HSS-Vorsitzender Markus Ferber, MdEP, über seine Reise nach China
Brücken bauen zwischen Stadt und Land – und zwischen Kontinenten
HSS-Vorsitzender Markus Ferber, MdEP, reist nach China, um sich vor Ort ein Bild von der Projektarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung zu machen.
© Stephan Haerer/AdobeStock
Unser Vorsitzender Markus Ferber, MdEP, reist in die Volksrepublik China, um sich vor Ort ein aktuelles Bild über die Arbeit der HSS in Peking und Shandong zu machen. Begegnungen und persönliche Gespräche mit unseren Partnern sind grundlegend für unsere internationale Arbeit, gute Beziehungen und Verständigung.
Deshalb sind in Peking Gespräche mit unseren Dialogpartnern geplant. Sie sind an der Meinung und Haltung aus Deutschland interessiert und möchten sich mit Markus Ferber, MdEP, über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen austauschen. Vor dem Hintergrund der vielzähligen Herausforderungen unserer Zeit, sind die seit Beginn unserer langjährigen Zusammenarbeit gewachsenen Verbindungen sehr wertvoll, um sich mit unterschiedlichen Perspektiven kritisch und konstruktiv auseinanderzusetzen.
Aufgrund der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung und der modernen Großstädte in China ist leicht zu übersehen, dass rund 40% der Bevölkerung auf dem Land lebt sowie ein Großteil davon in der Landwirtschaft beschäftigt ist. Die ökonomischen und sozialen Unterschiede zwischen Land und Stadt sind Themen, die China selbst mit Reformen begegnen möchte. Deshalb hat die HSS seit rund 30 Jahren Projektstandorte auch abseits der Ballungszentren. Herr Ferber wird in der Provinz Shandong, die auch eine der Partnerprovinzen Bayerns in China ist, das Kooperationsprojekt der HSS in der Stadt Qingzhou besuchen, das zu den Themen Flurneuordnung und nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums arbeitet. Das Ziel dieser Kooperation ist die Stärkung der ländlichen Bevölkerung, da sie in die Planungsprozesse direkt einbezogen wird. Ein praktisches und lebendiges Beispiel dafür ist das Dorf Nangzhanglou, das MarkusFerber, MDEP, ebenfalls besichtigen wird. Erstmalig im ländlichen China wurde ein partizipativer Bottom-up-Ansatz verfolgt, mit dem Ziel, die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfelds einzubeziehen und sie als Experten ihres eigenen Raums anzuerkennen. Dabei spielt der Schutz von Landnutzungsrechten sowie der Bewahrung des ökologischen und kulturellen Erbes eine wesentliche Rolle, wobei die Maßnahmen auch weltweit gültige Umwelt- und Klimaschutzziele fördern.
In diesem Zusammenhang gibt es für die HSS seit vergangenen Jahr eine neue Aufgabe: mit einem von der EU-geförderten Projekt zur Vernetzung von Think Tankern und Wissenschaftlern aus Europa und China leisten wir einen weiteren Beitrag zu den Zukunftsthemen Klimaschutz und Ökologie.
HSS-Vorsitzender Markus Ferber, MdEP, über seine Erwartungen an die Reise in die Volksrepublik China.
© HSS
„Das EU-Projekt schließt eine Lücke in der Zusammenarbeit zwischen China und der EU“ - Markus Ferber, MdEP
„Der Vorteil unserer Arbeit auf Provinzebene ist, dass man abstrakte Vorstellungen in konkreten Planungen umsetzen kann. Damit können wir Menschen direkt helfen.“ - Markus Ferber, MdEP