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Im Gespräch mit . . . Serafina Heerling
Journalismus beginnt da, wo Ideen umgesetzt werden

Autorin/Autor: Katja Zirkel

Im journalistischen Förderprogramm der HSS hat Serafina Heerling, 22, gelernt Politik und Medien zusammen zu bringen. Im Interview mit der HSS erzählt sie, wie Raum für Praxis, eigene Ideen und politische Kommunikation ihr dabei geholfen haben.

© Serafina Herrling

HSS: Was hat dich motiviert, dich für das journalistische Förderprogramm der Hanns-Seidel-Stiftung zu bewerben?

Serafina Heerling: Offen gestanden - beworben habe ich mich für das journalistische Förderprogramm der HSS, weil Freunde gesagt haben: „Das passt perfekt zu dir.“ Und irgendwie hatten sie recht. Ich wollte mehr journalistische Praxis sammeln – wollte nicht nur theoretisch lernen, sondern von Menschen, die wirklich in Redaktionen arbeiten und wissen, worauf es ankommt. Mich hat außerdem gereizt, Teil eines Netzwerks zu sein, in dem nicht nur über Ideen gesprochen wird, sondern wo Projekte wirklich umgesetzt werden. Vor allem aber habe ich einen Ort gesucht, an dem zählt, was man kann, wie man denkt und was man machen will und nicht nur, was auf dem Zeugnis steht.

HSS: Welche Erfahrungen im Programm haben dich bisher journalistisch am stärksten weitergebracht?

Serafina Heerling: Am meisten weitergebracht haben mich die Seminare und die vielen Möglichkeiten, einfach einmal auszuprobieren, was mir liegt. Am Anfang denkt man vielleicht, man wird die klassische rasende Reporterin – ein bisschen Karla Kolumna-mäßig. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich mich journalistisch besonders dort wohlfühle, wo politische Inhalte verständlich, kreativ und zugänglich für Social Media aufbereitet werden. Genau dafür hat mir die HSS Raum gegeben. Schön ist, dass die Stiftung in diesem Bereich immer mehr anbietet und man als Stipendiat Dinge mitgestalten kann.

HSS: An welchem eigenen Beitrag oder Projekt, das im Rahmen des Programms entstanden ist, bist du besonders gewachsen – und warum?

Serafina Heerling: Besonders gewachsen bin ich an der Imagefilmproduktion in der Sommerwoche 2025. Da habe ich gemerkt, wie sehr mir operative Arbeit liegt und wie gerne ich Dinge wirklich produziere, statt nur Konzepte oder Skripte in der Schublade liegen zu haben. Dieses Machen hat mir gezeigt, wo meine Stärken liegen: organisieren, erzählen, umsetzen. Ein großer Pluspunkt war es, am Ende ein konkretes Ergebnis zu sehen. Geprägt hat mich aber auch unser eigenes Demokratieprojekt „Bundestag der Stiftungen“, das ich gemeinsam mit anderen Stipendiaten entwickelt habe. Für mich ist das ein Beispiel dafür, was die HSS ausmacht: Man bekommt nicht nur Input, sondern auch die Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln.

Zur Person

Serafina Heerling ist 22 Jahre alt und kommt aus Thüringen. Sie hat Kommunikationswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena studiert. Danach zog es sie nach Bayern, zuerst zum Bayerischen Rundfunk, später in den Bayerischen Landtag und in den Bundestag.

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Redakteurin: Katja Zirkel
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