Die Hanns-Seidel-Stiftung trauert um Papst Benedikt XVI., den ersten deutschen Papst seit 500 Jahren
Papst Benedikt ist gestorben
Papst Benedikt XVI., im Jahr 2007 beim Gebet an der Mariensäule bei der Spanischen Treppe in Rom.
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Geboren wurde der gebürtige Bayer Joseph Ratzinger am 16. April 1927 in Marktl im Landkreis Altötting. 2005 wurde er zum Nachfolger von Papst Johannes Paul II. gewählt. Benedikt XVI. war der erste deutsche Papst seit Jahrhunderten. Aufgewachsen an der bayerisch-österreichischen Grenze war seine Kindheit geprägt vom Glauben, aber auch den Schwierigkeiten der Kriegs- und Nachkriegsjahre. Früh erkannte er seine Berufung als Mann Gottes und wurde 1951 zum Priester geweiht. 1977 ernannte ihn Johannes Paul zum Erzbischof von München und Freising, kurz darauf folgte die Berufung zum Kardinal in Rom.
Er versuchte – wie sein Vorgänger – die vielfältigen Probleme und Aufgaben der Katholischen Kirche der Gegenwart zu bewältigen: die Kirchenspaltung, Missbrauchsskandale, die fortschreitende Entchristlichung der Welt und den Dialog mit anderen Religionen.
Während seines Pontifikats blieb er seiner bayerischen Heimat stark verbunden. Mehrmals besuchte er München, Altötting, Marktl und Regensburg, immer begleitet von hunderttausenden Gläubigen.
Eine historische Zäsur bereitete er mit der Verkündung seines Rücktritts als Kirchenvater am 11. Februar 2013. Aus altersbedingten Gründen sah er sich nicht mehr in der Lage, die Kirche zu leiten. Diese wirkungsreiche Entscheidung war für die Neuere Geschichte einzigartig: Seit dem Mittelalter hatte erst der Tod das Oberhaupt der Katholischen Kirche von seinem Amt befreit. Nun ist Papst Benedikt im Alter von 95 Jahren verstorben. Wir werden seiner gedenken.