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"Der Koalitions-Aktenhund" von Herbert Kolfhaus, 1969

"Der Koalitions-Aktenhund" von Herbert Kolfhaus, 1969; Herbert Kolfhaus; ACSP; ACSP, NL Kolfhaus Herbert 1969-6-8

Harte Dressurarbeit - "Jetzt heißt´s, schee schlank g´macht - allez hopp!" 1966

Herbert Kolfhaus; ACSP; ACSP, NL Kolfhaus Herbert 1966-12-15

Karikaturen von Herbert Kolfhaus

 

Herbert Kolfhaus, geboren am 10. Oktober 1916 in Frankfurt am Main, starb am 17. Januar 1987 in München. Nach Abitur, Wehr- und Arbeitsdienst begann er 1938 ein Studium der Geschichte, Zeitungs- und Literaturwissenschaften in München. 1940 wurde er als Soldat eingezogen.

1948 begann er als reiner Autodidakt politische Karikaturen zu zeichnen. Er sah sich nicht als Künstler, sondern verstand sich immer als politischer Tagesjournalist mit anderen, eben zeichnerischen Mitteln. Er zeichnete regelmäßig für eine Reihe von (Tages-) Zeitungen wie Deutsche Zeitung, Münchner Merkur oder den Bayernkurier. Mit der tatkräftigen Hilfe seiner Frau baute er ein Netz von etwa einem Dutzend Zeitungen auf, die er im Abonnement mit Karikaturen belieferte. Bis zu seinem überraschenden Tod entstanden so etwa 15.000 Zeichnungen.

Kolfhaus unterstützte die Politik von Franz Josef Strauß und zeichnete deshalb mit besonderer Verbundenheit für den Bayernkurier, dessen Redaktion er von der ersten Nummer an belieferte. Er veranstaltete eine Reihe von Ausstellungen und publizierte auch einige Karikaturenbände, die zum Teil als eigenständige Publikationen im Buchhandel erschienen:

Herbert Kolfhaus: Politik aus leichter Hand, München 1958.
Herbert Kolfhaus: Die unvollkommene Ehe. Kleine Geschichte der großen Koalition, München 1969.
Herbert Kolfhaus: Bayerisch gewürzt, München 1978

 

Die Zeichnungen, die fast vollständig katalogisiert sind, werden sukzessive auch digitalisiert. Mehr als 7.000 Karikaturen der Jahrgänge 1950-1972 sind bereits in der Datenbank  recherchierbar.

 

 

Die Eisfischer: "Wenigstens erst mal ein Loch!"

Herbert Kolfhaus; ACSP; ACSP, NL Kofhaus Herbert 1971-12-23

Kolfhaus, der seine Zeichnungen mit HeKo signierte, zeichnete auffallend häufig einen schwarzen Kater in die Karikaturen.

„Er scheint uns ein Nachfahre der weisen Kater Murr und Hidigeigei zu sein und hat zu jedem Ereignis seine eigene Meinung. Auch wenn es einmal nicht die unsere sein sollte, er bringt sie so reizend in Haltung und Bewegung zum Ausdruck, daß es unmöglich ist, ihm böse zu sein.“

 

(zitiert aus dem Vorwort des Bandes Politik aus leichter Hand, 1958).

 

 

 

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