur Realisierung des Konzepts gemacht.

Die Anwesenheit des mongolischen Staatspräsidenten, unter dessen Schirmherrschaft die Konferenz stattfand, sowie der Minister für Energie und Umwelt und grüne Entwicklung, zeigte ebenso wie die intensiven Diskussionen von führenden Wissenschaftlern, Vertretern der Industrie, staatlicher Organisationen und von Nichtregierungsorgansiationen aus der ganzen Region, wie weit aus der Vision schon Realität geworden ist.
Aus der Mongolei, Südkorea und Nordkorea, China, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und vielen anderen Staaten kamen 150 Gäste, darunter mehrere Botschafter, sowie Vertreter der International Renewable Energy Agency (IRENA), der Asian Development Bank (ADB) und der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD).
In seiner Eröffnungsrede hob der mongolische Staatspräsident Tsakhiagiin Elbegdorj die Bedeutung der erneuerbaren Energien in der Energiepolitik der neuen Regierung hervor.

Bereits die Ausrüstung nomadisch lebender Hirten mit kleinen, transportablen Solar- bzw. Windkraftanlagen sei ein voller Erfolg gewesen. Nun verspreche das Gobitec-Projekt eine größere, industrielle Bedeutung zu bekommen, welche die Mongolei mittelfristig auch zu Exportzwecken nutzen könne.

Teilnehmer der Konferenz

Dies sei ein wichtiges Konzept für die Regierung der Mongolei.

Der neue mongolische Energieminister Mishig Sonompil sah die internationale Kooperation bei erneuerbaren Energien sowie die nationale Förderung dieser Energien – bisher kommt nur ein kleiner Teil der Energie aus erneuerbaren Quellen – als wichtige Zukunftsaufgabe an. Die Ministerin für Umwelt und grüne Entwicklung, Mongolei, Sanjaasuren Oyun, stellte das Gobitec-Projekt in den Zusammenhang mit der Entwicklung der Mongolei von einer „braunen“ zu einer „grünen“ Industrie.

In einem Grußwort sprach Christian J. Hegemer, Leiter des Instituts für Internationale Zusammenarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung, über die Herausforderungen Deutschlands bei der Einführung erneuerbarer Energien und die Rolle der Hanns-Seidel-Stiftung, die seit Jahren für die Kooperation im Rahmen des Gobitec-Projekts wirbt.

Zu den Experten, die für eineinhalb Tage in Ulaan-Baatar über die Kooperation bei erneuerbaren Energien und Netzwerken bis hin zum Asia Supergrid diskutieren, gehörten renommierte Wissenschaftler wie Prof. Dr. Roland Schindler vom Fraunhofer Institut für Solarenergie, Dr. Namjil Enebish, Senior Analyst bei IRENA, und Prof. Dr. Gi-Eun Kim vom Gobitec Research Network.

Auch kamen Vertreter der Wirtschaft wie Tim Müller, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Belectric Solarkraftwerke GmbH, Prof. Dr. Bernard McNelis, Managing Director der IT Power Company aus Großbritannien, und Shigeki Miwa, Vizepräsident der SB Energy Corp. aus Japan zu Wort.
Ein Vertreter Nordkoreas, Ri Yong-Nam von der Carbon Trade Division des Außenministeriums, stellte die Politik der erneuerbaren Energien, vor allem der Nutzung von Biomasse, in seinem Land vor.

Dr. Bernhard Seliger, Repräsentant der Hanns-Seidel-Stiftung in Korea, erinnerte an die nun schon vier Jahre dauernde Arbeit für das Gobitec-Konzept. Diese Konferenz, so Dr. Seliger, habe den Sprung von der Vision zur Realität greifbar gemacht. In Kooperation mit Partnern aus der ganzen Region soll jetzt eine Machbarkeitsstudie technische, ökonomische und politische Potenziale der Kooperation bei erneuerbaren Energien sowie der Integration der Energienetzwerke identifizieren und erste konkrete Pilotprojekte planen.

Im Anschluss an die Konferenz fand eine Besichtigung des derzeit im Bau befindlichen ersten großen Windparks der Mongolei, Salkhit Windfarm etwa 70 km außerhalb von Ulaan-Baatar, statt. Dort werden derzeit Windanlagen mit einer Kapazität von etwa 50 MW installiert, die dazu beitragen werden, die sehr hohe Luftverschmutzung in Ulaan-Baatar, die in der kältesten Hauptstadt der Welt durch die ungefilterte Verbrennung von Kohle entsteht, deutlich zu reduzieren.

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