Information zur Publikation
Zum Wandel kultureller und diskursiver Praktiken
Die Entwicklung der Zivilgesellschaft in der Türkei
- 2013
- Al-Rebholz, Anil Hanns-Seidel-Stiftung
- Aufsatz/Enthaltenes Werk
In Folge der neo-liberalen Restrukturierung der Staat-Gesellschafts-Verhältnisse nach dem Militärputsch von 1980 hat sich die Gesellschaft in der Türkei weitgehend sozial und kulturell ausdifferenziert und politisch fragmentiert. Diese Periode fiel mit dem Aufkommen von Identitätspolitiken, in denen verschiedene gesellschaftliche Gruppen ihre Ansprüche auf kulturelle Identitäten und Differenzen erhoben, und der Erhöhung sozioökonomischer Ungleichheiten sowie der Ausweitung der Spaltungen zwischen den gesellschaftlichen Segmenten zusammen. Im Folgenden wird dieser umfangreiche und tiefgehende Wandel in den kulturellen und diskursiven Praktiken des Alltagslebens, der Wissensproduktion und der Politik betrachtet. Darüber hinaus wird die Frage aufgeworfen, inwiefern der Gezi-Aufstand, beginnend im Mai 2013, die Geburt einer neuen gesellschafts-politischen Praxis ankündigt, in der neue Parameter der gesellschaftlichen Solidarität und des Zusammenhalts erschaffen werden können.
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Übergeordnetes Werk / Enthalten in
Türkische Innenpolitik -
Band / Heft
2013, 86, S. 39-49 -
Sprache
Deutsch