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Kommunalpolitik: Wer anpackt, bewegt.
Gestalten statt verwalten

Autorin/Autor: Isabel Pantke

Andreas Bauer will das Landratsamt zu einem modernen Dienstleister für Bürger, Gemeinden und Unternehmen machen.

Mit Erfahrung aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft steht er für eine Verwaltung, die schneller entscheidet, digital denkt und pragmatisch handelt. 

Andreas Bauer im Gespräch

Andreas Bauer studierte Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft sowie Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach Stationen bei der Landeshauptstadt München, in der Unternehmensberatung und als Büroleiter eines Landtagsabgeordneten, übernahm er Anfang 2024 als berufsmäßiger Stadtrat das Referat für Wirtschaft, Kultur, Personal und Digitalisierung in Kaufbeuren. Politisch ist er in der Region fest verwurzelt und wurde im Herbst 2025 von der CSU im Ostallgäu als Landratskandidat nominiert. Er lebt mit seiner Familie in Helmishofen im Markt Kaltental.

HSS: Was treibt Sie persönlich an, das Landratsamt zu übernehmen – und welches Ziel liegt Ihnen dabei am meisten am Herzen?

Andreas Bauer: Anpacken und das Mögliche möglich machen. Mit diesem Motto trete ich als Landratskandidat der CSU-Ostallgäu an. Was verstehe ich darunter? Ich will, dass wir schneller zu Entscheidungen und zum Handeln kommen. Ich will, dass wir pragmatisch und lösungsorientiert denken und dann auch die Entscheidungsspielräume der Verwaltung nutzen, um Dinge zu ermöglichen. Dafür braucht es ein Landratsamt, das sich weniger als Behörde und mehr als Dienstleister für die Bürger und die Wirtschaft versteht. Dafür braucht es einen Landrat, der viel kommuniziert und die Menschen verbindet. Dafür braucht es einen engen Schulterschluss zwischen den Gemeinden und dem Landratsamt. Mein Ziel dabei ist es immer, für die Menschen in unserem Landkreis eine gute Zukunft zu ermöglichen – mit einer starken Wirtschaft, einer verlässlichen Daseinsvorsorge, einer tragfähigen Infrastruktur und einem starken Zusammenhalt. Wir leben im Ostallgäu in einer wunderbaren Region. Diesen Schatz will ich ausbauen und in eine gute Zukunft führen.

sunnychicka; istock

Über die Reihe "Kommunalpolitik: Wer anpackt, bewegt.

Die Vorbereitungen der Kommunalwahl 2026 sind im vollen Gange. In unserer neuen Reihe stellen wir engagierte Mandatsträgerinnen und Mandatsträger vor. Erfahren Sie, was sie motiviert und welche wertvollen Erfahrungen sie in ihrem Amt gesammelt haben.

Die Hanns-Seidel-Stiftung setzt sich dafür ein, dass mehr Menschen ein kommunalpolitisches Amt übernehmen. Wir unterstützen sie während des Wahlkampfs und machen das Engagement derjenigen sichtbar, die mit ihrem Einsatz Kommunalpolitik gestalten

HSS: Sie bringen Erfahrung aus Kaufbeuren in die Kandidatur für das Landratsamt ein. Welche Lehren aus Ihrer Arbeit als berufsmäßiger Stadtrat und Wirtschaftsreferent helfen Ihnen besonders auf Landkreisebene?

Andreas Bauer: In meinem Berufsleben an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Bürgerschaft habe ich als Reaktion auf etwas Neues oft gehört, dass etwas nicht gehe. Bei einer solchen Haltung gilt es, besonders hinzuschauen. Klar gibt es feste Rechtsrahmen, aber Verwaltung hat zugleich Gestaltungsspielräume. Diese gilt es auszuloten und dann gezielt für strategische Ziele zu nutzen. Die richtigen Fragen lauten daher: Wie kann es gehen? Was braucht es, damit eine Idee funktioniert? Mit der richtigen Herangehensweise kann man das Mögliche möglich machen und damit gestalten. Wenn man mit der Haltung „gestalten statt verwalten“ auch von Verwaltungsseite an Themen herangeht, kann man sehr viel bewirken und den vermeintlichen Stillstand vor Ort so weit als möglich auflösen. 

HSS: Welche Impulse wollen Sie setzen, um die Wettbewerbsfähigkeit im Ostallgäu zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen?

Andreas Bauer: Für eine starke Wirtschaft sind entscheidende Weichenstellungen auf europäischer und vor allem Bundesebene überfällig. Vor Ort können wir Unternehmen, Mittelstand, Handwerk und auch die Landwirtschaft von Seiten des Landratsamtes am besten als verlässlicher, unbürokratischer, digitalisierter Dienstleister unterstützen. Hier will ich den entsprechenden Spirit etablieren, so dass sich unsere „hidden champions“ auf ihre Geschäfte am Weltmarkt konzentrieren können, ebenso wie alle anderen Arbeitgeber auf ihr Kerngeschäft.

Zudem lege ich einen starken Fokus auf den dringend notwendigen Ausbau der Infrastruktur auf Straße (B12), Schiene (Elektrifizierung, bessere Verbindungen) und bei der Energieversorgung (Ausbau Netz- und Speicherkapazitäten). 

Darüber hinaus sind wir im Ostallgäu eine attraktive Ferienregion und haben interessante Kulturangebote, weshalb ich den Tourismus stärken will. 

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