Hohe Auszeichnung für Ursula Männle und HSS
Bulgarisches Außenministerium würdigt Projektarbeit und Engagement
Im festlichen Rahmen einer Konferenz zum 140-jährigen Jubiläum der deutsch-bulgarischen Beziehungen zeichnete Dragomir Dimitrov, der bulgarische Generalkonsul in München, unsere Vorsitzende Prof. Ursula Männle mit dem „Goldenen Lorbeerzweig“ aus. Dieses Ehrenzeichen des bulgarischen Auswärtigen Amtes erhielt sie
„für ihre nachhaltige politische Unterstützung für die Entfaltung der bilateralen Beziehungen“.
Dragomir Dimitrov, bulgarischer Generalkonsul in München, würdigt die Projektarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung
HSS
Viele Male besuchte Prof. Ursula Männle Bulgarien, als stv. Vorsitzende und Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, als Vorsitzende des Europaausschusses des Bayerischen Landtags sowie als Mitglied des Europäischen Ausschusses der Regionen. Besonders setzte sie sich für die Bekämpfung des Menschenhandels ein und leitete zu diesem Thema mehrere Tagungen in Bulgarien.
Die HSS erhielt die Ehrenmedaille zum 140. Jahrestag der Gründung des diplomatischen Dienstes Bulgariens
„für die hocheffiziente und nachhaltige Arbeit nach der Wende in Bulgarien und für die Unterstützung und Förderung der demokratischen Institutionen und der Zivilgesellschaft“, so Generalkonsul Dimitrov.
Die Auszeichnungen nahm Oliver Jörg, Generalsekretär der Hanns-Seidel-Stiftung, entgegen. Generalsekretär Jörg betonte, wie wichtig die Projektarbeit der HSS in Bulgarien ist, die sich seit vielen Jahren dort engagiert. Das südosteuropäische Land habe sich zu einem ganz wichtigen Partner Deutschlands innerhalb der EU entwickelt. Es gebe hervorragende Wirtschaftsbeziehungen, eine gute Zusammenarbeit in der Bekämpfung der internationalen Organisierten Kriminalität und der Sicherung der EU-Außengrenze sowie in den Bereichen Kultur und Wissenschaft.
Zur Entwicklung der deutsch-bulgarischen Beziehungen
Im Anschluss an die Ehrungen fand eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit bulgarischen Referenten statt. Dabei wurden verschiedene Aspekte der deutsch-bulgarischen Beziehungen seit 1879 angesprochen, nachdem Bulgarien nach der Befreiung von der Türkenherrschaft wieder selbständig geworden war. Prof. Vladimir Zlatarsky vom Institut für Geschichtsforschung der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften in Sofia, beschrieb, wie schwierig die deutsch-bulgarischen Beziehungen begannen, als der erste bulgarische Fürst Alexander von Battenberg sich gegen Russland stellte und damit in Konflikt mit Reichskanzler Otto von Bismarck kam. Die Entwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen in den vergangenen Jahrzehnten schilderte Dr. Mitko Vassilev, Hauptgeschäftsführer der AHK Bulgarien und Bayerischer Repräsentant in Bulgarien. Mittlerweile produzieren etliche deutsche Firmen in Bulgarien laut Vassilev erfolgreich und exportieren so viele Waren nach Deutschland, dass es bereits in mehreren Jahren einen erstaunlichen Exportüberschuss auf bulgarischer Seite im bilateralen Handel gegeben habe.
Ausstellungseröffnung
Vor diesem historischen Hintergrund eröffnete Prof. Dr. Emil Ivanov, Leiter des Südosteuropäisch-bulgarischen Kulturinstituts in Ellwangen, eine dokumentarische Fotoausstellung. Sie bietet einen Überblick über die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Bulgarien in den vergangenen 140 Jahren mit umfangreichen informativen Texten. Diese vielseitige Dokumentation ist jetzt bis Ende des Jahres in der Bayerischen Staatsbibliothek in München für die Öffentlichkeit zugänglich.
Armin Höller
Dr. Klaus Fiesinger
Projektleitung