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Seminar für Staatsanwälte der rumänischen Nationalen Antikorruptionsbehörde DNA
Viktor Pontas späte Rache?

Wenige Tage, nachdem das rumänische Verfassungsgericht eine weitreichende Entscheidung gegen die bisherige Ermittlungspraxis der Nationalen Antikorruptionsbehörde DNA getroffen hat, führte das Büro Bukarest der Hanns-Seidel-Stiftung vom 19. bis zum 21. März 2016 ein Rhetorik- und Motivationsseminar für 60 Staatsanwälte der DNA durch.

 

Der renommierte Rhetorik-, Kommunikations- und Motivationsexperte Oliver Groß vermittelte Medienpräsenz und Argumentationstechniken für die Mitarbeiter der DNA, der Speerspitze der Korruptionsbekämpfung in Rumänien.

Die 2002 gegründete rumänische Nationale Antikorruptionsbehörde DNA ist zu einem Vorbild dafür geworden, wie eine von Überzeugungen und Werten geleitete Organisation mit rechtsstaatlichen Methoden den in Jahrzehnten gewachsenen Filz zwischen Partei- und Staatsmacht, Geheimdiensten und Wirtschaftsakteuren erfolgreich entflechten kann.

Auch wenn damals der Druck der EU während der Beitrittsverhandlungen das stärkste Argument für die Einrichtung dieser Antikorruptionsstaatsanwaltschaft war, hat die Behörde im Laufe der Jahre korrupten Politikern und Amtsträgern aus allen Lagern das Fürchten gelehrt und sich den Respekt der Bevölkerung erarbeitet.

Die DNA ist heute für Korruptionsfälle über 10.000 € zuständig.  Sie wird geleitet von Laura Kövesi, die zuvor das Amt der Generalstaatsanwältin innehatte.

Rund 60% der rumänischen Bevölkerung vertrauen der DNA.  Diese liegt damit gleichauf mit dem Vertrauen der Bevölkerung in die Kirche und weit vor allen anderen staatlichen Institutionen des Landes. Das ist auch der Verdienst von Laura Kövesi: Bei ihrem Amtsantritt im Jahre 2013 lag dieser Wert bei rund 40%. Die DNA erhält zunehmend auch Hinweise aus der Bevölkerung.

Der ausführliche Bericht zum Download: Viktor Pontas späte Rache?

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