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Ideelle Förderung der Hanns-Seidel-Stiftung
Denken. Diskutieren. Wachsen

Autorin/Autor: Anne Wildermann

Die Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt seit 43 Jahren nicht nur finanziell Stipendiaten und Stipendiatinnen, sondern fördert sie auch ideell. Serafina Heerling und Lukas Hässner sind Teil des Förderprogramms für Nachwuchsjournalisten der HSS. Sie erzählen, warum sie sich für die Stiftung entschieden haben.

Wie produziert man eine Magazinsendung? Das lernten die HSS-Stipendiatinnen Serafina Heerling (li.) und Lisa Huner während eines TV-Seminars Ende Mai. Die zwei besprechen anhand eines Redaktionsplans, welche Anmoderation als Nächstes gedreht wird.

Wie produziert man eine Magazinsendung? Das lernten die HSS-Stipendiatinnen Serafina Heerling (li.) und Lisa Huner während eines TV-Seminars Ende Mai. Die zwei besprechen anhand eines Redaktionsplans, welche Anmoderation als Nächstes gedreht wird.

Serafina Heerling

Geld allein ist nicht alles. Dennoch: Wenn man als junger Mensch eine Berufsausbildung, ein Studium oder eine Promotion beginnen will, gilt: ohne Moos nix los!
Dass das Institut für Begabtenförderung (IBF) der Hanns-Seidel-Stiftung Studierende sowie Promovierende mit Stipendien finanziell unterstützt, ist seit mehr als vier Jahrzehnten der Fall. Auch Nachwuchsjournalisten können in ein eigens dafür geschaffenes Förderprogramm der Stiftung aufgenommen werden.
Neu ist: Die HSS fördert seit Herbst 2024 auch Männer und Frauen in Ausbildungsberufen.

 

 

 

Ältere Frau mit Brille unterhält sich angeregt mit jungem Mann.

Stipendiat Lukas Hässner im Gespräch mit Dr. Jutta Möhringer, Leiterin des Instituts für Begabtenförderung der Seidel-Stiftung.

Serafina Heerling

Bildungspolitische Unterstützung

Aber der Clou an der Förderung ist der ideelle Teil. Das heißt: Stipendiaten und Stipendiatinnen bekommen in Seminaren auch fachlich, kulturell und bildungspolitisch Unterstützung und können ihren Wissens- und Lebenshorizont erweitern. Markus Ferber, Vorsitzender der HSS und Mitglied im Europaparlament (MdEP), bringt es auf den Punkt: „Unsere ideelle Förderung entlang christlich-sozialer Werte gibt jungen Talenten das Rüstzeug, um in einer komplexen Welt Haltung zu zeigen, eigene und soziale Verantwortung zu übernehmen.“ 

Doch wie sieht diese ideelle Förderung konkret aus? Beispielsweise fand im Juni 2025 eine dreitägige Studienreise durch Tschechiens Hauptstadt Prag statt. Es gab nicht nur klassisches Sightseeing, sondern die Teilnehmer und Teilnehmerinnen besuchten auch die Gedenkstätte Theresienstadt. In der letzten Augustwoche startet für die Stipendiaten und Stipendiatinnen die Sommerwoche im Bildungszentrum Kloster Banz (Landkreis Lichtenfels). Unter dem Motto „Demokratie im Wandel“ diskutieren sie mit Experten und Expertinnen aus Wissenschaft und Politik über gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit und neue Wege der Mitbestimmung. „Unsere Seminare sind Räume zum Denken, Diskutieren und Verstehen. Sie verknüpfen aktuelle Debatten mit historischem Wissen und fördern Kompetenzen, die unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten in ihrer Verantwortung als Bürgerinnen und Bürger brauchen“, fasst Dr. Jutta Möhringer, Leiterin des Instituts für Begabtenförderung, das Angebot zusammen. 

Junger Mann und älterer machen gemeinsam ein Selfie mit dem Smartphone.

Selfie-Time: Lukas Hässner (li.) mit Markus Ferber, Vorsitzender der HSS und Mitglied im Europaparlament (MdEP).

Serafina Heerling

„Du passt da perfekt rein!“

Serafina Heerling ist seit April 2024 HSS-Stipendiatin und Teil des Förderprogramms für Nachwuchsjournalisten. Zu Beginn ihres Doppelbachelors in Kommunikationswissenschaft und Geschichte an der „Friedrich-Schiller-Universität“ in Jena hatte die 21-jährige Wahl-Bayreutherin keine Berührungspunkte mit Journalismus. Das änderte sich, als sie als Werkstudentin beim Bayerischen Rundfunk (BR) im Bereich „Mediathek und Programmplanung“ arbeitete.

Ihre Freunde gaben die Initialzündung, sich bei der HSS für ein Stipendium zu bewerben. Sie sagten: „Du passt da perfekt rein!“ – und das findet auch Serafina. „Ein paar Monate nach der Aufnahme habe ich die Instagram-Redaktion geleitet und mit anderen Stipendiaten unser eigenes Demokratieprojekt ,Bundestag der Stiftungen‘ gegründet“, erzählt die gebürtige Thüringerin stolz. Aktuell macht sie einen Master in „Public Management“ an der „International University of Applied Sciences“ (IU).

Die Studentin wollte mehr Praxis, das journalistische Handwerk von Profis erlernen, um gute Interviews zu führen und spannende Reportagen zu schreiben. Und sie wollte ein Netzwerk, das nicht nur über Projekte redet, sondern sie auch umsetzt. Aber vor allem wollte Serafina einen Ort, „an dem zählt, was ich kann und nicht nur, was in meinem Zeugnis steht.“

Mann in weißem Hemd erklärt jungem Mann im dunklem Poloshirt, wie er vor der Kamera moderiert.

Die Praxis ist das A und O im Journalismus, um das Handwerk auch richtig zu erlernen. Aus dem Grund setzt die HSS bei ihren Workshops auf unterschiedliche Experten wie TV-Journalist Philip Kuntschner (li.) vom „Bayerischer Rundfunk“. Er gibt Stipendiat Lukas Hässner Tipps für die Moderationen vor der Kamera.

Serafina Heerling

Praxisnahe Einblicke, tolle Gemeinschaft

Lukas Hässner ist Mitstipendiat. Der 25-Jährige hat bisher ähnlich positive Erfahrungen bei der HSS gemacht: „Die Stiftung ermöglicht mir eine umfassende journalistische Weiterbildung. Intensive Seminare mit Referenten, praxisnahe Einblicke und die Unterstützung einer tollen Gemeinschaft von Stipendiaten ermöglichen mir eine praxisnahe Weiterbildung.“ Es sei für ihn „enorm motivierend“, in einem Umfeld zu lernen, in dem Zusammenarbeit und Austausch großgeschrieben werden. Der gebürtige Oberlausitzer (Sachsen) ist seit Teenagertagen journalistisch aktiv, hat bereits Erfahrung in der Jugendredaktion des sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanals (SAEK) in Görlitz gesammelt und betreibt seit fast zehn Jahren einen eigenen YouTube-Kanal namens „Lukas vor Ort“. Aktuell studiert er Medienmanagement mit Schwerpunkt „Digital Media und Journalism“ an der Hochschule Mittweida in Sachsen. Sein Plan: den Master in „Journalistik“ an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt machen. Die wertvollen Erfahrungen, die Lukas bei der HSS gemacht hat, werden sich auf seinem weiteren Werdegang, sei es beruflich oder persönlich, bestimmt positiv auswirken.

Die ideelle Förderung der HSS in Zahlen

In den vergangenen 43 Jahren hat die HSS mehr als 10.000 junge Menschen während ihres Studiums und ihrer Promotion begleitet. Im Startjahr 1982 startete das Förderprogramm für Nachwuchsjournalisten mit gerade mal sieben Stipendiaten – heute sind es rund 1.200. 

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Redakteurin: Anne Wildermann
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