Deutschland und die USA sehen sich den gleichen Sicherheitsbedrohungen im Cyberraum, oftmals durch die gleichen Akteure, ausgesetzt. Konkrete Sicherheitsbedrohungen bestehen einerseits darin, durch Aktivitäten im Netz den demokratischen Prozess im Kontext von Wahlen beeinflussen zu wollen, vor allem über Social Media. Andererseits finden tagtäglich Cyberangriffe auf staatliche und militärische Institutionen diesseits und jenseits des Atlantiks statt. Bislang fehlende gesetzliche Grundlagen (national wie international) erschweren zudem den Umgang mit den Cyberbedrohungen. Da der Cyberraum „grenzenlos“ ist, bedarf es eines offenen, internationalen Dialogs. Darüber hinaus müssen staatliche und nichtstaatliche Akteure (u.a. Techfirmen) Antworten auf gemeinsame Bedrohungslagen finden.
Die Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) und das American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) der Johns Hopkins University in Washington D.C. haben daher die „Transatlantic Cybersecurity Partnership“ ins Leben gerufen. Diese soll dem deutsch-amerikanischen Dialog über Cybersicherheit eine Plattform bieten. Konkrete Ziele sind:
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Ein verbesserter Informationsaustausch zwischen Deutschland und den USA im Bereich Cybersicherheit,
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ein tieferes gegenseitiges Verständnis zwischen deutschen und amerikanischen Entscheidungsträgern sowie zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren,
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die Förderung von analysebasierten Lösungsansätzen für Bedrohungen im Cyberraum,
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die Förderung des politischen Diskurses in beiden Ländern hinsichtlich der gesetzlichen Grundlagen, Standards, Infrastruktur sowie Frühwarn- und Risikomanagement-Systeme,
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das Erarbeiten konkreter Handlungsempfehlungen für deutsche und amerikanische politische Entscheidungsträger