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Referat V/5 Süd-/Südostasien
Hanns Bühler
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Reformprozesse in Myanmar

Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding mit dem Verband der Unternehmerinnen

Myanmar scheint nach fünf Jahrzehnten Militärdiktatur vor einer Zeitenwende zu stehen. Seit März 2011 hat das südostasiatische Land eine zivile Regierung. Unter dem Präsidenten Thein Sein leitete die Regierung in den vergangen Monaten eine Reihe von Reformen ein, die einen Öffnungsprozess gegenüber dem Westen signalisieren:
Die Pressezensur wurde gelockert, hunderte der vermutlich bis zu 2.000 politischen Häftlinge wurden aus der Haft entlassen und mit der Änderung des Wahlgesetzes wurde die Partei der Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zu den Nachwahlen am 1. April zugelassen. Die Freiheitskämpferin empfing im Mai 2011 den Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, Prof. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair und MdB Michael Glos, BM a.D., als erste offizielle Gäste der Bundesrepublik Deutschland seit dem Ende ihres fast zwanzigjährigen Hausarrests. Sie steht kurz vor dem Einzug ins Parlament. 2014 wird Myanmar erstmals den Vorsitz des südostasiatischen Staatenverbundes ASEAN (Association of Southeast Asian Nations), übernehmen. Die EU ist dabei, ihre Sanktionspolitik zu überprüfen.

Die Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt den demokratischen Öffnungsprozess mit einem verstärkten entwicklungspolitischen Engagement. Langfristige Projektvorhaben konnten im Rahmen von Partnerschaftsabkommen mit dem Frauenunternehmerverband (Myanmar Women Entrepreneurs‘ Association, MWEA) und mit der Handelskammer (Union of Myanmar Federation of Chambers of Commerce and Industry, UMFCCI) vereinbart werden.Die HSS kann auf eine mehr als 15 jährige Partnerschaft mit beiden Organisationen zurückblicken. Seit 1996 ist sie in Myanmar aktiv und unterstützt eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, die Ausbildung junger Unternehmerinnen und die Integration Myanmars in die ASEAN.

Tint Hsan, Minister für Tourismus und Sport, während der 1st International Conference on Responsible Tourism in Myanmar

Myanmar, das flächenmäßig fast doppelt so groß wie Deutschland ist und aufgrund seiner geographischen Lage eine strategische Schlüsselposition einnimmt, hat großes Potential für ein wirtschaftliches Wachstum. Der Ressourcenreichtum zieht bereits heute zahlreiche internationale Unternehmen an.

Die enorme biologische Vielfalt soll jedoch geschützt und ein nachhaltiger umweltschonender ökonomischer Wandel garantiert werden. Daher wird die HSS in Kooperation mit der myanmarischen Handelskammer in den nächsten zwei Jahren Corporate Social Responsiblity-Strategien entwickeln. Parallel hierzu werden gemeinsam mit dem Ministerium für Tourismus und in Abstimmung mit dem öffentlichen und privaten Sektor, Strategien für nachhaltigen Tourismus ausgearbeitet. Zu dieser Thematik fand im Convention Centre in Nay Pyi Taw vom 21. bis 23. Februar die “1st International Conference on Responsible Tourism in Myanmarstatt. Die Teilnehmer setzen sich aus Vertretern von mehr als 22 verschiedenen Ministerien und dem öffentlichen Sektor zusammen. Nach zweitägiger Beratung, konnte Minister Tint Hsan eine umfassende Abschlusserklärung präsentieren (siehe: Nay Pyi Taw Responsible Tourism Statement).

Wah Wah Htun, Präsidentin von MWEA, im Gespräch mit Dagmar Wöhrl, MdB

Bundesminister Niebel und MdB Dagmar Wöhrl, Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, informierten sich am 13. Februar 2012 bei der Präsidentin des Frauenunternehmerverbandes Wah Wah Htun. Niebel und Wöhrl zeigten sich beeindruckt von der hohen Zahl an Mitgliedern (ca. 1.600) der Organisation und dem damit verbundenen Potential, um Armut zu reduzieren. In Kooperation mit MWEA führte die Hanns-Seidel-Stiftung am Rande des Besuches von Bundesminister Niebel und Ausschussvorsitzenden Wöhrl ein Seminar zur Organisationsberatung und Fortbildung junger Unternehmerinnen durch. Wah Wah Htun skizierte im Anschluss daran den beiden Gästen aus Deutschland die großen Herausforderungen, vor denen das Land stehe, wie etwa die Liberalisierung der Wirtschaft oder die schrittweise Aussöhnung der Regierung mit den Minderheiten.

Projektschwerpunkte der Hanns-Seidel-Stiftung in Myanmar:  
Vor dem Hintergrund ihrer 15-jährigen Projekttätigkeit im Lande wird die Stiftung zukünftig ihre Maßnahmen auf drei Projektscherpunkte fokussieren:

  • Unterstützung von wirtschafts- und sozialpolitischen Reformen mit einem speziellen Fokus auf Politikstrategien für eine nachhaltige und ökologische Wirtschaftsentwicklung
  • Förderung von kapazitätsbildenden Maßnahmen zur Armutsminderung mit einem speziellen Fokus auf die Aus- und Fortbildung junger Unternehmerinnen
  • Vorbereitung Myanmars auf die ASEAN-Präsidentschaft in enger Kooperation mit dem Außenministeriums Myanmars

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