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Corona: Gesundheit und Pflege
Gesundheitssystem besteht gerade große Bewährungsprobe

Corona verändert die Sichtweise auf unser Gesundheitssystem. Zukünftig müssen gesundheitspolitische Entscheidungen auch immer vor dem Hintergrund einer Pandemie getroffen werden. Im Interview spricht Bernhard Seidenath, gesundheits- und pflegepolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, über die Herausforderungen und Lehren der Corona-Pandemie.

Die Corona-Pandemie zeigt: Zu lange stand im Gesundheitssystem die Effizienz im Vordergrund. Schon vor Ausbruch des Coronavirus haben in Deutschland 37% aller Krankenhäuser ihre Intensivstationen aus Mangel an geeignetem Pflegepersonal zeitweise abgemeldet. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise gilt es nun die strategischen Entscheidungen zur Ausdünnung der Krankenhauslandschaft ebenso zu überdenken, wie die Verlagerung der Produktion von Schutzausrüstung und Medikamenten ins Ausland.

Zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Gesundheits- und Pflegebereich haben wir Bernhard Seidenath, den gesundheits- und pflegepolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, für Sie interviewt.

Seidenath, Portraitbild. Er lächelt, formell gekleidet, schmales Gesicht, hohe Stirn

Bernhard Seidenath, MdL, ist Gesundheits- und pflegepolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion. Er ist Vorsitzender des Landtags-Ausschusses für Gesundheit und Pflege und Mitglied des Landesgesundheitsrates. Zudem leitet er den Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreis (GPA) der CSU, ebenso den BRK-Kreisverband Dachau.

Bernhard Seidenath

HSS: Sehr geehrter Herr Seidenath, vorab eine persönliche Frage: Wie sieht Ihr Alltag während der Corona-Pandemie aus?

Bernhard Seidenath, MdL: Wie bei den allermeisten Menschen hat sich auch bei mir sehr viel ins häusliche Umfeld verlagert. Es gibt praktisch keine persönlichen Treffen mehr außerhalb des Familienkreises. Das gilt auch für die politische Arbeit. Das meiste wird über Telefon- oder Videokonferenzen abgewickelt. Es ist eine andere Art des Arbeitens. Zum Teil angenehmer, weil die Fahrtwege wegfallen. Zum Teil auch schwieriger, weil das persönliche Gespräch doch noch mehr Information transportiert als eine Telefonkonferenz. Meine Arbeit hat sich auch insoweit verändert, als mich noch mehr Anfragen von Menschen erreichen, die Unsicherheiten spüren und mir ihre Sorgen und Ängste, teilweise auch Existenznöte angesichts der gegenwärtigen Pandemie schildern. In Erinnerung bleibt mir – aus der ersten März-Hälfte – die flehentliche Bitte einer jungen Frau um Unterstützung, dass ihre schwer erkrankte Schwiegermutter endlich auf Corona getestet wird.

Wenn es persönliche Besprechungen gibt, dann finden diese häufig mit Gesichtsmasken statt, wie etwa die Lagebesprechungen beim Roten Kreuz. Im Landtag selbst gibt es weiterhin Sitzungen, allerdings in sehr ausgedünnter Besetzung. Im Plenum sind nur noch ein Fünftel der Abgeordneten anwesend, also statt 205 nur noch 41 Personen. Das gab es so noch nie! Im Ausschuss haben wir die Zahl der Abgeordneten von 18 auf elf reduziert, um im Sitzungssaal den nötigen Sicherheitsabstand wahren zu können. Auch können sich Abgeordnete jetzt erstmals per Video in die Sitzungen zuschalten. Demnach geht die politische Arbeit – zwar verändert, aber doch – weiter; und der Staat bleibt handlungsfähig. Das ist das oberste Ziel auch in Krisenzeiten. 

HSS: Unter COVID-19 zeigen sich die Stärken, aber auch die Schwächen unseres Gesundheitssystems. Wo sind wir hier gut und wo nicht so gut aufgestellt?

Als Stärke erweist sich, dass wir sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich flächendeckend und wohnortnah aufgestellt sind. Auch die Finanzierung unseres Gesundheitssystems bewährt sich. In den privatfinanzierten Gesundheitssystemen wie in den USA gibt es Probleme, weil sich die Leute häufig sehr spät behandeln lassen und deshalb schwere Verläufe haben. Bei den rein staatlichen Gesundheitssystemen tauchen Versorgungsprobleme auf, weil diese einfach zu wenig Kapazitäten haben, wie beispielsweise in Großbritannien. Deswegen ist unser Mischsystem gar nicht schlecht im internationalen Vergleich. Es ist zu früh für eine Bilanz, aber ich denke, wir stehen hier ganz gut da. Schwächen haben sich bei uns bei der Versorgung mit Schutzmaterial gezeigt. Hier sind wir abhängig von Lieferanten aus dem Ausland, vor allem aus Asien, insbesondere was Schutzmasken – FFP2 und FFP3 –, aber auch Schutzkittel anbelangt.

HSS: Inwieweit muss unser Gesundheitssystem hier angepasst werden?

Gerade bei der vollständigen Abhängigkeit von Lieferanten aus dem Ausland müssen wir umdenken und darauf achten, dass wir Produktion zu einem relevanten Teil wieder im (europäischen) Inland haben. Ziel ist es, im Fall des Falles die Produktion so hochfahren zu können, dass wir unsere Bedarfe selbst decken können. Wo aber gar keine Produktion ist, kann auch nichts hochfahren! Das gilt für Schutzmaterialen ebenso wie für überlebensnotwendige Medikamente oder für Desinfektionsmittel. Und es gilt auch für bestimmte technische Geräte, die in der Gesundheitsversorgung notwendig sind, etwa Beatmungsgeräte und Pulsoximeter. Auch auf ein Hochfahren von Laborkapazitäten müssen wir besser vorbereitet sein als bisher.

In der aktuellen weltweiten Krise, in der der Bedarf über den gesamten Globus immens angestiegen ist, erleben wir auch Aktionen der Piraterie: manche Lieferungen werden einfach in andere Länder umgeleitet. Von den teilweise geforderten Mondpreisen ganz zu schweigen. Wir brauchen deshalb strategische Reserven, wie wir sie zu Zeiten des Kalten Krieges etwa bei Erdöl hatten, jetzt eben im Gesundheitsbereich. Unser Ziel muss es sein, die Menschen in unserem Land gut versorgen zu können – und deshalb potentiell autark zu sein.

HSS: Der Pflegeberuf bekommt aktuell die ideelle und in gewisser Hinsicht auch die monetäre Wertschätzung, die er verdient. Was meinen Sie, wird Pflege künftig besser bezahlt und mehr geschätzt?

Für die Insider war immer klar, dass der Pflegeberuf und die Pflegekräfte von allerhöchstem Wert sind. Das ist inzwischen auch bei den Ärzten angekommen: viele Chefärzte sagen heute, dass ihre Leistung mit der Pflege steht und fällt. Die Wertschätzung ist also da, gerade weil der Fachkräftemangel in der Pflege extrem ist und eben auch nicht so einfach abzumildern ist.

Ich kann mir vorstellen, dass die aktuelle Katastrophe dem Pflegeberuf noch einmal einen Schub gibt. Sie macht deutlich, wie wichtig dieser Beruf ist. Das ist ein Job mit Sinn! Es gibt keinen Beruf, der näher am Menschen ist als dieser. Ein ganz und gar sozialer Beruf. Das sieht man jetzt ganz deutlich während der Krise: Man kann Leben retten und Menschen, die in einer ganz schwierigen Situation sind, begleiten und ihnen helfen.

Als Beleg kann hier der Pflegepool dienen, den die Vereinigung der Pflegenden in Bayern in der aktuellen Katastrophen-Situation eingerichtet hat, um die Kapazitäten an Pflegekräften voll auszuschöpfen. Da haben sich sehr viele Leute – im vierstelligen Bereich – gemeldet und gesagt: „Wir haben mit unserem Beruf gehadert. Aber wir sind da. Wir sind bereit und wir wollen mithelfen, dass diese Pandemie gut überstanden wird.“ 

Dies wird sicherlich auch jungen Menschen noch einmal ein Ansporn sein, den Pflegeberuf zu ergreifen und die Ausbildung zu durchlaufen.

Das ist das eine. Das zweite ist die finanzielle Wertschätzung. Denn Wertschätzung muss sich auch finanziell ausdrücken. Unser Ziel ist es schon lange, die Bezahlung in der Pflege zu verbessern. Das wollen wir etwa über die Allgemeinverbindlich-Erklärung von Tarifverträgen erreichen. Da gibt es gute Initiativen auf Bundesebene. In Bayern drücken wir die Wertschätzung nun auch durch den Corona-Pflegebonus der Staatsregierung aus. Neben Rettungsdienstmitarbeitern und anderen Berufsgruppen, die jetzt an vorderster Front stehen, erhalten Pflegekräfte 500 Euro. Damit honorieren wir die großartige Leistung der Pflegekräfte. Um die Pflege insgesamt attraktiver zu machen, müssen wir aber auch an den Rahmenbedingungen etwas ändern, unter anderem was die Entlastung von Bürokratie angeht, aber auch die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Verlässlichkeit von Freizeit. Diese können wir vor allem dann garantieren, wenn wir ausreichend Pflegekräfte haben. Wir brauchen zudem ein besseres betriebliches Gesundheitsmanagement für unsere Pflegekräfte. All das sind Dinge, die wir auch künftig anpacken wollen, und die wir im Lichte dieser Katastrophe dann auch besser anpacken können. Die Krise hilft uns Gesundheits- und Pflegepolitikern bei der Argumentation.

Seidenath bei einer Veranstaltung an einem Stehtisch, erklärend, eindringlich, mit Mikro in der Hand

"Deswegen glaube ich, dass unser Gesundheitssystem gerade seine große Bewährungsprobe besteht und dass wir künftig auch immer im Lichte einer möglichen Pandemie entscheiden müssen, ob Krankenhausbetten abgebaut werden – oder eben nicht. (...). Diese Pandemie verändert nicht nur unser Leben insgesamt, sondern auch die Sichtweise auf unser Gesundheitssystem." (Bernhard Seidenath, MdL)

Bernhard Seidenath

HSS: Schon vor Ausbruch des Coronavirus haben Krankenhäuser ihre Intensivstation aus Mangel an geeignetem Pflegepersonal zeitweise abgemeldet. Sind unsere Krankenhäuser für Notfälle und Intensivmedizin vorbereitet? Wird die Spezialisierung der Kliniken und die Ausdünnung der Krankenhauslandschaft nach der Krise weitergehen?

Die aktuelle außergewöhnliche Katastrophen-Zeit ist mit einer normalen Zeit relativ schlecht vergleichbar. Das sieht man auch daran, dass die Personaluntergrenzen von Seiten des Bundes ausgesetzt wurden, sowohl im pflegerischen als auch im ärztlichen Bereich. Wir brauchen jetzt alle Kapazitäten, die verfügbar sind, um die Schwererkrankten zu betreuen und zu behandeln. Die Vorschläge, die weiterhin auf dem Tisch liegen, beispielsweise der Bertelsmann Stiftung, die gesagt hat, dass ein Achtel der Krankenhausbetten auch ausreichen würden, halte ich auf der Grundlage der jetzigen Erfahrungen für absolut verfehlt. Wir haben damals schon gesagt, dass die Studie nicht das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt ist. Und das wird jetzt aus meiner Sicht durch diese Katastrophe bestätigt. Es ist wichtig, dass wir ausreichend Krankenhäuser haben, die im Falle des Falles zusätzliche Kapazitäten schaffen können. Im Klinikum Dachau beispielsweise ist in den letzten Wochen die Anzahl der Intensivbeatmungsplätze verdoppelt worden. Das geht aber nur, wenn ein Krankenhaus vor Ort ist, das mit Personal aufwarten kann, das sich schon eingelernt hat und mit den Themen umgehen kann. Und das geht nicht, wenn man erst ein Hilfskrankenhaus auf der grünen Wiese schaffen müsste, sondern es braucht einen Nukleus, aus dem heraus man die Patienten gut behandeln kann.

Deswegen glaube ich, dass unser Gesundheitssystem gerade seine große Bewährungsprobe besteht und dass wir künftig auch immer im Lichte einer möglichen Pandemie entscheiden müssen, ob Krankenhausbetten abgebaut werden – oder eben nicht. Das ist künftig eine grundsätzlich veränderte Herangehensweise an gesundheitspolitische Entscheidungen. Ich meine deshalb, diese Pandemie verändert nicht nur unser Leben insgesamt, sondern auch die Sichtweise auf unser Gesundheitssystem.  

Eine weitere Baustelle ist gegenwärtig, dafür zu sorgen, dass unser Gesundheitssystem auch nach der Corona-Katastrophe weiterhin so stark ist wie zuvor. Es dürfen keine gesundheitsrelevanten Institutionen kaputtgehen. Deshalb haben mich die bayerischen Reha-Kliniken und Mutter-Kind-Einrichtungen als wichtige Säulen unseres Gesundheitssystems in den letzten Wochen intensiv beschäftigt. Diese dürfen gegenwärtig keine ihrer regulären Patienten aufnehmen. Auch werden nicht in allen der 260 Einrichtungen in Bayern Corona- oder Post-Covid Patienten behandelt. Dies kann über kurz oder lang zur Insolvenz der Einrichtungen führen. Deshalb bin ich froh, dass wir sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene sinnvolle Maßnahmen zur Rettung dieser Einrichtungen gefunden haben.

HSS: Wie schätzen Sie die aktuelle Corona-Situation in Bayern ein? Warum unterscheidet sich die Lage in Deutschland bzw. Bayern so stark von der Situation in Italien?

Wir haben in Bayern einen ganz starken Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD), den wir jetzt noch weiter gestärkt haben. So haben wir schon vor der Katastrophe durch das Bayerische Land- und Amtsarztgesetz den medizinischen Nachwuchs für den ÖGD gefördert. Aber auch jetzt während der Katastrophe versuchen wir, mit 3.000 zusätzlichen Mitarbeitern, die wir dem Gesundheitsdienst zuteilen, die Tracking- und Tracingmaßnahmen vollumfänglich durchzuführen. Wir haben sehr früh einen Coronavirus-Fall in Bayern gehabt, das sogenannte Webasto-Cluster, wo sich Mitarbeiter bei einer Fortbildung bei einer Frau aus China angesteckt haben. Hier haben wir durch konsequentes Verfolgen der Infektionsketten und durch Quarantänemaßnahmen eine Weiterverbreitung des Virus aufgehalten. Das war in Italien vollkommen anders. Die Italiener sind offenbar erst aufgewacht, nachdem dort der erste Mensch an Corona gestorben ist. Man weiß, dass der Tod in der Regel 17 Tage nach den ersten Symptomen eintritt. Das heißt: diese 17 Tage konnte der Virus in Italien ungehindert grassieren und sein Unwesen treiben. Das hat auch diese wahnsinnige Ausbreitung begünstigt. Zu uns ist der Erreger dann rüber geschwappt vor allem durch Urlaubrückkehrer aus den Faschingsferien, die in Südtirol oder in Norditalien waren, aber auch über Après-Ski-Veranstaltungen in den Alpen. Gerade Ischgl war ein Superspreader. Von dort haben viele Menschen den Virus anschließend mit in ihre Heimat gebracht, auch zu uns nach Bayern. Aber wir hatten etwas Vorlauf. Wir konnten reagieren. Wir konnten durch beherzte Maßnahmen der Staatsregierung, durch im wahren Wortsinn not-wendige Maßnahmen, insbesondere durch Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen, die Ausbreitung des Virus verlangsamen.

HSS: Am 25. März hat der Bayerische Landtag das Infektionsschutzgesetz verabschiedet. Was beinhaltet dieses Gesetz?

Grundsätzlich muss man sagen, eine Katastrophe ist die Stunde der Exekutive. Die Legislative, also die gesetzgebende Gewalt, kommt erst ins Spiel, wenn die Exekutive die entsprechenden Rahmenbedingungen nicht hat, aber sie braucht. Das ist genau der Impetus des Bayerischen Infektionsschutzgesetzes. Es geht hier grob darum, dass wir den Behörden des Freistaats Bayern angesichts der COVID-19-Pandemie die Möglichkeit geben, leichter auf medizinisches Material und auf Personal zuzugreifen. Wenn beispielsweise persönliche Schutzausstattung an einer Stelle übermäßig vorhanden ist, und an einer anderen Stelle nicht, dann kann man diese nun besser und koordinierter über das Land verteilen. Ebenso beim Personal: wir haben nun in einem Gesundheitsnotstand die Möglichkeit, uns sagen zu lassen, wo sind Menschen, die kundig sind, die eine relevante Ausbildung gemacht haben, und im Anschluss können wir diese Menschen bei Bedarf dann auch an die richtigen Stellen bitten. Was die Produktion von Material anbelangt, so kann nun abgefragt werden, wer kann welches Material produzieren, wer hat noch freie Kapazitäten? Zudem kann die Staatsregierung die Unternehmen dann auch verpflichten, diese Kapazitäten zu nutzen und zusätzliches Material zu produzieren. Auf diese Weise hat das Bayerische Infektionsschutzgesetz das Handlungsrepertoire der Exekutive, also der Staatsregierung, erweitert. Das haben wir, und das ist das Besondere, einstimmig im Landtag beschlossen: ein solidarischer Konsens über alle Parteien hinweg, der zeigt, dass die Parteipolitik zurücktritt und es in der Krise um das Wohl und die Gesundheit der Menschen in diesem Land geht. Auch das ist ein schönes und ermutigendes Signal!

HSS: Was glauben Sie, wann wird die Corona-Pandemie in Bayern überwunden sein? Welchen Beitrag leistet die Maskenpflicht hierzu?

Richtig überwunden wird die Corona-Pandemie erst dann sein, wenn wir einen Impfstoff oder ein potentes Medikament gegen das Virus haben. Eine Normalität wie vor der Katastrophe werden wir erst wieder erleben, wenn eine Herdenimmunität aufgebaut ist, also mindestens 85 Prozent der Menschen immun gegen das Virus sind. Wann dies der Fall sein wird, lässt sich gegenwärtig nicht seriös abschätzen. Es wird in jedem Fall noch bis Ende des Jahres dauern, wenn nicht sogar bis ins kommende Jahr hinein. Bis dahin müssen wir versuchen, mit dem Virus so gut wie möglich zu leben. Das heißt, sowohl die Wirtschaft aufrechtzuerhalten als auch unsere Beziehungen im normalen Leben. Dazu ist es wichtig, die Schutzvorkehrungen einzuhalten: mindestens eineinhalb Meter Abstand, Hände waschen, in die Armbeuge husten usw. Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Öffentlichen Personen-Nahverkehr sowie in Geschäften, die es seit dem 27. April gibt, wird sicherlich dazu beitragen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

HSS: Herr Seidenath, vielen Dank für das Gespräch. Bleiben Sie gesund!

Das Interview führte Dr. Susanne Schmid, Hanns-Seidel-Stiftung

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Leiterin: Dr. Susanne Schmid
Referat II/7: Gesellschaftliche Entwicklung, Migration, Integration
Leiterin:  Dr. Susanne Schmid
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