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Präsentation eines neuen Leitfadens
„Ich zeige Dir meine Stadt: Wie wir in Deutschland leben“

Die Hanns-Seidel-Stiftung e.V. setzt ihre Arbeit zur Unterstützung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe fort. So konnten am 5. Oktober zwei neue Publikationen vorgestellt werden. Das neueste Werk zum Themenschwerpunkt "Flucht und Migration", welchen sich die Stiftung gesetzt hat, ist der Leitfaden "Ich zeige Dir meine Stadt: Wir wir in Deutschland leben".

Ursula Männle und Emilia Müller

Ursula Männle und Emilia Müller

Der Bayerischen Staatsministerin Emilia Müller und der Stiftungsvorsitzenden Prof. Ursula Männle, Staatsministerin a.D. war die Publikation und Präsentation des Leitfadens ein besonderes Anliegen. Denn die Integration von knapp 900.000 Menschen, die 2015 als Flüchtlinge und Asylsuchende nach Deutschland kamen, stellt für Deutschland eine große Herausforderung dar und ist ein langfristiger Prozess. Vor diesem Hintergrund entwickelten die Hanns-Seidel-Stiftung und das Landesnetzwerk für bürgerschaftliches Engagement (LBE) gemeinsam die Publikation als virtuellen Stadtrundgang. Dabei werden viele Bereiche aus unserem Lebensumfeld abgedeckt und einem „Fremden“ bei einem Spaziergang durch die Stadt anhand einzelner Stationen veranschaulicht:

  • wie wir uns in unserer Kultur bewegen, 
  • welche Rechte und Pflichten der Einzelne hat, 
  • welche Bedeutung die unterschiedlichen Ämter haben, 
  • wie sich das soziale Zusammenleben bei uns gestaltet, 
  • worauf man in Deutschland besonders achten sollte.

Der Leitfaden "Ich zeige Dir meine Stadt: Wie wir in Deutschland leben" richtet sich dabei sowohl an Asylsuchende als auch an Ehrenamtliche. Er soll unterstützen, aufklären und Hilfestellung bei Problemen und Alltagsfragen leisten, die das Leben in Deutschland betreffen.

Die Publikation können Sie hier bestellen oder downloaden.

Ursula Männle

Ursula Männle

Bei der Vorstellung des Leitfadens betonte Ursula Männle die wichtige und zentrale Rolle, die Ehrenamtliche bei der Integration einnehmen. Auch deshalb bekräftigte Sie abschließend: "Ihnen wünsche ich Durchhaltevermögen sowie Kraft für ein langfristiges Engagement und hoffe, dass unser 'virtueller Stadtrundgang' Sie bei Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit hilfreich unterstützt."

Dass der Leitfaden keine Hausordnung darstellt, sondern vielmehr Hilfestellung zur Integration leisten soll, machten Claudia Leitzmann und Dr. Thomas Röbke vom LBE bereits in ihrer gemeinsamen Rede zur Vorstellung der Publikation deutlich:

Thomas Röbke und Claudia Leitzmann

Thomas Röbke und Claudia Leitzmann

"Wir wollen nicht darauf hinweisen, was uns an den zu uns kommenden Menschen befremdet, was uns an ihnen stört, sondern wir wollen ihnen umgekehrt zeigen, was uns wertvoll, wichtig und vertraut (geworden) ist. Also: Ich zeige Dir meine Stadt, meine Welt, mein Leben – nicht: Ich zeige Dir, was mich an Deiner Welt befremdet." Deshalb enthält der Stadtrundgang auch keine Diskussion um Burka oder Niqab, wohl aber Hinweise zur Gleichstellung von Mann und Frau. Vor allem bietet der Stadtrundgang jedoch praktisches Wissen, z.B. zu Handyverträgen, Supermärkten, sogar zur "typisch deutschen" Mülltrennung.

Isabel Küfer, Ursula Männle und Emilia Müller mit Stipendiaten des Journalistischen Förderprogramms

Isabel Küfer, Ursula Männle und Emilia Müller mit Stipendiaten des Journalistischen Förderprogramms

Ein entscheidender Beitrag zur besseren Anschaulichkeit der vermittelten Werte und praktischen Hilfestellungen leisten die zahlreichen Illustrationen des Buchautors und "Vater der Wimmelbilder" Ali Mitgutsch. Neben den praktischen Hinweisen gehört es jedoch auch zu den Inhalten von "Ich zeige Dir meine Stadt: Wie wir in Deutschland leben" Leitwerte unserer Gesellschaft zu vermitteln. Dabei ist es nicht bei Text und Illustrationen geblieben. Um komplexe Begriffe wie "Staatliches Gewaltmonopol" und "Meinungs- und Pressefreiheit" ganz konkret im Alltag darzustellen, haben Stipendiaten des journalistischen Förderprogramms der HSS die Initiative ergriffen und Erklärfilme produziert, die ebenfalls hier online verfügbar sind. Eine Synchronsierung oder Untertitelung ist in Planung. 

Bereits seit einigen Monaten hat die Hanns-Seidel-Stiftung die Druckauflage des deutlich kürzeren "Refugee-Guides" auf Deutsch - leichte Sprache, Englisch, Pashtu, Arabisch, Tigrinya und Urdu ermöglicht. Diese Broschüre, die als erste Orientierungshilfe für das Leben in Deutschland gedacht ist, ist eine Initiative vieler Freiwilliger. Weitere Informationen finden Sie auf www.refugeeguide.de und in unserem Downloadbereich.

Erklärfilm: Der Staat hat das Gewaltmonopol

Erklärfilm: Meinungsfreiheit in Deutschland

Kontakt
Leiterin: Paula Bodensteiner
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