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UN Klimakonferenz in Dubai
Acht Jahre nach Paris – wo stehen wir heute?

Wie weit sind die Klimaziele entfernt, auf die sich die Welt vor acht Jahren in Paris geeinigt hat? Bei der 28. UN-Klimakonferenz dreht sich in Dubai alles um die Frage: Wie können wir das Klima retten und wo stehen wir heute?

Die 28. UN-Klimakonferenz in Dubai steht an. Acht Jahre nach dem sogenannten ‚Paris Agreement‘ wird die diesjährige COP vom 30. November bis zum 12. Dezember in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden. Sie gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Regierungsvertreter von fast 200 Ländern werden in Dubai zusammentreffen, um zu bewerten, wie weit entfernt sie sich von den gesetzten Klimaschutzzielen befinden.

Acht Jahre nach dem 'Paris Agreement' wird auf der Klimakonferenz in Dubai überprüft, wie man sich den selbst gesteckten Klimazielen genähert hat.

Acht Jahre nach dem 'Paris Agreement' wird auf der Klimakonferenz in Dubai überprüft, wie man sich den selbst gesteckten Klimazielen genähert hat.

DOERS; HSS; Adobestock

Können wir das 1,5 Grad-Ziel halten?

Seit dem Gipfel von Rio im Jahr 1992 und der Formulierung des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen sind in den vergangenen drei Jahrzehnten die Vertragsparteien des Übereinkommens jedes Jahr zusammengekommen, um Ziele und Verantwortlichkeiten festzulegen, neue Klimamaßnahmen zu vereinbaren und bestehende zu bewerten. Die 21. Konferenz der Vertragsparteien (COP21) hatte im Jahr 2015 zum Abkommen von Paris geführt, in dem Maßnahmen zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf maximal 1,5 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 sowie Maßnahmen zur Anpassung an die bereits bestehenden Auswirkungen des Klimawandels festlegt worden waren.

In Paris hatte man sich im Jahr 2015 auch auf eine regelmäßige Überprüfung der Klimaziele geeinigt: eine Bestandsaufnahme sollte alle fünf Jahre stattfinden. Damit steht diese nun erstmals an. Simon Stiell, UN-Klimawandel Exekutivsekretär, bezeichnete diese globale Bestandsaufnahme als eine Übung, die dafür sorgen werde, dass jede Partei ihren Teil der Abmachung einhalte und sich bewusstwerde, welches die nächsten Schritte in welcher Geschwindigkeit sein müssten, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Die Bestandsaufnahme selbst sei nicht der entscheidende Faktor. Vielmehr werde die globale Reaktion darauf den Unterschied ausmachen. Laut Stiell resultiere die Bestandsaufnahme idealerweise in einem Fahrplan mit Lösungswegen, die zu sofortigem Handeln führen; Handlungen, die die Weltgemeinschaft in den nächsten sieben Jahren dorthin bringen, wo sie hinmuss.

Die Hanns Seidel Stiftung wird mit zwei internationalen Delegationen in Dubai vor Ort sein, um die Reaktionen der Weltgemeinschaft auf die Zwischenbilanz auf dem Weg zur Erreichung des Abkommens von Paris zu beobachten. Beide Delegationen werden im Rahmen des Globalen Klimaprojektes der HSS, einer sektorenübergreifenden Initiative, die darauf abzielt, Partnerorganisationen weltweit durch den Aufbau eines globalen Netzwerkes in ihrer Arbeit und ihrem Einfluss zu stärken. Auch der Vorsitzende der Stiftung, Markus Ferber, MdEP, wird Mitglied einer der Delegationen sein. Er wird zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern unserer Partnerorganisationen aus Regionen des globalen Südens, in denen die HSS im Rahmen ihrer Internationalen Zusammenarbeit im Bereich zum Thema Klimawandel arbeitet, an ausgewählten Veranstaltungen der COP28 teilnehmen.

Autorin: Dr. Lara Beer, Projektleiterin des Globalen Klimaprojektes (HSF Global Project for Mitigation and Adaptation to Climate Change; GMACC), Windhuk, Namibia

Kontakt

: Dr. Susanne Luther
Leiterin
Institut für Internationale Zusammenarbeit
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