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UN Klimakonferenz in Dubai
Deutliches Signal der Weltgemeinschaft zum Abschluss der COP28

Autorin/Autor: Dr. Lara Beer

Zu der 28. UN Weltklimakonferenz haben sich rund 100.000 Teilnehmer in Dubai eingetroffen. Darunter befanden sich Regierungsdelegationen von knapp 200 Staaten, Vertreter von zahlreichen Nichtregierungsorgansiationen, Politikexperten, Journalisten, Wissenschaftler sowie Vertreter von Berufsverbänden und Führungskräfte großer Firmen. Auch eine große Delegation der HSS war als Beobachter mit dabei.

Knapp 200 Länder waren bei der COP28 an den Verhandlungen beteiligt.

Knapp 200 Länder waren bei der COP28 an den Verhandlungen beteiligt.

Beer; HSS

 

Die diesjährige COP28 vom 30. November bis 12. Dezember stellte einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg der Weltgemeinschaft zur Erreichung der Ziele des Abkommens von Paris (COP21) dar, da erstmalig Bilanz gezogen wurde. Das Ergebnis: Es ist gibt noch viel zu tun, um das 1,5 Grad Ziel doch noch erreichen zu können. Neben der Bestandsaufnahme ging es um die Fragen wie der Klimawandel eingedämmt und sich an die Folgen des Klimawandels angepasst werden kann. Ein weiteres wichtiges Thema auf der Agenda war die Finanzierung der Klimapolitik inklusive des Ausgleichfonds für Klimaschäden und -verluste.

Die Diversität an Themen und Partnern kennzeichnet das globale Klimaprojekt.

Die Diversität an Themen und Partnern kennzeichnet das globale Klimaprojekt.

Beer; HSS

Vertreter von Partnerorgansisationen aus 17 Ländern Teil der Delegation

Die HSS war im dritten Jahr in Folge als Beobachter akkreditiert; das heißt, die Delegationsteilnehmer konnten sowohl an Veranstaltungen in der von der UNFCCC organisierten Blue-Zone als auch in der vom Gastgeberland organisierten Green-Zone an Zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten erweitern, mitdiskutieren, neue Kontakte knüpfen sowie die eigentlichen Klimaverhandlungen live beobachten. Organisiert als Bestandteil des globalen Klimaprojektes, welches darauf abzielt ein globales Netzwerk von Partnerorganisationen aufzubauen, um diese Partner auf dem regionalen und internationalen Klimaparkett zu stärken, waren Partnervertreter aus insgesamt 17 Ländern des globalen Südens (aufgeteilt in vier Delegationsgruppen, jeweils zwei in Woche Eins und zwei in Woche Zwei) in Dubai mit von der Partie. Die Teilnehmer stammten aus Lateinamerika, Sub-Sahara Afrika, Maghreb, Maschrek und Asien. Über den jordanischen Partner ‚The Royal Society for the Conservation of Nature‘ (RSCN) konnte das regionale Sub-Netzwerk der MENA Region zwei eigene Delegationsgruppen entsenden.

Die Prä-COP28 Workshops dienten der Vorbereitung der Teilnehmer.

Die Prä-COP28 Workshops dienten der Vorbereitung der Teilnehmer.

Beer; HSS

Vorbereitungsworkshop zur COP-Einstimmung der Teilnehmer

Mittels jeweils eines Vorbereitungsworkshops am Anfang der ersten und zweiten Woche wurden die Teilnehmer auf ihre COP-Teilnahme eingestimmt, sodass sie persönlich und ihre Organisationen bestmöglich von den zahlreichen Veranstaltungen profitieren konnten. Neben einer Vernetzung der Teilnehmer unter einander, standen die Inhalte der Konferenzverhandlungen auf der Agenda. Um den Verhandlungen erfolgreich folgen zu können, war es von Bedeutung zu verstehen, welche Partner zu welchen spezifischen Themen verhandeln sowie welche grundsätzlichen Ideen dahinterstehen.

Die Workshops verdeutlichten einmal wieder die diversen Themengebiete im Umwelt- und Klimabereich, welche in zahlreichen Projekten in den HSS Büros weltweit implementiert werden. Partnerorganisationen im globalen Süden arbeiten zu Themen wie beispielsweise Biodiversitätsschutz, Kreislaufwirtschaft, Agroforst, Naturschutz, Erneuerbare Energien, Vogelflugrouten. Diese Diversität an Themen und Partnern kennzeichnet das globale Klimaprojekt, welches eine wichtige Initiative der Stiftung ist, die wertvolle Projektarbeit auf regionaler und globaler Ebene zusammenzuführen.

In der Green-Zone gab es eine kleine Farm – Die Zwischenräume zwischen den Gehwegen und Gebäuden wurden zum Anbau von verschiedenen klimafreundlichen Ackerbaukulturen zu Demonstrationszwecken genutzt.

In der Green-Zone gab es eine kleine Farm – Die Zwischenräume zwischen den Gehwegen und Gebäuden wurden zum Anbau von verschiedenen klimafreundlichen Ackerbaukulturen zu Demonstrationszwecken genutzt.

Beer; HSS

Die Unmöglichkeit an allen Veranstaltungen teilzunehmen

Der diesjährige Veranstaltungsort glich einer eigenen Stadt; Gebäude, kleine Grünanlagen, Restaurants und Food Trucks waren so angelegt, dass alle Wege sternförmig ins Zentrum des Geländes, einer großen Kuppel, führten. Bedingt durch die Weitläufigkeit und die Vielzahl an Gebäuden, des recht dynamischen Programmes, der vielen Haupt- und Nebenveranstaltungen sowie keiner zentralen Stelle, an der alle Veranstaltungen und Ausstellungen gelistet waren, verbrachten die Delegierten viel Zeit mit langen Fußmärschen. 15.000 Schritte pro Tag waren keine Seltenheit und gute Laufschuhe quasi ein Muss. Schade war es auch, dass, bedingt durch die vielen einzelnen Gebäude, man immer erst eine innere Barriere überwinden musste, die nächste Tür zu öffnen, um herauszufinden, was eigentlich gerade stattfand.

Fazit

Für den Großteil der Delegationsteilnehmer war es die erste UNFCCC COP. Nachdem die anfänglichen Orientierungsherausforderungen überwunden werden konnten, war die COP-Teilnahme für die Vertreter der Partnerorganisationen eine wichtige Erfahrung, durch die neue Kontakte auf regionaler und globaler Ebene geknüpft, Wissen und Fähigkeiten gestärkt, und die eigene Arbeit positioniert werden konnte. Auch für die Arbeit des globalen Klimaprojektes und somit des globalen Netzwerkes haben die Inhalte der diesjährigen COP verdeutlicht, wie wichtig die Stärkung von Partnern auf regionaler und globaler Ebene ist.

Kontakt

Leiterin: Silke Franke
Umwelt und Energie, Städte, Ländlicher Raum
Leiterin
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Projektleiterin globales Klimaprojekt: Dr. Lara Beer
Institut für Internationale Zusammenarbeit
Projektleiterin globales Klimaprojekt
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