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Militärputsch in Mali - Wohin steuert Westafrika?

Derzeit überschlagen sich die Ereignisse nach dem Militärputsch in der Republik Mali vom 22. März 2012. Nach dem Stand vom 12. April stehen die Zeichen auf einer Wiederherstellung der verfassungsgemäßen Ordnung durch die Militärjunta. Sicherlich als Reaktion auf den massiven Druck der ECOWAS-Staaten sowie auf die desaströse militärische Lage im Norden des Landes wurde der ehemalige Parlamentspräsident Dioncounda Traorè am 12. April zum Präsidenten Malis ernannt.

Das Sahelland Mali gilt seit mehr als 20 Jahren als demokratisch stabil und als Hoffnungsträger für Frieden und Entwicklung. In die Schlagzeilen der internationalen Presse geriet das Land im Januar, als aus Libyen geflüchtete Tuareg die chronisch instabile Lage im Norden Malis für ihre Zwecke nutzten und offen gegen den malischen Staat rebellierten. Mitte März hatte sich die Lage dann soweit zugespitzt, dass die Rebellen etwa ein Drittel des Territoriums der direkten Kontrolle des malischen Staates entzogen hatten.

Der dann am 22. März erfolgte, im Wesentlichen unblutige, Militärputsch bestätigt das in weiten Teilen der Welt noch immer vorherrschende Bild Afrikas: Kriege, Katastrophen, Hunger. Diese Einschätzung wird der Lage im Westen Afrikas aber nur unzureichend gerecht. Trotz der gerade überwundenen Krise in der Côte d’Ivoire, trotz drohender Hungersnot im Sahelgürtel, trotz des jüngsten Putsches in Mali, trotz fehlender demokratischer und fundamentaler rechtsstaatlicher Strukturen in den meisten Ländern der Region, verdichten sich die Anzeichen, dass immer mehr Menschen nicht mehr gewillt sind, die Tatenlosigkeit der sie Regierenden länger zu tolerieren. Zu offensichtlich sind die Auswüchse persönlicher Bereicherung einer ausschließlich an ihren persönlichen Interessen ausgerichteten politischen Führungsriege.

Der ausführlichen Bericht "Militärputsch in Mali - Wohin steuert Westafrika?"