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Information zur Publikation

Religion und Staat vom Spätosmanischen Reich bis heute

  • 2013
  • Neumann, Christoph K. Hanns-Seidel-Stiftung
  • Aufsatz/Enthaltenes Werk
Beschreibung

Die Türkei ist ein säkularer Staat - aber einer, dessen Bevölkerung weitaus durchgängiger muslimisch ist, als es die des Osmanischen Reichs je war. Ambivalenz kennzeichnet das Verhältnis zwischen Staat und Religion deswegen: Der sunnitische Islam ist beinahe eine inoffizielle Staatsreligion, wird finanziert und gefördert, ist andererseits aber auch Gegenstand von Kontrolle und Regulierung. Der Aufstieg des politischen Islams in den letzten Jahrzehnten aber ist der von neuen gesellschaftlichen Eliten und steht im Zusammenhang mit Identitätspolitik und soziokultureller Teilhabe ehemals marginalisierter Gesellschaftsschichten, die in der neoliberalen Wirtschaftsordnung der Gegenwart zu Geld und Einfluss gekommen sind.

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