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Referat V/3 Afrika
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„Investigativer Journalismus“ in Namibia
Als Teil der freien und unabhängigen Medien spielen Journalisten in Namibia eine wichtige Rolle, um über gute Regierungsführung, Demokratisierung und Transparenz oder Stopp der Korruption zu berichten.
Unter den gegebenen Umständen ist es oft schwierig für Journalisten vor Ort, unabhängig und kritisch zu recherchieren und publizieren. Auch ist die Ausbildung von Journalisten in den meisten unserer Partnerländer nicht ausreichend.
Vor diesem Hintergrund konnten sich auf Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung drei Journalisten aus Namibia eine Woche lang, vom 05. bis 11. August 2012, in München ausführlich über den „Investigativen Journalismus“ informieren.
Im Rahmen dieser Fortbildung erhielten die Gäste in den Redaktionen von Focus, der Süddeutschen Zeitung, des Münchner Merkur und des Bayerischen Rundfunks intensive Einblicke in die verschiedensten Ressorts des Journalismus.
Hinzu kamen Informationsgespräche bei Transparency International, dem Bund der Steuerzahler, bayerischen Rechnungshof und bei dem Vorsitzenden des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags, Georg Winter, MdL. Abgerundet wurde das Programm der Delegationsteilnehmer mit einem fachlichen Austausch bei Siemens, der Staatsanwaltschaft München und der Gemeinde Ismaning.
Die Gäste aus Namibia interessierten sich vor allem für Themen wie den Schutz des Informanten, Gebrauch von Informationsquellen, Verstehen von internationalen Statistiken, Recherche, Programme von Firmen zum Stopp interner und externer Korruption. Auch Grundwissen über Rechnungsprüfung auf lokaler und regionaler Ebene als Informationsquelle gehörte zu dieser beruflichen Fortbildung.
Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt über die Bedeutung der Medien in Deutschland. Höchst interessiert waren die Journalisten an der Arbeit des Haushaltsausschusses und des Bayerischen Rechnungshofes. Ähnliche Einrichtungen gibt es in Namibia; hier fehlt es jedoch an den rechtlichen Rahmenbedingungen.
Ähnliches gilt dort auch für die Antikorruptionskommission. Wie wichtig die Arbeit von Transparency International und dem Bund der Steuerzahler sei, erkannten die Gäste an, wobei sie gleichzeitig bedauerten, dass eine ähnliche Organisation wie der Bund der Steuerzahler in vielen afrikanischen Ländern nicht bestehe.
Institutsleiter Christian Hegemer begrüßte die Journalisten und betonte dabei, wie wichtig freie Medien und die uneingeschränkte Arbeit von Journalisten seien. Dies gelte insbesondere bei der Entwicklung und dem Aufbau einer demokratischen Gesellschaft. Nur so, hob Hegemer hervor, sei Transparenz der Regierungsarbeit und der Gesellschaft, aber auch die nötige Kontrolle aller Institutionen möglich.

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