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Lateinamerika

Die Hanns-Seidel-Stiftung startete im Jahr 1982 ihre Aktivitäten in Lateinamerika mit Projekten in den Bereichen kommunale Selbstverwaltung, Gesellschaftspolitik und berufliche Bildung. Einige Projekte wurden mittlerweile beendet, wie die in Brasilien, Honduras, Paraguay und Uruguay. Andere Projekte werden den Herausforderungen des politischen Umfeldes entsprechend fortgeschrieben.

Heute ist die Hanns-Seidel-Stiftung auf dem amerikanischen Kontinent mit Länderprojekten im nördlichen Lateinamerika (El Salvador, Guatemala, Kolumbien, Kuba, Venezuela), im Andenraum (Bolivien, Ecuador, Peru) sowie im südlichen Lateinamerika (Argentinien, Chile) vertreten.

In den Projekten werden die Menschen ermutigt, eigenständige Entwicklungsanstrengungen zu unternehmen. Die Institutionen werden angehalten, Entscheidungsprozesse offen zu gestalten und sich der Belange der Bürger anzunehmen. Politische Themen werden allgemein erklärt, das Angebot enthält aber auch spezielle Beratungen für Parlamente, Ministerien sowie die öffentliche Administration. Dabei geht es um die rationale Organisation auf sämtlichen Verwaltungsebenen, um gute Regierungsführung und unparteiisches Handeln im Interesse aller.

In Seminaren werden gewählte Bürgermeister und Gemeinderäte auf ihre Aufgaben vorbereitet, kommunale Angestellte erhalten spezielle Fortbildungen. Das Verwaltungshandeln soll sich an modernen qualitativen Standards orientieren. Wichtige Themenfelder wie die öffentliche Sicherheit werden praktisch umgesetzt. Stets wird auf die Einbindung von Frauen und jungen Leuten Wert gelegt.

In diesem Sinn orientiert in Bolivien ein sozialwissenschaftliches Forschungs- und Publikationsprogramm politische Führungskräfte hinsichtlich der Modernisierung des Staates. In Ecuador ermöglichen Stipendien indigenen und anderen marginalisierten Gruppen den beruflichen Einstieg auf akademischer Ebene. In Kolumbien trägt die Hanns-Seidel-Stiftung zur Überbrückung gesellschaftlicher Konflikte bei, indem sie für demokratische Strukturen, eine ausgewogene soziale Entwicklung und den Aufbau einer gewaltfreien politischen Kultur wirbt.

Der Hanns-Seidel-Stiftung ist es gelungen, einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch ihrer Partnerorganisationen herbeizuführen. Darüber hinaus sind auch die dahinter stehenden politischen Parteien durch die von der Hanns-Seidel-Stiftung initiierte und geförderte Union Lateinamerikanischer Parteien in ein Netzwerk eingebunden. Dieses dient der politischen Sensibilisierung, dem Nachdenken über Demokratie und deren Voraussetzungen sowie der Erarbeitung programmatischer Alternativen.