Preisverleihung
Schreibwettbewerb „Die Feder“: Geschichten vom Glauben, Vertrauen und der Kraft der Sprache
Der diesjährige Schreibwettbewerb "Die Feder", den die HSS zum fünften Mal ausgelobt hatte, stand unter dem Motto "Glaube".
© Plettenberg
Kreatives Schreiben heißt mehr, als eine Geschichte zu erzählen. Es bedeutet, eine eigene Welt zu erschaffen, die Leserinnen und Leser berührt. Zugleich braucht es den Glauben an sich selbst: das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, in die eigene Stimme und in die Kraft der Sprache. Der bundesweit ausgeschriebene Schreibwettbewerb „Die Feder“ inspiriert seit nunmehr fünf Jahren Autorinnen und Autoren von Jung bis Alt ihre Geschichten, Gedichte und Gedanken zu verschiedenen Themen zu Papier zu bringen. In diesem Jahr stand der Wettbewerb ganz unter dem Motto „Glaube“.
Mit über 300 Einsendungen war die Resonanz wieder groß. Keine leichte Aufgabe für die Jury, die besten Texte auszuwählen. Insgesamt überzeugten 29 Autorinnen und Autoren in den Kategorien „Geschichten für Kinder von sechs bis zwölf Jahren“ und „Geschichten für Jugendliche von 13 bis 18 Jahren“ mit ihren Werken und wurden als Preisträger ausgezeichnet.
Markus Ferber, MdEP, und scheidender HSS-Vorsitzender, sagte in seiner Laudatio: „Glaube kann Hoffnung bedeuten, Vertrauen, eine Überzeugung oder die Kraft, an etwas festzuhalten. Der Wettbewerb zeigt einmal wieder, wie viele Gedanken sich Menschen zum Thema Glauben machen. Und sie beweisen, dass es gerade die Leistung der Literatur ist, komplexe Themen mit Sprache, Bildern und Geschichten zu vermitteln.“
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Kreatives Schreiben: Tiefe, Fantasie und Sprache
Kreatives Schreiben bedeutet Gedanken, Gefühle und Ideen in eine eigene sprachliche Form zu bringen. Es braucht Tiefe und ist auch immer wieder eine Suche – nach Gedanken und Gefühlen – kombiniert mit viel Fantasie.
Das Motto „Glaube“ wurde auf ganz vielfältige Weise umgesetzt. Die prämierten Texte beschäftigten sich mit dem Glauben an andere Menschen, manche mit dem Glauben an sich selbst, an Träume oder an eine bessere Zukunft. Es ging auch um den religiösen Glauben, vom Christentum bis zum Islam. Und immer wieder auch um die Suche nach dem Glauben als persönlichem, literarischem und gesellschaftlichem Thema.
In seiner Festrede würdigte der scheidende Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung Markus Ferber, MdEP, die Schaffenskraft der Autoren und deren Ideen:
„Glaube kann Hoffnung bedeuten, Vertrauen, eine Überzeugung oder die Kraft, an etwas festzuhalten. Der Wettbewerb zeigt einmal wieder, wie viele Gedanken sich Menschen zum Thema Glauben machen. Und sie beweisen, dass es gerade die Leistung der Literatur ist, komplexe Themen mit Sprache, Bildern und Geschichten zu vermitteln.“
Die Schirmherrin, Staatsministerin Ulrike Scharf, MdL, die per Video zugeschaltet wurde, fand anerkennende Worte für die Preisträger der Feder: „Ihr schreibt auf, was Euch bewegt. Unverstellt, direkt. Das berührt und das wirkt: Wer schreibt, klärt und schärft Gedanken."
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Schirmherrin Ulrike Scharf, MdL: „Wir brauchen Orte für bedachte Worte“
Die Schirmherrin Staatsministerin Ulrike Scharf, MdL, fand anerkennende Worte für die Gewinnerinnen und Gewinner der Feder:
„Ihr schreibt auf, was Euch bewegt. Unverstellt, direkt. Das berührt und das wirkt: Wer schreibt, klärt und schärft Gedanken. Wer schreibt, greift ein. In das, was gesagt wird. Und damit in das, was gilt. Das ist politisch. Unsere Demokratie braucht genau das: Eure Stimme, Eure Perspektive.“
Scharf würdigte auch die Arbeit der Hanns-Seidel-Stiftung: „Seit 2022 geben Sie von der Hanns-Seidel-Stiftung mit dem Schreibwettbewerb „Die Feder“ jungen Menschen eine Bühne. In einer Welt aus TikTok, Instagram und Dauer-Scrollen zählt Tiefe umso mehr. Wir brauchen Orte für bedachte Worte. Sprache mit Gewicht. Für Gedanken, die tragen.“
Die Jury des Schreibwettbewerbs „Die Feder“
Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger übernahm die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Oliver Jahraus, Dr. Ludwig Lenzgeiger, Patricius Mayer, Helmut Obst, Christina Metallinos, Günther Schnatmann und Miriam Zöllich.
Professor Jahraus fand große Anerkennung für die Autorinnen und Autoren: „Die Bandbreite, wie Glauben poetisch und narrativ behandelt werden kann, war beeindruckend, vor allem das Nebeneinander von konfessionellen, trans- oder überkonfessionellen und religiösen und transreligiösen Vorstellungen.“
Die ausgezeichneten Texte werden in einem Sammelband veröffentlicht, der kostenlos an Schulen und öffentliche Einrichtungen verteilt wird. Zudem erhalten die Preisträger einen Platz im Seminar „Kreatives Schreiben“ im Bildungszentrum Kloster Banz.
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Dem Glauben eine Stimme geben
Markus Ferber stellte zudem fest wie „beeindruckend die Vielfalt der Genres und Gattungen der Texte war: Es war nahezu alles dabei, Lyrik, freie Prosa, Textfragmente, Fantasy-Erzählungen oder philosophische Essays“. Zwei der Sieger durften ihre Geschichten während der Preisverleihung vortragen und damit einen Eindruck von der literarischen Vielfalt des Wettbewerbs geben.
Die 27-jährige Christina Düll las die Kurzgeschichte „Mein Freund Baby Mo“ vor und der 18-jährige Otto Ettelt trug das Gedicht „Wider besseren Wissens“ vor.
Zum Ende der Festveranstaltung appellierte Markus Ferber noch einmal an die Autorinnen und Autoren:
„Ihr habt etwas Wichtiges getan: Ihr habt eurem Glauben eine Stimme gegeben. Geschichten beginnen nicht mit Worten auf Papier, sondern mit einem Gedanken, einem Zweifel – oder eben mit einem Glauben. Dem Glauben daran, dass etwas gesagt werden muss. Dem Glauben daran, dass Worte etwas verändern können. Und manchmal auch mit dem Glauben daran, dass wir in Geschichten Antworten finden, die das Leben selbst uns nicht sofort gibt. Die heutigen Beiträge haben uns gezeigt, wie vielfältig Glaube sein kann. Schreiben Sie weiter. Glauben Sie weiter. Denn jede gute Geschichte beginnt genau dort!“
Impressionen von der Preisverleihung
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