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Jahresrückblick 2023 der Akademie für Politik und Zeitgeschehen
Von A wie Artificial Intelligence bis Z wie Zukunft

Autorin/Autor: Dr. Renate Höpfinger

Für die Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung war 2023 ein akademisch wichtiges und erfolgreiches Jahr mit Expertenrunden zu aktuellen Fragen, wissenschaftlichen Publikationen und einer breit rezipierten Studie zur Steuer- und Abgabenlast in Deutschland.

2024 gab es zahlreiche Expertenrunden zu Themen von A wie AI (Artificial Intelligence) bis Z wie Zukunftsfragen. Es wurde eine breit rezipierte Studie veröffentlicht, außerdem wissenschaftliche Artikel in Fachzeitschriften und für Sammelbände. Darüber hinaus prägten populäre Beiträge für HSS-Publikationen, für die eigene Website (z.B. Cleantech für Bayern) und die Geschichtsportale des Archivs sowie hochrangige öffentliche Veranstaltungen mit großer Reichweite und eine sehenswerte Ausstellung zu 40 Jahren Hanns-Seidel-Stiftung in Kloster Banz die Arbeit der Akademie 2023.

Diane Robers lächelt in die Kamera, die Arme verschränkt.

"Im Jahr 2024 wird es darauf ankommen, Europas Wettbewerbs- und Verteidigungsfähigkeit zu stärken", sagt Prof. Diane Robers, Leiterin der Akademie für Politik und Zeitgeschehen.

S.Buff; HSS

Die Zukunft prägen – Grundsätzliches

Herausragend begann das Jahr mit der Auftaktveranstaltung „Grundsätzliches im Wandel“, die die ehemaligen Vorsitzenden der CSU-Grundsatzkommissionen Alois Glück, Edmund Stoiber und Theo Waigel sowie ihre Nachfolger Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, und Anja Weisgerber, MdB, auf das Podium brachte.

In Zeiten mit hohem Orientierungsbedarf muss sich stets auch die Programmatik politischer Parteien neu auf die Zukunft ausrichten. Deshalb beschäftigten sich Experten und Politiker in den Folgeveranstaltungen der Reihe mit aktuell brennenden Grundsatzthemen wie der Zukunft Europas, der Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, den Herausforderungen für die Energie- und Klimapolitik, der Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft und abschließend mit den Folgen für unsere Heimat Bayern, der Veränderung seiner Landschaften und kulturellen Traditionen.

Studie: Gerechtigkeit für die Mitte? – Die Verteilung der Steuer- und Abgabenlast in Deutschland und im EU-Vergleich

Die Mittelschicht in Deutschland steht zunehmend unter Druck. Die Verteilung der Steuer- und Abgabenlast, die hohen Abgaben für die Mittelschicht und die geringen Leistungsanreize bei niedrigen und mittleren Einkommen im Steuer- und Transfersystem werfen daher die berechtigte Frage auf, ob die Lasten in Deutschland noch gerecht verteilt sind.

Vor diesem Hintergrund hat die Akademie der Hanns-Seidel-Stiftung das ifo Institut München mit der Erarbeitung einer dreiteiligen Studie beauftragt. Zunächst wurde die Verteilung der Steuer- und Abgabenlast in Deutschland untersucht, es folgte die Lage der Mittelschicht bei Einkommen und Vermögen im EU-Vergleich und im letzten Schritt die Analyse der Verteilung der Nettovermögen und der Sparfähigkeit in Deutschland. Die Studie wurde 2023 publiziert und in zahlreichen Pressegesprächen und Veranstaltungen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Hightech und Heimat

Unter dem Titel ‚Hightech & Heimat – Wo steht Bayern?‘ diskutierte die Akademie für Politik und Zeitgeschehen von Mai bis August 2023 in fünf der sieben Regierungsbezirke Bayerns die Hightech-Agenda (HTA).

In Mittelfranken, Oberbayern, Oberfranken, der Oberpfalz und Schwaben waren politische Entscheidungsträger, Vertreter der regionalen Wirtschaftsverbände und Unternehmen sowie Wissenschaftler eingeladen, mit Bürgern über den Umsetzungsstand der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Offensive der bayerischen Staatsregierung zu sprechen. In den Diskussionen wurde die Agenda vor allem als Magnet für international renommierte Wissenschaftler identifiziert. Auch die Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen sei durch HTA-Maßnahmen auf ein neues Niveau gehoben worden.

Kritisch wurden gleichwohl die allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beleuchtet, die vor allem kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start-ups, die ein besonderes Innovationspotenzial in sich tragen, zu schaffen machten.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, und der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung Markus Ferber, MdEP, würdigten die Lebensleistung von Barbara Stamm. "Neben Trauer empfinde ich auch Dankbarkeit für diese einzigartige Persönlichkeit", sagte Markus Söder auf dem Symposium zum Gedenken an die Landesmutter Barbara Stamm im Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung in München.

Markus Götzfried; HSS

Barbara Stamm-Symposium – Landesmutter, Vorbild, Feierbiest

Der erste Todestag von Barbara Stamm bot den Anlass, mit einem Symposium und einem abendlichen Festakt an die beliebte Politikerin mit dem großen sozialen Herzen und der besonderen Sensibilität für die Schwachen zu erinnern. Langjährige Weggefährten aus Politik, Kirche und Verbänden würdigten ihr unermüdliches soziales Engagement, das sie so hartnäckig wie erfolgreich in Bayern, aber auch über viele Jahre in Rumänien einbrachte.

Ihr politischer Einsatz für ihre Partei, die CSU, für die Frauen in der Partei und im Land, ihre Arbeit als Abgeordnete, Staatssekretärin und Ministerin und ihr Wirken als Landtagspräsidentin zur Stärkung von Parlamentarismus und Demokratie standen im Mittelpunkt. In der Sozial-, Familien- und Gleichstellungspolitik habe sie „Berge versetzt“. Aber auch ihre gesellige und private, familiäre Seite wurde von den sichtlich bewegten Rednerinnen und Rednern immer wieder angemerkt.

Kontakt

Ehemalige Leiterin des Archivs für Christlich-Soziale Politik: Dr. Renate Höpfinger
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Ehemalige Leiterin des Archivs für Christlich-Soziale Politik