Crossmediales Storytelling
Zu Beginn der Arbeit steht die Themenrecherche.
Isabel Küfer
Learning by doing
Die Medienlandschaft verändert sich stetig. Das Internet als zentrales Element der neuen Medienwelt erfindet den Journalismus nicht neu, hebt aber die Grenzen traditioneller Darstellungsformen auf. Damit entfällt die Spatenaufteilung der journalistischen Arbeitswelt in Print, Hörfunk und Fernsehen zunehmend. Hinzu kommen immer neue technische Möglichkeiten zur Darstellung, wodurch auch beispielsweise Grundkenntnisse des Programmierens für junge Journalisten essentiell sind. Eine breite Ausbildung ist somit eine Notwendigkeit für die moderne Medienarbeitswelt. Das JFS-Projektseminar forderte die Stipendiatinnen und Stipendiaten dann auch entsprechend vielseitig. Dabei stellten die Referenten Markus Kaiser, Aline-Florence Buttkereit und Florian Meyer-Hawranek das Seminar unter das Motto „Learning by doing“. Nach einer kurzen theoretischen Einführung wurden die Stipendiatinnen und Stipendiaten in die Praxis entlassen.
Stipendiaten bei der Außenrecherche
Isabel Kuefer
Drei Tage in Aktion
Nach abgeschlossener Themenwahl und Gruppenaufteilung strömten die motivierten Nachwuchsjournalisten ins Banzer-Umland. Das verlängerte Wochenende um den Maifeiertag bot die Möglichkeit für ausführliche Recherchearbeiten. Trotz der Notwendigkeit eines räumlichen Bezugs fiel die Themenwahl zur Banzer-Umgebung nicht einseitig aus. So widmete sich ein Team beispielsweise der nahen Europawahl. In Bambergs Altstadt wurden die Meinungen der Bamberger zum europäischen Bündnis und zur Wahl in vielen O-Tönen und Video-Sequenzen festgehalten. Auch Politiker gaben ihre Statements zur Europapolitik. Der journalistische Auflauf war groß in diesen Tagen in Bamberg. Zwei weitere Teams recherchierten in und um Bamberg. So wurde die jüdische Gemeinde des oberfränkischen Zentrums in einem Beitrag thematisiert. Ein weiteres Thema war die Stadt Bamberg als Filmkulisse. Die schöne Altstadt Bambergs diente schon als Hintergrund für zahlreiche Fernsehserien und Kinofilme. Ein besonderes thematisches Highlight war eine Ausarbeitung zum Kriegsfotographen Till Mayer. Dieser lebt in Bamberg und nahm sich Zeit für ein ausführliches Gespräch.
Die Referenten standen den Teams mit Rat und Tat zur Seite.
Isabel Küfer
Kein Einheitsbrei
Nach abgeschlossener Außenrecherche begann die Verarbeitung der gesammelten Inhalte und des Materials. Es entstanden Texte, Videos, Hörfunkbeiträge, Bildserien, Grafiken und einige Dinge mehr. Ziel war die Internetveröffentlichung auf „wordpress“, wobei den Darstellungsideen kaum Grenzen gesetzt waren. Die Referenten begleiteten jedes Team individuell bis in die späten Abendstunden. Schritt für Schritt entstand zu jedem Thema eine „Crossmediale Story“. Am Sonntagmorgen konnte dann endlich präsentiert und bewundert werden. Jedes Team stellte den fertigen Beitrag vor der Gruppe vor. Gleichzeitig gingen die Beiträge auf „wordpress“ online. Gewachsen ist während es Seminars die Erkenntnis, dass die Kombination verschiedener Darstellungsformen jeden Beitrag ein Stück interessanter macht.
Angelika Dauermann
Die crossmediale Projekte
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Isabel Küfer, M.A.
Leiterin