Einig waren sich alle: Der Schutz demokratischer Werte erfordert eine klare, aber differenzierte Haltung. Demokratie und Freiheit stehen vor vielen Problemen. Bei einer Tagung auf Kloster Banz haben Fachleute aus Wissenschaft, Sicherheitsbehörden und Gesellschaft über die aktuelle Lage diskutiert. Aufgrund des Terrorangriffs der Hamas auf Israel stand das Thema Antisemitismus besonders im Fokus.
Anja Blankenbühler erklärte zunächst, wie sich verschiedene Formen von Antisemitismus entwickelt haben und zeigte die Verbindungslinien zwischen Antisemitismus und Antizionismus auf. Prof. Hendrik Hansen ging in seinem Vortrag sodann auf den „postkolonialen Antisemitismus“ ein, der in vier Punkten problematisch sei:
- Israel wird als weiße Kolonialmacht im Nahen Osten dargestellt.
- Der Holocaust wird relativiert, um Kritik an Israel zu rechtfertigen.
- Israel wird dämonisiert, um die Gewalt der Hamas zu rechtfertigen.
- Der Islamismus wird als „Erfindung des Westens“ dargestellt, wodurch auch der Israelhass verharmlost wird.