Förderpreis für junge Liedermacher
Neue Stimmen bei "Lieder auf Banz"
v.li.: Moderatorin und Stipendiatin Joela Aithnard, Juryleiterin Dr. Jutta Möhringer, Samuel Feimer (Holza), Max Leitgeb (Holza), Larissa Felber (Stipendiatin und Social Media-Team), Luca Bo Hansen (Lina Bó), die stellv. Vorsitzende Susanne Breit-Keßler, Sebastian Holzer (Holza), Celina von Wrochem (Lina Bó), Moderator und HSS-Stipendiat Lukas Hässner
Copyright: ProMedia/Rosi Jörig.
"Den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich herzlich und wünsche viel Erfolg auf dem weiteren Weg in der Liedermacherszene. Karrieren in diesem Genre führen oft über die Bühne von Kloster Banz. Die Hanns-Seidel-Stiftung kann schon auf viele etablierte Künstlerinnen und Künstler zurückblicken!"
Prof. Klaus Holetschek, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung
Ein gutes Lied braucht nicht viele Worte, um viel zu sagen. Es kann erzählen, hinterfragen, berühren und verbinden. Genau diese besondere Kraft des Liedermachens stand im Mittelpunkt, als die Hanns-Seidel-Stiftung mit Lina Bó, Holza sowie Chris & Henni drei außergewöhnliche musikalische Talente mit dem Förderpreis für junge Liedermacher 2025/26 auszeichnete – einem Nachwuchspreis für deutschsprachige Musik und künstlerische Eigenständigkeit.
Auf der großen Bühne der „Lieder auf Banz – Ein Abend mit Freunden“ in Kloster Banz präsentierten sich Lina Bó und Holza einem begeisterten Open-Air-Publikum – Seite an Seite mit etablierten Künstlerinnen und Künstlern der deutschsprachigen Musikszene. Gerade darin liegt neben dem Preisgeld von jeweils 5.000 Euro die besondere Bedeutung dieser Auszeichnung: Junge Stimmen erhalten nicht nur Anerkennung, sondern die seltene Gelegenheit, ihr Können vor mehreren tausend Zuschauerinnen und Zuschauern auf einer der renommiertesten Bühnen des Genres unter Beweis zu stellen. Das Duo Chris & Henni konnte aus einem besonders schönen Grund nicht dabei sein: Die beiden erwarten Nachwuchs und werden 2027 bei den „Liedern auf Banz“ auftreten.
Moderator Lukas Hässner (rechts) präsentiert das Duo Lina Bó auf der Bühne.
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Große Bühne für junge Liedermacher
Hinzu kommt die Reichweite des Festivals weit über den Konzertabend hinaus. Der Bayerische Rundfunk überträgt die Höhepunkte traditionell einige Wochen später als zweistündige Zusammenfassung im BR Fernsehen. Außerdem sind Konzerte und Festivalmomente in der ARD Mediathek abrufbar. Für die Preisträgerinnen und Preisträger bedeutet das Sichtbarkeit über die Klosterwiese hinaus – und die Möglichkeit, ein Publikum im gesamten deutschsprachigen Raum zu erreichen und die eigene Musik einem breiteren Publikum vorzustellen.
Die Band Holza - Samuel Feimer, Sebastian Holzer und Max Leitgeb (v.li.) - war eine der Nachwuchspreisträger.
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Preisträgerkonzert in Kloster Banz: Bühne für junge Talente
Bereits am Vorabend wurde in Kloster Banz spürbar, worum es bei diesem Preis geht: um junge Künstlerinnen und Künstler, die Gedanken eine Melodie und Erfahrungen eine Sprache geben. Das traditionelle Preisträgerkonzert bot den ausgezeichneten Talenten einen feierlichen Rahmen und wurde in diesem Jahr von zwei Stipendiatinnen und Stipendiaten aus dem journalistischen Förderprogramm der Hanns-Seidel-Stiftung moderiert. Damit verband sich auf besondere Weise, was die Stiftung seit Jahrzehnten auszeichnet: die Förderung junger Talente in Kultur, Medien und Gesellschaft.
Dr. Jutta Möhringer, Leiterin des Instituts für Begabtenförderung der HSS, der Coburger Landrat Sebastian Straubel und Susanne Breit-Keßler, stv. Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung (v.li.) waren unter den Gästen des Abends.
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Dass mit Sarah Lesch, Preisträgerin des Jahres 2016, und Bodo Wartke, Preisträger des Jahres 2001, in diesem Jahr zwei ehemalige Ausgezeichnete im Hauptprogramm der „Lieder auf Banz“ standen, zeigte eindrucksvoll, welche Entwicklung ein solcher Preis anstoßen kann. Was in Kloster Banz als Förderung beginnt, kann zu einer prägenden Station auf einem künstlerischen Weg werden.
Susanne Breit-Keßler, stellvertretende Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung, unterstrich die Bedeutung der kulturellen Nachwuchsförderung: „Gerade im Liedermachen zeigt sich, wie Musik Menschen bewegt und verbindet. Mit dem Förderpreis möchten wir jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne geben – damit sie gehört werden und ihren eigenen Weg gehen können.“
Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Ihr gehören neben der Hanns-Seidel-Stiftung Vertreterinnen und Vertreter des Bayerischen Rundfunks, der Stadt Bad Staffelstein, des Veranstaltungsservice Bamberg sowie ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger und Musikjournalisten an.
Ein begeistertes Publikum applaudierte den Nachwuchspreisträgern der „Lieder auf Banz – Ein Abend mit Freunden“.
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Lina Bó: Lebensfreude ohne Grenzen
Für einen besonders berührenden Moment sorgte das Duo Lina Bó. Celina von Wrochem und Luca Bo Hansen verbinden in ihren Liedern unterschiedlichste kulturelle Einflüsse zu einem unverwechselbaren Klangbild. Folkiger Pop trifft auf Latino-Rhythmen und französisches Chanson, dazu kommen Texte voller Optimismus, Weltoffenheit und Menschlichkeit.
Die beiden Musiker lernten sich während ihres Studiums an der Kunsthochschule im niederländischen Arnheim kennen. Gemeinsam bereisten sie als Straßenmusiker zahlreiche Länder Europas und sammelten dabei jene Erfahrungen, die heute ihre Musik prägen. Mit ihren Songs nahmen sie das Publikum in Kloster Banz mit auf eine musikalische Reise voller Fernweh, Lebensfreude und Hoffnung – ein Beispiel für zeitgemäßes Liedermachen mit internationalem Klang.
Besonders beeindruckte die Leichtigkeit, mit der Lina Bó große Themen wie Zusammenhalt, Frieden und gesellschaftliches Engagement in eingängige Melodien und persönliche Geschichten übersetzen. Ihre Musik klang nach Aufbruch, nach Vertrauen und nach dem festen Glauben daran, dass Menschen einander über Grenzen hinweg begegnen können. Das Publikum dankte es mit lang anhaltendem Applaus.
Holza: Dialektpop, Reggae und Austropop auf der Banz-Bühne
Ganz andere, aber ebenso mitreißende Töne schlug Holza an. Der Niederösterreicher Sebastian Holzer hat mit seiner Mischung aus Dialektpop, Reggae, Austropop und volkstümlichen Elementen einen unverwechselbaren Stil entwickelt.
Bereits als Kind entdeckte er seine Leidenschaft für die Steirische Harmonika. Später kamen zahlreiche weitere Instrumente hinzu. Bekannt wurde er durch seine Teilnahme an der österreichischen Castingshow „Starmania“, bei der er 2022 das Finale erreichte. Doch statt auf schnelle Erfolge zu setzen, ging Holza konsequent seinen eigenen musikalischen Weg weiter.
In Kloster Banz präsentierte er Songs seines Debütalbums „Kummowa“, mit denen er für mehr Menschlichkeit, Respekt und Dialog auf Augenhöhe wirbt. Seine Musik verbindet traditionelle alpenländische Klänge mit modernen Rhythmen und einer ansteckenden positiven Energie – und passt damit in besonderer Weise zur Vielfalt der Liedermacherszene. Ob ruhige Ballade oder tanzbarer Reggae-Groove – Holza verstand es mühelos, das Publikum mitzunehmen.
Mit Charme, Humor und großer musikalischer Vielseitigkeit zeigte er eindrucksvoll, warum die Jury ihn zu den diesjährigen Preisträgern gewählt hat. Seine Lieder machten Mut, nicht übereinander, sondern miteinander zu sprechen – und trafen damit den Nerv eines Abends, an dem Musik weit mehr war als Unterhaltung.
Chris & Henni: Förderpreis 2025/26 und Vorfreude auf den Auftritt 2027
Auch das Duo Chris & Henni gehört zu den Preisträgern des Förderpreises 2025/26. Die beiden Musiker konnten bei den „Liedern auf Banz“ jedoch nicht persönlich auftreten, da sie in diesen Tagen die Geburt ihres Kindes erwarten.
Die Jury würdigte dennoch ausdrücklich ihre außergewöhnliche künstlerische Arbeit. Chris & Henni verbinden moderne Singer-Songwriter-Musik mit Folk- und Pop-Elementen. Ihre Songs erzählen von den großen und kleinen Fragen des Lebens, von Hoffnung, Zweifeln, Begegnungen und Zuversicht. Dabei schöpfen sie ihre Inspiration aus persönlichen Erfahrungen und ihrem christlichen Glauben.
Mit ihren beiden über Crowdfunding finanzierten Alben haben sie sich eine stetig wachsende Fangemeinde aufgebaut. Die Hanns-Seidel-Stiftung freut sich deshalb besonders, das Duo bereits heute für die „Lieder auf Banz“ 2027 willkommen zu heißen. Dort werden Chris & Henni ihren Auftritt in Kloster Banz nachholen und sich erstmals dem Banz-Publikum präsentieren – als Teil der ausgezeichneten jungen Stimmen des Förderpreises.
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