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Zukunftsplattform Bayern - Digitales Gesundheitswesen
10 Forderungen

Ersteller: Maximilian Rückert

Die Zukunftsplattform Bayern: Digitales Gesundheitswesen 2020 adressiert Kernforderungen für ein funktionierendes E-Health an die Politik. Die Hanns-Seidel-Stiftung schafft dafür die Plattform.

Wie alle Lebensbereiche durchzieht die Digitalisierung auch das Gesundheitswesen immer mehr. Digitalisierung ist dabei keine vorübergehende Modeerscheinung, sondern wird an Bedeutung noch zunehmen. So wie zahlreiche andere Branchen und Lebensbereiche befindet sich auch das Gesundheitssystem in einem digitalen Umwandlungsprozess mit deutlichen Veränderungen – Ausgang bei Medizin 4.0 – ungewiss. Klar ist, dass das deutsche Gesundheitswesen in Sachen Digitalisierung Nachholbedarf hat und auch, dass sowohl Chancen bestehen als auch Risiken lauern.

In den richtigen Händen: Bernhard Seidenath, MdL, übergibt die fertige Publikation an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Wirtschaft, Handel, Investitionen

Die HSS hat deswegen mit zahleichen Experten aus dem Gesundheitssektor die „Zukunftsplattform Bayern: Digitales Gesundheitswesen 2020" ins Leben gerufen. „Wir brauchen Konzepte und Lösungsstrategien, wie wir das durch die Digitalisierung veränderte Gesundheitswesen zukunftsfähig machen können. Die Herausforderungen zu meistern, ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir als HSS wollen mit unserer Plattform unseren Beitrag für Expertenaustausch und Lösungsansätze leisten“, sagt die Vorsitzende der HSS, Ursula Männle, zum Forum.

Branchenübergreifende Fachleute, bestehend aus Vertretern aus Wissenschaft und Forschung sowie Praktiker von Verbänden und Institutionen, erarbeiteten in mehreren vorangegangenen Sitzungen einen zielgerichteten Fahrplan, wie in Deutschland digitale Anwendungen und Produkte in den Versorgungsalltag gebracht werden können. Diesen Fahrplan stellte die Zukunftsplattform Bayern am 3. Mai 2018 einer breiten Öffentlichkeit in Form eines umfangreichen Thesenpapiers vor.

Es benennt klar Probleme, erörtert Lösungsmöglichkeiten und zeigt wie die Veränderungen durch die Digitalisierung im Gesundheitswesen bewältigt werden können.

Junger Mann am Rednerpult. Fasst zusammen.

Maximilian Rückert, HSS-Referatsleiter für Digitalisierung und Politik und Medien, stellt die Forderungen der Zukunftsplattform vor.

HSS

Zehn konkrete Forderungen stellte die Zukunftsplattform Bayern, die auf die politische Agenda genommen werden sollen:   

  • Sektorales Denken im Gesundheitswesen aufbrechen
  • Eine zentral gesteuerte Aufklärungskampagne zu E-Health
  • Dynamischer, effizienter Datenschutz 
  • Keine Datenfreigabe ohne Zustimmung des Patienten
  • Vernetzbare, zentrale, elektronische Gesundheitsakten
  • Standards, Schnittstellen und Kriterienkataloge für e-Akten und e-Kommunikation
  • Klare rechtliche Grundlagen für ein digitales Gesundheitswesen 
  • Testläufe mit Kontrollmechanismen
  • Leichteren Zugang zu digitalen Gesundheitsinnovationen
  • Aus- und Weiterbildungen zur Überwindung der Technikskepsis 
  • Eine zentral koordinierte Infrastruktur für das Gesundheitswesen

Eine ausführliche Präsentation der Kernthesen, finden Sie hier im Podcast (Sprecher der Zukunftsplattform Bayern: Maximilian Rückert)

 

Während der Präsentation des Thesenpapiers diskutierten der Leiter der Landesvertretung Bayern TK, Christian Bredl, Dr. Arthur Kaindl, General Manager Digital Health Services Siemens, der Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer Thomas Benkert und Niklas Schleicher vom Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik an der LMU mit Dr. Dominik Pförringer (Klinikum rechts der Isar) über die aktuellen Hürden bei der Einführung digitaler Anwendungen und Produkte und deren Überwindung.  

Adressat der Forderungen ist die Politik, stellte auch Dr. Christoph F-J Goetz (Bayerische Landesärztekammer und kassenärztliche Vereinigung) deutlich heraus. Bernhard Seidenath, MdL, stand der Zukunftsplattform Bayern gewohnt fachkundig Rede und Antwort und versprach, die Positionen an den richtigen Stellen politischer Entscheidung zu positionieren. Wir können sehen: Er hat Wort gehalten, denn das Thesenpapier der Zukunftsplattform Bayern ist in den richtigen Händen, nämlich bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Kontakt
Leiter: Maximilian Rückert
Referat II/5: Digitalisierung und Politik, Medien
Leiter:  Maximilian Rückert
Telefon: 089 1258-203
Fax: 089 1258-469
E-Mail: rueckert@hss.de