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Alfons Goppel bei der Grundsteinlegung der Universität Regensburg am 19. November 1965

Alfons Goppel bei der Grundsteinlegung der Universität Regensburg am 19. November 1965; ACSP, NL Goppel Alfons Fotoalben: 1978/4

Kultur

Alfons Goppel bei der Grundsteinlegung der Universität Regensburg am 19. November 1965

Alfons Goppel bei der Grundsteinlegung der Universität Regensburg am 19. November 1965

ACSP, NL Goppel Alfons Fotoalben: 1978/4

Wissenschaftsoffensive unter Dr. h.c. Alfons Goppel

In den 1960er-Jahren ächzten die wenigen Universitäten – in Bayern waren diese in München, Würzburg und Erlangen angesiedelt – unter einer immer größer werdenden Zahl an Studierenden. Im Sinne der internationalen Konkurrenzfähigkeit wurde zudem eine Aufwertung der Ingenieurs- und Fachschulen gefordert. Frühzeitig erkannte Dr. h.c. Alfons Goppel, Bayerischer Ministerpräsident (1962-1978), die Synergieeffekte, die starke Forschungszentren für die Wirtschaft boten.
Er setzte sich erfolgreich für die Entstehung neuer Universitäten ein, z.B. in Regensburg (1967), Augsburg (1969) oder Bamberg (1972). Durch die Weiterentwicklung bestehender Fachschulen zu Fachhochschulen – einer seit 1968 in der BRD existenten Hochschulform – und durch Neugründungen kamen nun Forschungseinrichtungen auch in kleinere Städte. Exemplarisch für die von Goppel forcierte Wissenschaftspolitik steht die Förderung des 1974 eröffneten Klinikums Großhadern. Im Zuge dessen gelang es, in und um Großhadern ein international einflussreiches Zentrum aus Forschungsinstituten und Firmen der Biotech-Branche zu erschaffen.

Bei der Bundestagswahl 2021 wirbt die CSU mit Bayern als Hightech-Land um die Gunst der Wähler.

Bei der Bundestagswahl 2021 wirbt die CSU mit Bayern als Hightech-Land um die Gunst der Wähler.

ACSP, Pl S : 9064

Zukunftsoffensive und Bavaria One

Auch Dr. Edmund Stoiber verhalf durch seine 1993 begonnene „Offensive Zukunft Bayern“ der Spitzenforschung sowie der zu dieser Zeit schwächelnden Wirtschaft in Bayern zu neuen Höhen. Mittels Privatisierungserlösen förderte er dabei Unternehmensgründungen und innovative Technologien wie Digitalisierung oder Biotech.
Mit dem Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ von Ministerpräsident Dr. Markus Söder setzte sich die CSU 2018 das Ziel, München zu einem zentralen Standort für Weltraumforschung in Europa auszubauen. Insgesamt 700 Millionen Euro werden bis 2028 bereitgestellt. Zugleich erhofft man sich hierdurch auch Lösungen im Bereich der Klimaforschung. 2019/20 startete die Bayerische Staatsregierung die Hightech Agenda Bayern und die Hightech Agenda Plus. Der Freistaat investiert insgesamt rund 5,5 Milliarden Euro für eine bundesweit einzigartige Technologieoffensive.

Die gestiegene Bedeutung der Kulturpolitik, die u.a. zur Gründung des AKK führt, wird durch dieses Plakat zur Landtagswahl 1970 deutlich.

Die gestiegene Bedeutung der Kulturpolitik, die u.a. zur Gründung des AKK führt, wird durch dieses Plakat zur Landtagswahl 1970 deutlich.

ACSP, Pl S : 4946

Bayern als Kulturstaat

„Bayern ist ein Rechts-, Kultur- und Sozialstaat“. (Bayerische Verfassung, Art. 3). Dass die CSU diesen Auftrag der Verfassung ernst nimmt, belegt u.a. der 1996 eingerichtete Kulturfonds. Damit werden jährlich über hundert Projekte bayernweit aus allen kulturellen Bereichen wie Musik, Kunst oder Theater unterstützt. Durch die Gründung eines Kulturpolitischen Arbeitskreises (AKK) am 16. April 1970 professionalisierte die CSU ihre Arbeit auf diesem Gebiet. Unter Prof. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, Bayerischer Kultusminister (1986-2003), kam es zu Beginn der 2000er-Jahre zu einer Gründungswelle staatlicher Museen wie dem Neuen Museum in Nürnberg (2000) oder der Pinakothek der Moderne in München (2002). Horst Seehofer, Bayerischer Ministerpräsident (2008-2018), trieb die Entstehung des 2019 eröffneten Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg voran. Das 2021 eröffnete Zukunftsmuseum Nürnberg vermittelt Zukunftstechnologien. Mit über 1350 Museen verfügt Bayern nun über eine der reichsten Museumslandschaften Europas.