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Herzlicher Empfang der Hanns-Seidel-Stiftung in Togo 1977

Herzlicher Empfang der Hanns-Seidel-Stiftung in Togo 1977; ACSP; HSS; ACSP, Ph S HSS 119-1

1970 bis 1978

Plakat zu den Politischen Studien 1976

Plakat zu den Politischen Studien 1976

ACSP; HSS; ACSP, Pl S 3551

1.4.1970
Dr. Johannes Hampel, bisher Dozent an der Pädagogischen Hochschule in Augsburg, übernimmt hauptamtlich (bereits seit 1.1.1970 nebenamtlich) die seit 31.1.1969 vakante Leitung der Akademie für Politik und Zeitgeschehen. Er kehrt am 1.4.1973 in den Hochschuldienst zurück, behält aber bis Ende 1985 die Chefredaktion der Politischen Studien. Diese geht dann an Dr. Ludwig Watzal (1.1.-31.8.1986), Dr. Peter Eisenmann (1.9.1986-31.8.1993), an den Redaktionsleiter Wolfgang Hübner (1.9.1993-30.4.1996) und seit 1.5.1996 an den Akademieleiter Dr. Reinhard C. Meier-Walser über.

2.8.1971
Der Vorstand berät über die Abhaltung von Betriebsratswahlen in der Hanns-Seidel-Stiftung und die grundsätzlichen Bedenken gegen eine Konstituierung wg. Tendenzbetriebs. Die ersten Wahlen finden im folgenden Jahr statt, zum Vorsitzenden wird Rudolf Lasinger, als Stellvertreterin Annemarie Exner gewählt.

1.7.1972
Die Hanns-Seidel-Stiftung übernimmt die Herausgabe der seit 1949 erscheinenden Zeitschrift "Politische Studien" zur besseren publizistischen Verwertung der wissenschaftlichen Tagungen und Seminare. Für die Redaktion ist die Akademie für Politik und Zeitgeschehen bereits seit 1.1.1972 zuständig. Von 1949 bis 1972 waren die "Politischen Studien" an die Hochschule für Politik angebunden, die Herausgeberschaft lag beim Münchner Verleger Dr. Günter Olzog. Am 12.1.1973 konstituiert sich ein wissenschaftlicher Beirat. Bis zum 31.12.1983 erscheinen die Politischen Studien im Olzog-Verlag, anschließend im Eigenverlag, vom 3.2.1984 bis 31.12.1989 im Verlag R.S. Schulz in Percha, dann im Pflaum Verlag München (1.1.1990-31.12.1992) und im Atwerb Verlag Grünwald (1.1.1993-31.12.2005), seit 1.1.2006 wieder im Eigenverlag. 1991 und 2011 werden das Layout modernisiert und das Konzept erneuert. Zum 50-jährigen Jubiläum der Zeitschrift erscheint im Januar 2000 eine Jubiläumsausgabe.

Plakat "Angriff auf unsere Demokratie"

Plakat "Angriff auf unsere Demokratie"

ACSP; HSS; ACSP, Pl S 4351

19.2.1973
Der Vorstand beschließt die Errichtung des Instituts für Internationale Beziehungen und Zusammenarbeit - später Institut für Internationale Begegnung und Zusammenarbeit (IBZ) und 2010 umbenannt in Institut für Internationale Zusammenarbeit (IIZ). Mit dem Aufbau des Instituts wird zum 1.11.1973 Siegfried Lengl beauftragt. Mitarbeiter wird ab 1.9.1974 Dr. Otto von Habsburg, der das Institut nebenamtlich leitet, die Außenkontakte koordiniert und bis zum 31.12.1981 als Berater des IBZ fungiert. 1976 wird mit Dr. Rainer Gepperth ein eigener Abteilungsleiter eingesetzt, 1977 beginnt die entwicklungspolitische Arbeit, 1979 erfolgt eine grundlegende Neustrukturierung der Auslandsarbeit.

3.12.1973
Ministerialrat Siegfried Lengl folgt Alois Klughammer als Geschäftsführer der Stiftung nach (Vertrag zum 1.2.1974). Er übt dieses Amt bis zu seiner Berufung zum Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit am 22.10.1982 aus.

1974 
In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern konzipiert die HSS die Ausstellung "Angriff auf unsere Demokratie". Nachdem sich das Grundgesetz und die deutsche Demokratie 25 Jahre bewährt haben, drohen ihnen zunehmend Gefahren durch radikale Kräfte. Die umfangreiche Dokumentation wird in zahlreichen bayerischen Städten sowie in Düsseldorf und Bonn gezeigt.

Bildungszentrum Wildbad Kreuth der Hanns-Seidel-Stiftung 1976

Bildungszentrum Wildbad Kreuth der Hanns-Seidel-Stiftung 1976

Winfried Rabanus; HSS; ACSP, Rabanus Winfried 10-1-22

1.7. 1974 
Der bisherige Geschäftsführer des Bundes Freiheit der Wissenschaft in Bonn, Peter Gutjahr-Löser übernimmt nach einjähriger Vakanz und kommissarischer Führung durch Dr. Wilhelm Blum die Leitung der Akademie bis 30. Juni 1980.

25.9.1975
Das Bildungszentrum Wildbad Kreuth, am 16.12.1974 von Herzog Max in Bayern in Pacht übernommen und seit 20.2.1975 grundlegend umgebaut, wird im Beisein namhafter Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland feierlich eröffnet. Der Seminarbetrieb wurde bereits zum 7.9.1975 aufgenommen. In den folgenden 40 Jahren intensiver Bildungsarbeit und politischer Diskussion entwickelt sich das Haus zu einem geistig-kulturellen und politisch geprägten Anlaufpunkt in Oberbayern und zu einem unverwechselbaren Markenzeichen der Hanns-Seidel-Stiftung. Mit dem Auslaufen des Mietvertrags zum 31.3.2016 endet die Bildungsarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth.

 

1976
In Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus erarbeitet die Hanns-Seidel-Stiftung die Ausstellung "Freistaat Bayern", die den in- und ausländischen Besuchern die Schönheiten und Besonderheiten Bayerns näher bringen soll. Sie wird zwei Jahre lang in vielen deutschen Städten gezeigt und anschließend auch in Salzburg, Vaduz und Bukarest präsentiert. Der dazugehörige Begleitband wird aufgrund der großen Nachfrage überarbeitet und 1991 unter dem Titel "Bayern - Porträt eines Freistaats" neu herausgebracht.

Ausstellungsplakat "Freistaat Bayern"

Ausstellungsplakat "Freistaat Bayern"

ACSP; HSS; ACSP, Pl S 6993

 

1.12.1976
Der bisherige Referent im Institut für Internationale Begegnung und Zusammenarbeit (IBZ), Dr. Rainer Gepperth, wird zum Leiter der Abteilung bestellt.

1977
Das IBZ beginnt sein erstes selbstverantwortetes Projekt weltweit zur gesellschaftspolitischen Erwachsenenbildung in Afrika (Togo).

1977
Die Hanns-Seidel-Stiftung erreicht im Zuge der Verhandlungen über die Bildung einer Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU nach dem Kreuther Trennungsbeschluss die Gleichstellung der finanziellen Förderung mit den anderen politischen Stiftungen, und damit verbunden einen erheblichen Anstieg der Förderungsmittel des Bundes. Zuvor war aufgrund einer Vereinbarung der Fraktionen jeder Fraktion eine Stiftung zuerkannt worden. Die HSS wurde von der Bundesregierung nicht als eigenständige Stiftung anerkannt und mit der KAS gemeinsam veranlagt. Die Aufteilung der Mittel war bis dahin eine interne Angelegenheit von CDU und CSU.

1977/78
Die Hanns-Seidel-Stiftung mietet nach der Räumung der Lazarettstraße 33 durch die CSU dort weitere Räume an.

1978
In Ägypten beginnt der landesweite Aufbau von Erwachsenenbildungsstätten, der sogen. "Nilzentren". 1983 folgt als weiteres Projekt der Aufbau eines Managementtrainingszentrums.

1978
Die Hanns-Seidel-Stiftung startet mit dem Institute for Social Studies (ISS) ihr Projekt in Namibia.