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Münchner Sicherheitskonferenz 2025
Kooperation in Zeiten multipolarer (Un)Ordnung

Autorin/Autor: Andrea Rotter, M.A.

„Multipolarization“ ist der Bericht der Münchner Sicherheitskonferenz überschrieben, er setzt das Leitthema der kommenden MSC. Das greift auch die Hanns-Seidel-Stiftung in ihren vielfältigen Aktivitäten auf.

 

Die Polizei sichert wenige Tage vor dem Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz den Tagungsort, das Hotel Bayerischer Hof.

Die Polizei sichert wenige Tage vor dem Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz den Tagungsort, das Hotel Bayerischer Hof.

© Wolfgang Maria Weber/Imago

Die Weltordnung befindet sich im Wandel – aufstrebende Akteure gewinnen an Einfluss und versuchen, die internationalen Beziehungen nach ihren Interessen zu gestalten, während internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen mehr und mehr an Handlungsfähigkeit verlieren. Die zunehmende Multipolarität stellt internationale Zusammenarbeit vor neue Herausforderungen. In einer Welt, die von konkurrierenden Machtpolen, geopolitischen Spannungen und einer wachsenden gesellschaftlichen Polarisierung in den Staaten geprägt ist, stellt sich die Frage: Wie kann effektive Kooperation unter diesen Bedingungen gelingen?

Polarisierung – international wie national

Dieser Frage widmet sich die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) in ihrem kürzlich veröffentlichten Report, der traditionell die inhaltliche Ausrichtung der Konferenz prägt. Jährlich versammelt die MSC Staats- und Regierungschefs sowie international führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft in der bayerischen Landeshauptstadt, um dringliche sicherheitspolitische Herausforderungen zu diskutieren.

In diesem Jahr wird die Konferenz insbesondere die Zukunft der transatlantischen Beziehungen unter der neuen Trump-Administration sowie die daraus resultierenden Folgen für die Ukraine in den Fokus rücken – ein Land, das sich seit 2022 mit aller Kraft gegen den russischen Angriffskrieg verteidigt. Mit der Teilnahme von Keith Kellogg, US-Sonderbeauftragter für die Ukraine und Russland, sowie dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj steigen die Erwartungen, einen Schritt näher an einen Frieden in der Ukraine zu kommen.

Auch die Hanns-Seidel-Stiftung wird sich während und im Umfeld der MSC 2025 drängenden sicherheitspolitischen Fragestellungen widmen, um einen Beitrag zur Lösung der vielfältigen und komplexen Konflikte zu leisten. Im Rahmen ihres umfassenden Engagements in der internationalen Zusammenarbeit liegt der Fokus zahlreicher Projekte auf Europas Partnerschaften mit dem Globalen Süden.

Notwendige Zusammenarbeit mit dem Globalen Süden

Der Auftakt erfolgt am Donnerstag, 13. Februar, von 16.00 bis 17.30 Uhr im Konferenzzentrum München mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zur „Zukunft der internationalen Kooperation: Europas Partnerschaften mit dem Globalen Süden“ (Anmeldung erforderlich). Dabei wird unter anderem Eric Beißwenger, bayerischer Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales, mit Alan Winde, Premierminister von Westkap, Südafrika, sowie weiteren internationalen Expertinnen und Experten aus Lateinamerika und Asien diskutieren.

Im Sicherheitsbereich des Bayerischen Hofes widmen sich zwei Kooperationsprojekte mit Partnerinstitutionen aus Afrika zentralen sicherheitspolitischen Themen: Am Samstag, 15. Februar, wird gemeinsam mit der Global Initiative against Transnational Organized Crime (GI-TOC) das Thema „Rebranding the Wagner Group: Evaluating Russia’s Expanding Mercenary and Military Presence in Africa“ behandelt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird eine Studie zu Russlands militärischem Einfluss auf dem Kontinent vorgestellt. Am Sonntag, 16. Februar, steht in Zusammenarbeit mit dem Institute for Security Studies (ISS) die Diskussion „Rethinking Africa’s Agency in Global Futures“ im Fokus, die Afrikas Rolle und internationale Gestaltungsmöglichkeiten thematisiert. 

Darüber hinaus beschäftigen sich geschlossene Expertenrunden am Rande der MSC unter anderem mit der Neuausrichtung der amerikanischen Außenpolitik und US-Erwartungen an die neue Bundesregierung (in Kooperation mit dem Amerikahaus) sowie der spannungsgeladenen Situation im Nahen Osten (in Zusammenarbeit mit der Vertretung des EU-Parlaments).

Essentielle Rolle von Frauen in der Sicherheitspolitik

Zuletzt wird sich die Hanns-Seidel-Stiftung wieder aktiv am traditionellen Women’s Breakfast (Samstag, 15. Februar) beteiligen, das unter der Organisation der Bayerischen Staatskanzlei jährlich führende Frauen aus internationaler Politik, Industrie und Wissenschaft vereint. Ziel ist es, internationale Herausforderungen zu erörtern und dabei die essentielle, jedoch nach wie vor unterrepräsentierte Rolle von Frauen in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik hervorzuheben.

Die Zusammenarbeit zwischen den Staaten wird immer schwieriger. Umso wichtiger wird es daher, dass sich die Akteure der Außenpolitik austauschen. Die Münchner Sicherheitskonferenz bietet dafür einen hervorragenden Rahmen.

© HSS

Kontakt

Leiterin: Andrea Rotter, M.A.
Außen- und Sicherheitspolitik
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