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HSS-Kurzinterview
„Lebe ein Leben, an das du dich erinnern möchtest“

Manchmal braucht es einen Anstupser von Dritten – so auch bei Milena Summerer. Die 19-jährige Fachabiturientin aus der Oberpfalz ist angehende Industriekauffrau und Stipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung. Im Kurzinterview berichtet sie, wer sie motiviert hat, sich für das Azubi-Stipendium zu bewerben und worauf sie sich am meisten freut.

Seit Herbst 2024 vergibt die HSS auch Stipendien an Auszubildende. Das Förderprogramm richtet sich dabei an alle Berufsrichtungen mit der Schwerpunktregion Bayern

 

Milena Summerer aus Postbauer-Heng (Neumarkt in der Oberpfalz) wird seit September 2025 mit einem Stipendium speziell für Azubis von der HSS gefördert.

Milena Summerer

HSS: Was hat Dich dazu bewegt, Dich für das Stipendium bei der HSS zu bewerben? Gab es einen besonderen Moment oder eine Erfahrung, die Dich zu diesem Schritt inspiriert hat?

 

Milena Summerer: Auf die Hanns-Seidel-Stiftung und ihr Stipendienprogramm für Azubis hat mich mein Berufsschullehrer aufmerksam gemacht. Er hat mich auch ermutigt, mich zu bewerben, weil ich gute Noten habe. Als ich dann mehr über die Stiftung erfahren habe, war ich sofort begeistert. Politik hat mich schon immer interessiert und ich verfolge jeden Tag die Nachrichten. Eine der Hauptaufgaben der Hanns-Seidel-Stiftung ist die Politische Bildung. Sie setzt sich ständig mit wirtschaftlichen und politischen Fragenstellungen auseinander. Außerdem legt die Stiftung Wert auf ehrenamtliches Engagement – das ist auch mein Thema. Ich war früher bei der Wasserwacht, der Feuerwehr und habe lange ehrenamtlich als Trainerin für Akrobatik in einem Zirkusverein gearbeitet. Für mich ist diese Förderung eine tolle Chance und ich bin stolz, Teil dieses Programms zu sein.

HSS: Welche Chancen und Möglichkeiten eröffnet Dir das Stipendium persönlich? Gibt es etwas, auf das Du Dich dabei ganz besonders freust?

 

Milena Summerer: Ich freue mich darauf, mich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Besonders wertvoll sind für mich die Weiterbildungsangebote. Neulich war ich auf einem Seminar zum Thema Zeitmanagement und Kritikfähigkeit. Ohne das Stipendium hätte ich mich damit wahrscheinlich nicht so intensiv beschäftigt. Jetzt kann ich das Gelernte direkt im Alltag ausprobieren und mich in neuen Situationen testen. Besonders gespannt bin ich auf die Seminare zu Politik und Europa. Ich liebe es, neue Dinge auszuprobieren, meine Komfortzone zu verlassen und über mich hinauszuwachsen. Bei der Akrobatik ist es ganz ähnlich: Man stellt sich ständig neuen Herausforderungen und braucht den Mut, an seine eigenen Grenzen zu gehen. Genau das ist mir auch bei der Stiftung wichtig: Ich werde nicht nur gefördert, sondern auch gefordert, kann immer wieder Neues lernen und spannende Erfahrungen machen. Mit den vielen verschiedenen Menschen und Angeboten wird es nicht langweilig.

Außerdem ist die HSS der richtige Ort, um andere Leute kennenzulernen. Die Stiftung hat ein großes Netzwerk aus ehemaligen und aktiven Stipendiaten, mit denen ich mich vernetzen und austauschen kann. Besonders gefallen hat mir der erste persönliche Austausch mit meinen Mit-Stipendiaten während der Einführungswoche auf Kloster Banz. Es war spannend, von ihnen zu erfahren, wie ihre Ausbildung abläuft, um welche Inhalte es geht und was ihnen an ihrem Arbeitgeber gefällt – und warum sie sich für diesen Berufszweig entschieden haben.

Ein Erlebnis ist mir besonders im Kopf geblieben: Ich habe einen Stipendiaten aus China kennengelernt, der extra für das Jurastudium nach Deutschland gekommen ist – ganz ohne Familie oder Freunde. Ein Studium ist ja schon an sich eine große Herausforderung, aber das dann noch in einer völlig neuen Sprache zu meistern, finde ich beeindruckend.

HSS: Was hat Dich motiviert, Deinen Ausbildungsweg einzuschlagen? Und was würdest Du jungen Menschen raten, die zwar Interesse an diesem Beruf haben, sich aber vielleicht noch nicht trauen, den ersten Schritt zu machen?

 

Milena Summerer: Sehr interessant finde ich es, die verschiedenen Bereiche einer Firma kennenzulernen – vom Einkauf über Produktion und Marketing bis zum Vertrieb. Die Ausbildung ist sehr vielseitig: Man plant, rechnet, prüft Produkte und hat immer den Menschen im Blick, für den alles gemacht wird.
Besonders faszinieren mich die Geschäftsbeziehungen ins Ausland. Ich liebe es, andere Kulturen und Menschen kennenzulernen. Letztes Jahr war ich auf Bali – das war wie eine ganz andere Welt. Auch wirtschaftlich stehen die Leute dort komplett anders da als bei uns. Diese Erfahrung hat mich sehr bereichert, weil ich gesehen habe, wie unterschiedlich Menschen leben und arbeiten. Als Industriekauffrau hat man später viele Möglichkeiten, sich in diesem Bereich weiterzubilden.
Mir hat der Austausch mit anderen Auszubildenden in diesem Beruf sehr geholfen, ein besseres Verständnis für die Ausbildung und die Aufgaben zu bekommen.
Meiner Meinung nach hilft ein Praktikum immer dabei, verschiedene Berufe, Firmen und Unternehmen kennenzulernen. Dann merkt man, ob dieser Beruf zu einem passt oder nicht. 

 

Zur Person

Milena Summerer ist 19 Jahre alt. Sie kommt aus Postbauer-Heng (Neumarkt in der Oberpfalz), wo sie auch ihre Ausbildung zur Industriekauffrau macht – zuvor hat sie ihr Fachabitur abgeschlossen. Seit September 2025 ist sie Stipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung. In ihrer Freizeit fährt Milena gerne Ski und Motorrad, sie tanzt und reist gern. Bis zu ihrem 17. Lebensjahr war sie Trainerin im Zirkusverein Neumarkt und turnte dort selbst viele Jahre.

Kontakt

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