Print logo
Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen
Plakat zur Landtagswahl 1946

Plakat zur Landtagswahl 1946; ACSP, Pl S : 4428

Politische Werbung

Aufkleber aus dem Bundestagswahlkampf 1980

Aufkleber aus dem Bundestagswahlkampf 1980

ACSP, KWM 1980 : 17

Vom Flugblatt zum Hastag

 

Wer Bayern liebt, wählt CSU – Slogans statt Texte


Zeigten die CSU-Plakate und Flugblätter seit 1945 zunächst viel Fließtext, verfestigte sich in den 1950er-Jahren der Trend zu Porträt-Plakaten. Ein Grund hierfür lag in der Stärke und Popularität der politischen Führungspersönlichkeiten wie Dr. h.c. mult. Konrad Adenauer oder Dr. Hans Ehard. Zudem berücksichtigte man verstärkt die Erkenntnisse der kommerziellen Werbung und begann, auf Emotionen und kurze Slogans anstelle langer Texte zu setzen. Das Plakat sollte in erster Linie Aufmerksamkeit und Neugierde wecken und die politische Kernbotschaft prägnant wiedergeben. Für ausführlichere Informationen wurden zunehmend Broschüren, Wahlzeitungen und Filme genutzt.

Originalentwurf des von Gerhard M. Hotop kreierten Logos Löwe&Raute, 1970

Originalentwurf des von Gerhard M. Hotop kreierten Logos Löwe&Raute, 1970

ACSP, Team ’70 Loewe und Raute : 1

Team ’70 – Professionalisierung der Werbung

 

Mit Team ’70 engagierte die CSU für die Landtagswahl 1970 erstmals eine Werbeagentur. Es gelang, ein unverwechselbares, verbindliches Corporate Design zu etablieren mit einer konsequenten Verwendung der Landes- und Parteifarben (weiß-blau, blau/grün). Auch ein an das bayerische Wappen angelehntes Parteilogo aus Löwe und Raute entstand. Innovative Werbemittel trugen maßgeblich zu einem Imagewechsel der CSU weg von der Honoratioren- hin zu einer modernen Volkspartei bei.

Plakat zur Bundestagswahl 2002

Plakat zur Bundestagswahl 2002

ACSP, Pl S : 5738

Emotionen und Leidenschaft

1980 stellte die CSU mit Dr. h.c. Franz Josef Strauß erstmals einen Kanzlerkandidaten – ein Kandidat, der Politik und Öffentlichkeit stark polarisierte. Angelehnt an die in Nordamerika verbreitete Praxis band man auch Familienangehörige in den Wahlkampf mit ein und vermittelte durch Homestorys in Zeitschriften die private Seite von Politikern.

 

Eine neue Dynamik nach der Wiedervereinigung

Nach der Wiedervereinigung präsentierte sich die CSU bewusst mit einem deutsch-bayerischen Farbenspiel als einzig relevante Vertreterin Bayerns in der Bundespolitik. Aus dem grünen Rand unter dem Logo wurde ein dynamischer Pinselstrich. Dieser grüne Pinselstrich untermalte von 1998 bis 2004 mit dem Slogan „Zeit für Taten“ u. a. den Bundestagswahlkampf von Dr. Edmund Stoiber 2002.

 

Löwe, Raute, Hashtag – Werbung heute

Als Zeichen der Stärke und Symbol der bayerischen Eigenständigkeit ziert der Löwe in Kombination mit der Raute nach einigen grafischen Weiterentwicklungen und nun in dezenteren Farben bis heute die Plakate der CSU. Trotz zwischenzeitlicher kreativer Abweichungen wird auch an der optischen Gestaltung von Wahlkampfmaterialien zur Bundestagswahl 2025 die Beständigkeit des Corporate Designs und der damit verbundene hohe Wiedererkennungswert von CSU-Materialien sichtbar. Eine wichtige Rolle in der Werbung und Kommunikation nimmt inzwischen Social Media ein. Die CSU und ihre Politiker nutzen Plattformen wie Facebook, X, Youtube, TikTok oder Instagram, um auf ihre Positionen aufmerksam zu mache