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Ein Hochspannungsmasten für Strom vor blauem Himmel und Sonnenstrahlen

©Erwin Wodicka/Fotolia

Die Akademie für Politik und Zeitgeschehen

 

 Auftrag, Selbstverständnis und Zielsetzung

Der Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung (fortan Akademie) obliegt, so der Gründungsvorsitzende der Stiftung Dr. Fritz Pirkl auf der allerersten Tagung der Akademie am 6. Oktober 1967 in München,

die „schwierige und anspruchsvolle Aufgabe, als Plattform über alle Gruppierungen hinweg ihren Beitrag für ein christliches Staats- und Gesellschaftsverständnis zu leisten.“

In konsequenter Umsetzung dieses Auftrages sowie der einschlägigen Passagen der Satzung zielt die Akademie darauf ab, politisch und gesellschaftlich relevante Themen der Zeit – aus Vergangenem resultierend und in die Zukunft wirkend – aufzugreifen und sie einer sachlichen, wissenschaftlich fundierten und politisch wie normativ orientierten Diskussion zuzuführen. Ausgangspunkt bei der Bewältigung der identifizierten Herausforderungen ist das sich aus christlich-sozialem Selbstverständnis entwickelnde klare Bekenntnis zur freiheitlich-pluralistischen Ordnung des demokratischen Gemeinwesens und dessen unverrückbare Einbettung in die westliche Wertegemeinschaft.

Die Gewinnung wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse zu Problemstellungen des politischen Zeitgeschehens ist gekoppelt mit dem Wunsch, diese Erkenntnisse sowohl den politischen Eliten als auch der interessierten Fachöffentlichkeit als Orientierungshilfen im politischen Entscheidungsprozess bzw. in der öffentlichen Diskussion zur Verfügung zu stellen.

Selbstverständnis, Zielsetzung und Auftrag der Akademie haben sich im Laufe deren fünfzigjährigen Bestehens seit 1967 nicht wesentlich verändert:

Im Einzelnen zielt die Akademie seit ihrer Gründung darauf ab,

-        aktuelle und zukünftig relevante gesellschaftliche und politische Fragestellungen aufzugreifen;
-        diese wissenschaftlich fundiert sowie politisch akzentuiert zu diskutieren und zu analysieren;
-        wissenschaftliche Hilfestellung bei der Bewältigung politischer Probleme zu leisten.

 Die Akademie versteht sich insofern auch als wissenschaftliche Ideenbörse für die Politik. Sie steht in unmittelbarer Verbindung zum aktuellen politischen Geschehen und strebt danach, mit Workshops, Fachtagungen, Symposien, internationalen Konferenzen, Experten­Kommissionen, Publikationen und – seit einigen Jahren - Foren im Internet einen substanziellen Beitrag zum öffentlichen Diskurs und zur Politikberatung zu leisten. Im Sinne der „Gemeinsamen Erklärung zur staatlichen Finanzierung der Politischen Stiftungen“ bekennt sich die Akademie zu ihrem Kernziel, „durch Wissenschaftsförderung, politische Forschung und Beratung Grundlagen politischen Handelns zu erarbeiten sowie den Dialog und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Politik, Staat und Wirtschaft zu vertiefen“.

 Ihren konkreten Auftrag sieht die Akademie darin, Trends, Entwicklungen und Veränderungen zu identifizieren und zu analysieren, neue Problemstellungen zu erkennen und aufzugreifen sowie mittels von Szenarien Verhaltensoptionen zu differenzieren. Dabei geht es weder um kurzlebige, häufig von inszeniertem Rauschen im Blätterwald begleitete Schlaglichter des gesellschaftlichen Lebens noch um schlagzeilenträchtige Trommelwirbel des politischen Tagesgeschehens, sondern vor allem darum, in den wichtigsten Bereichen politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Daseinsgestaltung mittel- und langfristige Problemlösungsstrategien zu entwickeln. Zur Leitlinie der Arbeit der Akademie avancierte die Formel „den Geist der Zeit erkennen, ohne zeitgeisthörig zu sein“.

50 Jahre Akademie für Politik und Zeitgeschehen

Eine ausführliche Darstellung der Gründung und Geschichte der Akademie, der Entwicklung der inhaltlichen Arbeit, der Formate und  Schwerpunktthemen u.v.m.
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