HSS NEXUS Young Leaders-Programm
Die Zukunft der Sicherheitspolitik
Mit dem Programm HSS Nexus möchte die HSS herausragende Nachwuchsexperten aus den Bereichen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik fördern und ihnen ein Forum bieten, in dem sie Ideen entwickeln, sich austauschen und gemeinsam innovative Lösungen für die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft erarbeiten können.
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Komplexe sicherheitspolitische Herausforderungen treffen auf einen zunehmenden Generationswechsel in der außen- und sicherheitspolitischen Entscheidungsfindung: Mit dem neuen Nachwuchsförderprogramm HSS NEXUS fördert die Hanns-Seidel-Stiftung gezielt junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie Young Professionals im Bereich Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Ziel ist es, neue Ideen für aktuelle und zukünftige sicherheits-politische Herausforderungen zu entwickeln.
Russlands völkerrechtswidriger Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Bedrohung der europäischen Sicherheitsordnung in Zeiten transatlantischer Umbrüche, der Krieg im Nahen Osten mit Eskalationspotenzial für die gesamte Region, die wachsenden Spannungen im Indopazifik sowie der zunehmende Systemkonflikt zwischen Demokratien und Autokratien stellen Deutschland und Europa vor eine nie dagewesene Vielzahl an sicherheitspolitischen Herausforderungen.
Gleichzeitig erleben wir einen Generationswechsel: Viele der bisherigen außenpolitischen Entscheidungsträgerinnen und -träger wurden noch in der Ära des Kalten Krieges geprägt. Die Verantwortung für die Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Krisen liegt jedoch zunehmend in den Händen einer neuen Generation, die oft zu Unrecht beschuldigt wird, sich nicht für Außenpolitik zu interessieren.
Laut einer Umfrage des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, das jährlich das sicherheitspolitische Meinungsbild in Deutschland erfasst, fühlten sich im vergangenen Jahr 55 Prozent der 16 bis 29-Jährigen (und 58 Prozent der 30 bis 49-Jährigen) durch militärische Risiken – die Spannungen zwischen dem Westen und Russland, das globale militärische Wettrüsten, den Krieg in Europa und die potenzielle Gefahr einer nuklearen Eskalation – persönlich bedroht. 72 Prozent der 16 bis 29-Jährigen (und 71 Prozent der 30 bis 49-Jährigen) nehmen Russland als Bedrohung wahr und plädieren in überwältigender Mehrheit (57 bzw. 60 Prozent) für eine aktive Rolle Deutschlands bei der Bewältigung von Problemen, Krisen und Konflikten. Gerade jüngere Generationen, die ernsthafte sicherheitspolitische Krisen bislang nur aus Geschichtsbüchern kennen, scheinen durch die Ereignisse in der Ukraine und auf der Welt zwar verunsichert, zeigen jedoch ein starkes Interesse an Mitgestaltungsmöglichkeiten.
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