Sommerwoche 2025 auf Kloster Banz
Wo Vielfalt verbindet
Gruppenbild vor Kloster Banz anlässlich des Sommerballs.
Copyright: Serafina Heerling
Film ab: journalistische Förderung mit Signalwirkung
Gleich zu Beginn setzte die Journalistische Förderung ein starkes Zeichen: Stipendiatinnen und Stipendiaten der Journalistischen Förderung realisierten einen Imagefilm für das Begabtenförderungswerk – von der ersten Idee bis zur finalen Schnittfassung. „Es ist faszinierend zu sehen, wie dieser Film vor fünf Tagen noch nicht einmal in unseren Köpfen existiert hat, und jetzt gibt es einen fertigen Film, der das Gefühl der Stiftung vermittelt – Gemeinschaft“, sagt Lukas Häßner, Stipendiat der Journalistischen Förderung. Der Satz bringt auf den Punkt, wofür die Sommerwoche steht: Kreativität, Tempo und Teamgeist.
Eigenorganisierte Probe der Bläsergruppe für das Konzert im Kaisersaal auf Kloster Banz.
Copyright: Serafina Heerling
Aus der Mitte: Projekte, die tragen
Die Woche hat gezeigt, wie viel entsteht, wenn Raum für Eigeninitiative entsteht. Ein von Teilnehmenden organisierter Tanzkurs brachte den Sommerball zum Glänzen. Ein Ensemble aus musikalisch Aktiven formte sich in nur zwei Tagen und begeisterte im Kaisersaal mit einem einstündigen Konzert – von klassisch bis zeitgenössisch. Vielfalt und Qualität gingen hier Hand in Hand.
Austausch der Stipendiaten auch in der Pause – wenn die Inhalte so spanend sind, dass sie nicht an der Seminartür enden.
Copyright: Serafina Heerling
Diskursstark: Medienvertrauen in Zeiten von KI
Doch neben Musik und Tanz fand auch der kritische Diskurs seinen festen Platz. In einem Seminar mit Andreas Bachmann Leiter des ARD-Studios Südosteuropa nahmen die Teilnehmenden Strukturen und Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unter die Lupe. Wie bleibt Journalismus glaubwürdig, wenn Künstliche Intelligenz Bilder, Stimmen und Fakten simulieren kann? Die Diskussionen machten deutlich: Belastbare Informationen sind unverzichtbar – gerade in Zeiten des Umbruchs.
Maria Jose Rosales, Kamerafrau und Stipendiatin der journalistischen Förderung beim Filmen.
Copyright: Serafina Heerling
Bewegung verbindet
Auch sportlich war die Sommerwoche in Bewegung. Workshops in Tennis, Volley- und Spikeball brachten neue Impulse und viel Dynamik auf die Klosterwiesen. Ein großes Fußballspiel am Samstagnachmittag mündete in ein gemeinsames Grillen – genau die Art von Begegnung, aus der Freundschaften wachsen. Der Laufworkshop mit Stipendiat und Ironman-Teilnehmer Benedikt Held bot praxisnahe Tipps für Ausdauer und Technik – Motivation inklusive.
Tischtennistrainigseinheit im Hof von Kloster Banz unter der Leitung des Stipendiaten Robin Striebl.
Copyright: Serafina Heerling
Vormittage fürs Lernen: vom Arabischen Frühling bis zur Demokratiepraxis
Die Vormittage gehörten der Vertiefung. Seminare zum Arabischen Frühling ordneten aktuelle Entwicklungen historisch ein und gaben methodische Werkzeuge für eine politische Analyse an die Hand. Ein Medientraining schärfte Stimme, Auftritt und Botschaft. Ein Ideenlabor zur Demokratiestärkung zeigte, wie aus engagierten Gedanken konkrete Initiativen werden. Und ein Ausflug „raus aus den Klostermauern“ ins Ankerzentrum nach Bamberg öffnete den Blick für Lebensrealitäten, die in Debatten oft abstrakt bleiben. Begegnung stiftet Verständnis – und Verständnis ist die Grundlage von Verantwortung.
Stipendiatinnen und Stipendiaten diskutieren im Rahmen einer Fishbowldiskussion zum Abschluss der Sommerwoche über Demokratie im Wandel.
Copyright: Dr. Jutta Möhringer
Fazit: Vielfalt, Verantwortung, Verbundenheit
Die Sommerwoche 2025 auf Kloster Banz war mehr als ein vielfälltiges Programm. Sie war Resonanzraum für Talente, die sich gegenseitig verstärken: journalistische Neugier, künstlerisches Talent, sportlicher Ehrgeiz und politisches Verantwortungsgefühl. Das Besondere: Vieles entstand aus eigener Initiative.
Was bleibt? Ein Film, der der Gemeinschaft sichtbar macht. Musik, die nachhallt. Diskussionen, die weitergeführt werden. Und ein Netzwerk, das trägt – über diese Woche hinaus. Kloster Banz hat erneut gezeigt: Bildung schafft Begegnung, und Begegnung schafft Gemeinschaft.
Kontakt