Josef Göppel-Archivabend in München
Josef Göppel war über Jahrzehnte eine prägende Persönlichkeit der Umweltpolitik in Bayern und Deutschland. Besonders hervorzuheben ist sein maßgeblicher Beitrag zum Aufbau der Landschaftspflegeverbände, die bis heute eine tragende Säule des praktischen Naturschutzes darstellen. Bereits früh setzte er sich zudem für
erneuerbare Energien und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ein. Sein politisches Denken war dabei von der Überzeugung getragen, dass wirtschaftliches
Handeln dauerhaft nur im Einklang mit den natürlichen Lebensgrundlagen bestehen kann. Mit seinen Positionen – u. a. zum Atomausstieg – brachte er wichtige Impulse in die politische Debatte ein, auch wenn diese nicht immer uneingeschränkt auf Zustimmung stießen.
Martin Heilig (OB Würzburg), Beate Rutkowski (Stellv. Vorsitzende des BUND Naturschutz in Bayern), MdL Tanja Schorer-Dremel (CSU), Sophia Göppel-Kraft (Tochter von Josef Göppel), Dr. Christian Petrzik (Archivleiter HSS), Barbara Metz (Tochter von Josef Göppel), Gisela Sengl (Landesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen in Bayern, MdL Alexander Flierl (CSU)
Nadine Benker; HSS-ACSP 2026 : 4/55
Schlüsselbestand zur Umweltpolitik der CSU
Der im Archiv der Hanns-Seidel-Stiftung für Christlich-Soziale Politik verwahrte Nachlass Josef Göppels – bereits 2017 als Vorlass übergeben – dokumentiert diese
Entwicklung eindrucksvoll. Mit rund 30 laufenden Metern an Unterlagen aus allen Phasen seiner politischen Tätigkeit eröffnet er einen einzigartigen Zugang zur
Geschichte der Umweltpolitik in Bayern und Deutschland.
Archivleiter Dr. Christian Petrzik betonte:
„Der Archivbestand von Josef Göppel hat eine ganz besondere Bedeutung. Er eröffnet vielfältige Perspektiven für die Forschung zur Umweltpolitik und zur Geschichte der CSU. Wir laden ausdrücklich Forschende sowie Autorinnen und Autoren ein – auch mit Blick auf mögliche Biografien –, diesen außergewöhnlichen Bestand zu nutzen. Das Archiv steht hierfür jederzeit zur Verfügung.“
Die Schirmherrin der Veranstaltung, MdL Tanja Schorer-Dremel (Stellv. Generalsekretärin und Stellv. Fraktionsvorsitzende der CSU sowie Politische Sprecherin der Bay. LPVs), hob in ihrem Grußwort hervor:
"Die Idee zur Gründung der Landschaftspflegeverbände war eine herausragende Leistung von Josef Göppel. Allein in Bayern konnten mit Unterstützung des Freistaats 71 Verbände gegründet werden. Sie sind gestern wie heute und auch morgen von zentraler Bedeutung für den Naturschutz."
Beate Rutkowski (Stellv. Vorsitzende des BUND Naturschutz in Bayern) mahnte mit Blick auf aktuelle Entwicklungen:
„Naturschutz spielt auf vielen politischen Ebenen nicht mehr die zentrale Rolle, die ihm zukommen sollte. Dabei ist er die Grundlage unseres Wirtschaftens – in Bayern, in Deutschland und in ganz Europa.“
Brücken bauen für eine nachhaltige Zukunft
Die Tochter von Josef Göppel – Sophia Göppel-Kraft – hob die besondere Bedeutung des Veranstaltungsformats hervor:
„Es freut uns sehr, dass seit dem Tod meines Vaters im Jahr 2022 in jedem Jahr mit verschiedenen Kooperationspartnern eine Josef-Göppel-Veranstaltung stattfinden
konnte. Für das kommende Jahr planen wir die Verleihung eines Josef Göppel-Preises in Kooperation mit dem Deutschen Landschaftspflegeverband. Diese Veranstaltungen haben eine besondere Qualität, weil sie unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und Dialogräume eröffnen, in denen wichtige Impulse für eine nachhaltige Zukunft entstehen.“
Der Josef Göppel-Archivabend machte deutlich, dass sein politisches Vermächtnis bis heute als wichtige Referenz für politischen Diskurs, gesellschaftliche Debatten und Forschung dient.
Siehe auch: www.goeppel.de
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Sophia Göppel-Kraft.
Kontakt:
Sophia Göppel-Kraft
Familie Göppel
E-Mail: info@goeppel-kraft.de