30-jähriges Jubiläum in Korea
Partnerschaft für den Umweltschutz
Lebensräume von Seevögeln werden in Nord- und Südkorea erforscht
HSS
Im Nordosten von Südkorea befindet sich die zwischen Nord- und Südkorea geteilte Gangwon-Provinz. Die Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt die Grenzregion im Süden seit 2006 bei ihrer nachhaltigen Entwicklung. Weitere Partner dieses Projektes sind Gebietskörperschaften, insbesondere der ebenfalls geteilte Landkreis Goseong, die Kangwon National Universität, das Research Institute for Gangwon, die Gangwon-Tageszeitung, das Gangwon DMZ Museum (DMZ: entmilitarisierte Zone) und seit 2016 auch das Korea Research Institute on Climate Change (KRIC).
Im Oktober 2017 gab es ein Jubiläum: Seit 30 Jahren führt die Hanns-Seidel-Stiftung in Südkorea Projektmaßnahmen durch. In diesem Zusammenhang fanden Gespräche und Veranstaltungen in der Gangwon-Provinz statt, an denen die Leitung der HSS teilnahm: Dr. Peter Witterauf, Generalsekretär, Dr. Susanne Luther, Leiterin des Instituts für Internationale Zusammenarbeit (IIZ) und Willi Lange, Referatsleiter des IIZ für Nordostasien.
Auf Kooperation bei der nachhaltigen Entwicklung setzt Peter Witterauf
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Für nachhaltige Entwicklung
In Chuncheon, der Hauptstadt der Gangwon-Provinz, wurde im Rahmen des Jubiläums ein Workshop zum Klimawandel zusammen mit dem Korea Research Institute on Climate Change (KRIC) durchgeführt.
Der Klimawandel ist eine weltweite Herausforderung. Die Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt in vielen Ländern mit unterschiedlichen Projektansätzen nachhaltige Entwicklung. Nicht nur der Süden der koreanischen Halbinsel, sondern auch Nordkorea ist vom Klimawandel betroffen und kann dazu beitragen, Folgen des Klimawandels zu vermeiden oder abzuschwächen. Beispielsweise können Wälder wieder aufgeforstet oder saubere Energiequellen eingeführt werden.
Die Hanns-Seidel-Stiftung in Korea begleitet deshalb Nordkorea auf dem Weg zu einem Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (englisch: Clean Development Mechanism), der nachhaltigen Forstwirtschaft und erneuerbaren Energien und setzt sich für den Schutz von Feuchtbiotopen ein. Das Korea Research Institute on Climate Change (KRIC) in der zwischen Nord- und Südkorea geteilten Gangwon-Provinz führt Forschungen über die Auswirkungen des Klimawandels in Nordkorea durch.
Der Workshop wurde von An Byeong-Heon, dem Präsidenten des KRIC, eröffnet, der die Rolle der internationalen Kooperation beim Klimaschutz betonte. Dr. Peter Witterauf, erklärte den speziellen bayerischen Weg des Umweltschutzes, der auf Kooperation statt Verbote setze und auch international sehr bedeutsam ist.
Internationale Projektmaßnahmen der Hanns-Seidel-Stiftung für den Klimaschutz stellte Dr. Susanne Luther vor. Dr. Bernhard Seliger, Repräsentant der Stiftung in Korea, erläuterte die Rolle der Projekte auf der koreanischen Halbinsel und in Nordostasien. Engagiert diskutierten die Teilnehmer mögliche Kooperationen, vor allem in der Gangwon-Provinz.
Peter Witterauf, Bernd Seliger und Susanne Luther überzeugen sich vom Fortschritt der Projektarbeit
HSS
Seevögel im innerkoreanischen Grenzgebiet
Im Landkreis Goseong traf die Delegation aus München Dr. Nial Moores, den Gründer und Direktor von Birds Korea. Während einer Besichtigung vor Ort erläuterte der Experte, wie eng die Habitate der Seevögel in Nord- und Südkorea verbunden sind. In einem zweijährigen Projekt haben Birds Korea und die HSS maritime Lebensräume im Grenzgebiet erforscht, sowohl im Süden als auch im Norden, in Haekumgang.
Der Landrat von Goseong, Yoon Seung-Keun, bat die Hanns-Seidel-Stiftung und Birds Korea, ihre Arbeit für die nachhaltige Entwicklung im innerkoreanischen Grenzgebiet und die Verbindung von Nord- und Südgoseong fortzusetzen.
Zugleich wurde im Gangwon DMZ Museum die Ausstellung "Seevögel im innerkoreanischen Grenzgebiet" eröffnet. Sie präsentiert die Ergebnisse des Forschungsprojekts von Birds Korea und Hanns-Seidel-Stiftung.
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Veronika Eichinger
Leiterin
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