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Flugblatt zum Volksbegehren 1967

Flugblatt zum Volksbegehren 1967; ACSP, Fl 1967 : 1

Bildung und Schule

Von 1945 bis Heute


Zerstörte Infrastruktur, kaum politisch unbelastete Lehrkräfte, fehlende Sachmittel und zahlreiche Kinder und Jugendliche unter den zwei Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen, die in das bayerische Schulsystem integriert werden mussten. Der erste, von der amerikanischen Besatzungsmacht eingesetzte bayerische Kultusminister Dr. Otto Hipp (CSU) stellte per Erlass vom 23. Juli 1945 die Bekenntnisschule wieder her. Diese Schulform wurde 1946 in der Bayerischen Verfassung verankert (Art. 135) und war in den folgenden zwei Jahrzehnten prägend für die Entwicklung des bayerischen Schulwesens. 

Flugblatt zum Volksbegehren 1967

Flugblatt zum Volksbegehren 1967

ACSP, Fl 1967 : 1

Ab Ende der 1950er-Jahre führten Geburtenrückgang und Landflucht zu einem spürbaren Schwund an Schülern und Lehrpersonal im ländlichen Raum. In weiterer Folge kam es zu Auflösungen von Dorf- und Zwergschulen, die durch Verbandsschulen ersetzt wurden. Mit der Errichtung von Unterstufen- und Oberstufenverbandsschulen ab 1965/66 unternahm Kultusminister Dr. Dr. h.c. Ludwig Huber (CSU) erste Schritte in Richtung Gemeinschaftsschule.
Das Volksschulgesetz vom 17. November 1966 schrieb erneut die Bekenntnisschule als Regelschule fest, was zu erheblichem Widerstand und drei Volksbegehren führte. Nach langwierigen Verhandlungen einigten sich die Landtagsfraktionen von CSU, SPD und FDP mit Zustimmung der Lehrerverbände auf einen gemeinsamen Vorschlag zur Verfassungsänderung, der vom Bayerischen Landtag am 30. April 1968 gebilligt wurde: „Die öffentlichen Volksschulen sind gemeinsame Schulen für alle volksschulpflichtigen Kinder. In ihnen werden die Schüler nach den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse unterrichtet und erzogen. Das nähere bestimmt das Volksschulgesetz.“.

Bei der Volksabstimmung am 7. Juli 1968 stimmte eine große Mehrheit für die Abschaffung der Konfessionsschulen. Im selben Zeitraum vollzog sich der Aufbau zahlreicher Realschulen und Gymnasien, sodass Ministerpräsident Dr. h.c. Alfons Goppel in seiner Regierungserklärung am 7. November 1968 feststellen konnte: „Wir haben in wenigen Jahren mehr höhere Schulen gegründet als früher in einem Jahrhundert entstanden sind.“ Um einem Mangel an Handwerkern und einer „Akademikerschwemme“ entgegenzuwirken, wurde 1972 das Berufsschulgesetz beschlossen, das die Gleichwertigkeit des beruflichen gegenüber dem allgemeinbildenden Schulwesen betonte.

Plakat zur Landtagswahl 2003

Plakat zur Landtagswahl 2003

ACSP, Pl S : 5936

Nach wie vor gilt: Bayern ist ein Bildungsland. „Für Schulen, die stark machen fürs Leben“, wie es im Koalitionsvertrag 2023-2028 heißt, sollen diese als Orte der Demokratie-, Wertevermittlung und Berufsorientierung gestärkt werden. Innerhalb der CSU ist der am 29. November 2004 gegründete Arbeitskreis Schule und Bildung (AKS) – seit 2006 Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport – mit der Schul- und Bildungspolitik befasst und bietet interessierten Bürgern Diskussions- und Beteiligungsmöglichkeiten.

Gemeinsam mit dem AKS entstand der Arbeitskreis Hochschule und Kultur (AKH), der am 3. Dezember 2004 in Germering gegründet wurde. Der AKH ist das Forum der CSU für Wissenschaft und Kultur, für Kreative, Kunstschaffende, Kulturträger, Wissenschaftler und Forscher, Studierende und Lehrende. In seinen Fachausschüssen widmet sich der AKH den Hochschulen, der Forschung, Innovation und Technologie sowie der Kultur und Denkmalpflege und gestaltet die Ausrichtung der CSU in der
Hochschul- und Kulturpolitik.