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Interview mit Annika Popp, Bürgermeisterin der Gemeinde Leupoldsgrün

Häufige Fragen von Gemeinderäten

Dieser Beitrag ist keine rechtsverbindliche Auskunft, sondern soll kurze Antworten auf häufige Fragen von Gemeinderäten geben. Wenn Sie eine rechtliche Beratung benötigen, wenden Sie sich bitte an den Bayerischen Gemeindetag. Autoren sind Ramona Fruhner-Weiß (Leiterin Kommunales,  Hanns-Seidel-Stiftung),  Frederik Röder (Ehemaliger Bürgermeister von Alling) und Thomas Reiner (Ehemaliger Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Hanns-Seidel-Stiftung).

Die Gemeinderatsmitglieder haben nach der bayerischen Gemeindeordnung insbesondere folgende Rechte und Pflichten:

  • Sie müssen an den Sitzungen des Gemeinderats teilnehmen, Art. 48 BayGO.
  • Sie müssen sich an Abstimmungen beteiligen und können sich nicht der Stimme enthalten - (nach h.M. verfassungsgemäß!).
  • Bei Missachtung dieser Pflichten kann ein Ordnungsgeld verhängt werden, Art. 48 Abs. 2 BayGO.
  • Dem Gemeinderat stehen Informationsrechte zu.
  • Jeder Gemeinderat hat einen Informationsanspruch zur Vorbereitung der Sitzungen.
  • Jeder Gemeinderat kann in die Sitzungsprotokolle Einsicht nehmen, Art. 54 Abs. 3 S. 1 GO
  • Ein darüber hinausgehendes Auskunfts- und Akteneinsichtsrecht steht nur dem Gemeinderat als Ganzes zu, nicht dem einzelnen Mitglied
  • Gemeinderäte können sich zu Fraktionen zusammenschließen (nach Auffassung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes handelt es sich dabei um nichtrechtsfähige bürgerlich-rechtliche Vereine)
  • Ein Fraktionszwang ist wegen des Grundsatzes des freien Mandats grundsätzlich unzulässig

Ansprüche Dritter gegen die Gemeinde dürfen die Gemeinderatsmitglieder nicht geltend machen, es sei denn sie sind gesetzliche Vertreter (z.B. als Eltern), Art. 50 GO. Das ist ein Ausfluss der Treuepflicht der Ratsmitglieder gegenüber der Kommune. Eine rechtsgeschäftliche Vertretung (Vollmacht), z.B. eines Gemeinderatsmitgliedes als Rechtsanwalt, ist daher nicht möglich.

Den Mitgliedern steht ein Reklamationsrecht nach Art. 32 Abs. 3 GO zu, ein sog. „Nachprüfungsrecht“ durch den Gemeinderat bei Beschlüssen beschließender Ausschüsse.

Der Gemeinderat beschließt nicht, wenn der Bürgermeister alleine zuständig ist – es muss also die „Organzuständigkeit“ des Gemeinderates vorliegen. Daneben beschließt der Gemeinderat nicht über laufende Angelegenheiten. Über diese entscheidet die Gemeindeverwaltung regelmäßig eigenständig. Die Angelegenheiten des Gemeinderates müssen grundlegende Bedeutung oder erhebliche Verpflichtungen für die Gemeinde zur Folge haben.

Art und Ausmaß der Angelegenheiten des Gemeinderates legt er in einer Geschäftsordnung fest. Über die Bediensteten der Gemeinde obliegt die Dienstaufsicht dem Bürgermeister. Die Art und das Ausmaß dieser Zuständigkeit legt der Gemeinderat ebenfalls in der Geschäftsordnung fest.

Der Bürgermeister führt die Beschlüsse des Gemeinderats aus. Die Beschlüsse erlangen mit dem Vollzug durch den Bürgermeister Außenwirkung. Die Beschlüsse sind keine Verwaltungsakte, sondern stellen eine interne Willensbildung dar. Eine Ausnahme hiervon bilden Beschlüsse, die keines Umsetzungsaktes bedürfen, zum Beispiel eine Straßenumbenennung.

Grundsätzlich ist ein kommunalpolitisches Mandat ein Ehrenamt, für das man eine Aufwandsentschädigung erhält. Die monatliche Vergütung bzw. Entschädigung pro Sitzung (ca. 50 €, je nach Größe der Gemeinde) wird für Gemeinderatssitzungen, Fraktionssitzungen, Ausschusssitzungen und Referentenposten per Satzung festgelegt (LKrO Art. , GO Art. 20a).

Seit 2014 darf man ohne Angabe von Gründen sein kommunales Mandat niederlegen. Dies wurde eingeführt, um auch junge Gemeinderäte für ein solches Mandat zu gewinnen. Wenn ein Gemeinderat seinen Lebensmittelpunkt aus der Gemeinde verlagert und damit Haupt- bzw. Zweitwohnsitz im Ort aufgibt, muss er dies ebenfalls bekannt machen. In der Folge wird er von seinem Amt entbunden.

Anträge können grundsätzlich von jedem Gemeinderatsmitglied eingereicht werden. Es empfiehlt sich allerdings in der Praxis, Anträge mit Unterstützung der Fraktion abzugeben. Anträge müssen innerhalb von drei Monaten vom Bürgermeister für die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung aufgenommen werden und mindestens 14 Tage vor der jeweiligen Sitzung eingereicht werden, um direkt in der nächsten Sitzung behandelt werden zu können. Ausnahme: Ein Antrag kann ausnahmsweise noch auf die Tagesordnung der laufenden Sitzung genommen werden, wenn alle Gemeinderatsmitglieder anwesend sind und dem zustimmen. Alternativ, wenn es sich um einen dringlichen Antrag handelt und dieser von der Mehrheit im Gemeinderat positiv beschieden wird.

In Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern kann der Gemeinderat berufsmäßige Gemeinderatsmitglieder wählen. Diese sind Beamte auf Zeit und haben dann nur eine beratende Stimme. Im Unterschied dazu werden ehrenamtliche Gemeinderatsmitglieder von den Bürgern gewählt und haben Antrags- und Stimmrecht (GO, Art. 40).

Ein Gemeinderat kann an einer Abstimmung und Beratung nicht teilnehmen, wenn ihm oder einem Angehörigen (Art. 20 Abs. 5 des Bayerischen Verwaltungsverfahrensgesetzes) ein unmittelbarer Vor- oder Nachteil aus dem Beschluss entsteht (Art. 49, GO). Im öffentlichen Teil der Sitzung kann er aber im Sitzungssaal bleiben, während er im nichtöffentlichen Teil den Sitzungssaal verlassen muss.

In der Geschäftsordnung (s.o.) wird festgelegt, welche Ausschüsse ein Gemeinderat einsetzen möchte. Verpflichtend sind der Rechnungsprüfungsausschuss (3 bis 7 Mitglieder, Ausschussvorsitzender muss ein Gemeinderatsmitgied, darf aber nicht der Bürgermeister sein) und der Werkausschuss (sofern die Gemeinde kommunale Unternehmen unterhält). Darüber hinaus gibt es beschließende Ausschüsse, zu denen meist der Haupt- und Finanzausschuss, der Bau- und Umweltausschuss und der Ferienausschuss zählen. Weitere Ausschüsse wie z.B. der Kultur- und Sportausschuss oder der Jugendhilfeausschuss sind in der Regel vorberatend tätig.

Ist der Bürgermeister Teil einer Fraktion?

Grundsätzlich ist der Bürgermeister Teil einer Fraktion. Bei der Leitung der Sitzungen und als Repräsentant der Gemeinde sollte er sich jedoch neutral verhalten.

Was ist der Vorteil von Fraktionen bzw. Ausschussgemeinschaften?

In der Geschäftsordnung wird festgelegt, ab wann eine Gruppierung eine Fraktion bildet. Die Mindestanzahl beträgt 2 Personen, empfohlen wird in der Muster-Geschäftsordnung des Bayerischen Gemeindetags, dass der Begriff „Fraktion“ möglichst ab 3 Personen gilt. Als Fraktion hat man grundsätzlich das Recht, in Ausschüssen vertreten zu sein, sofern das Wahlergebnis entsprechend einen oder mehrere Sitze vorsieht. Einzelpersonen können zu diesem Zwecke einer Fraktion beitreten oder eine Ausschussgemeinschaft bilden. Ein weiterer Vorteil ist die Vorbesprechung von Tagesordnungspunkten im Vorfeld der Gemeinderatssitzung.

Kann man aus einer Fraktion ausgeschlossen werden?

Ausschluss aus einer Fraktion ist nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes und der Einhaltung eines formellen Verfahrens möglich, das die rechtzeitige Bekanntgabe unter Nennung des Punktes in der Einladung zur Fraktionssitzung beinhaltet, die Anhörung des Betroffenen, den Beschluss durch die Fraktion und die Mitteilung der Gründe für den Ausschluss.

Wie werden Anträge behandelt?

Es werden Sach- und Geschäftsordnungsanträge unterschieden. Die Geschäftsordnungsanträge gehen immer den Sachanträgen vor. Als Gemeinderatsmitglied müssen Sie aber darauf achten, dass nicht unter dem Tarnmantel des Geschäftsordnungsantrags in Wirklichkeit nicht zur Sache gesprochen wird.
Bei allen Anträgen gilt, dass zuerst der weitestgehende Antrag zur Abstimmung gestellt werden muss. Der Antrag auf Vertagung geht allen anderen Anträgen vor. Mit dem Beschluss der Vertagung ist die Rednerliste geschlossen, die Debatte endet und der Tagesordnungspunkt ist von der Tagesordnung abgesetzt.

Welche Anträge gibt es überhaupt?

"Antrag auf Zurückverweisung" (in einen Ausschuss) ist dem Grunde nach auch ein Antrag auf Vertagung. Wenn an den Ausschuss verwiesen wurde, kann der Gemeinderat in seiner Gänze nicht mehr entscheiden.

"Antrag auf Schluss der Debatte": Wenn dieser Antrag angenommen wird, darf kein Redner zum Beratungsgegenstand mehr sprechen. Nur die Redner, die zum Zeitpunkt dieses Antrags schon auf der Rednerliste standen, dürfen noch sprechen. Üblicherweise darf nach den Geschäftsordnungen nur derjenige diesen Antrag stellen, der vorher noch nicht zur Sache gesprochen hatte. Sonst könnte durch diesen Antrag ein Gemeinderat, der schon gesprochen hat, die anderen von deren Ausführungen ausschließen.

"Antrag auf Schluss der Rednerliste": Nach Annahme dieses Antrags darf kein Gemeinderat mehr zur Sache sprechen, wenn die Rednerliste bereits geschlossen ist.

Wie erfolgen Abstimmungen?

Grundsätzlich erfolgen Abstimmungen offen mit der Mehrheit der Abstimmenden, Art. 51 BayGO. Offen ist die Abstimmung dann, wenn jeder, der bei der Sitzung anwesend ist, feststellen kann, wie das einzelne Gemeinderatsmitglied abgestimmt hat (also bei einer öffentlichen Sitzung auch die Zuschauer). Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt. Enthaltungen sind nicht erlaubt. Wahlen hingegen erfolgen geheim, Art. 51 Abs. 3 BayGO. 

Wie erfolgt die Debatte im Gemeinderat?

Grundsätzlich erfolgen Redebeiträge in der Gemeinderatssitzung in Form der freien Rede – also nicht abgelesen vom Manuskript. Die gute freie Rede können Sie lernen – z.B. bei unseren HSS-Rhetorik-Seminaren. Mehr hier: www.hss.de/veranstaltungen/

Leitfäden zum Kommunalrecht

Das Geschäftsordnungsmuster des Bayerischen Gemeindetages können Sie in der Verbandszeitschrift abrufen.

Alle Publikationen zum Stichwort Gemeinde

Alle Publikationen zum Stichwort Gemeinde

Alle Publikationen zum Stichwort Kommune

Alle Publikationen zum Stichwort Kommune

Rhetorik: Tipps & Tricks

Aufbau einer Rede
Eine Möglichkeit, eine Ansprache zu strukturieren:

A. Begrüßung

Anreden: Auf der Seite des Bundesministeriums des Inneren finden Sie die korrekten Anreden für Amtsträger

B. Hauptteil

C. Schluss

Kernbotschaften
Schreiben Sie die Kernbotschaften je Abschnitt gut lesbar in Ihr Redemanuskript.

Redevorlage
Laden Sie sich unsere Redevorlage(Google-Drive) herunter, Sie können den Text direkt überschreiben und Ihre Kernbotschaften bequem eintragen.
 

 

Autor: Thomas Reiner

A. Begrüßung

Persönliche Anrede(n),

sehr geehrte Damen und Herren,

lieber Trachtlerinnen und Trachtler,

ein besonders herzliches Grüß Gott an Sie alle

B. Einleitung
Kernbotschaft: Besondere Ehre

Ich darf gleich vorab sagen, dass es mich besonders freut, dass ich selber als xxx die Schirmherrschaft über das xx-jährige Jubiläum meines Trachtenvereins übernehmen durfte und spreche mein Grußwort an Sie herzlich gerne.

Ich habe mich dieses Mal dem Thema ganz persönlich genähert. Nämlich unter der Fragestellung „Die xxxx bewahren das Brauchtum. Sie bewahren damit auch die Heimat. Und da stellt sich die Frage: „Was bedeutet Heimat für mich?“

C. Hauptteil
Was bedeutet Heimat für micht?

Heimat ist für mich erst einmal ein Gefühl – ein äußerst positives Gefühl der

  • Verbundenheit
  • Geborgenheit
  • Identität

Ich kann das aber auch an ganz objektiven Dingen festmachen:

  • Familie, Freunde und Bekannte
  • Gemeinschaft und Geselligkeit
  • die bayerische Mundart und Tracht

um nur einige zu nennen.

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Kernbotschaft: Heimat ist menschliche Grundbefindlichkeit, frei von Zeitströmungen

Für mich war der Begriff der Heimat auch noch nie verbunden mit Provinzialität oder Enge. Für mich bedeutet das Schwärmen von der Heimat auch nicht die Ignoranz gegenüber der „großen weiten Welt“. Aber für den Begriff der Heimat gibt es keine erschöpfende, exakte Begriffsanalyse.

Heimat ist menschliche Grundbefindlichkeit, frei von Zeitströmungen.

Ich habe Ihnen gesagt, was Heimat für mich ist – für Sie mag Heimat mit ganz ähnlichen, vielleicht aber auch ganz anderen Begriffen besetzt sein.Heimat ist jedoch – und da dürften Sie mir zustimmen und auch wenn sich der Begriff einer streng wissenschaftlichen Definition entzieht – eine menschliche Grundbefindlichkeit sein. Eine Grundbefindlichkeit frei von Zeitströmungen.

Heimat bietet die Verankerung, Verwurzelung und Zugehörigkeit und damit Antworten auf die zentralen Fragen: Wohin gehöre ich, woher komme ich, wer bin ich? Die Frage kann ich zumindest zum Teil schon beantworten: Ich gehöre zu den xxx!
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Bewegung – Zeitalter der Globalisierung
Kernbotschaft: Flexibilität in der Arbeitswelt kann zur Entwurzelung führen.

Heute herrscht eine Zeit der immer schneller werdenden Veränderung, eine Zeit mit ganz erheblicher Bewegung: Das Tempo der Globalisierung hat sich enorm gesteigert. Abbau von Handelsschranken, Beendigung der Spaltung der Welt in Blöcke, revolutionäre Entwicklungen in der Informations- und Telekommunikationsindustrie haben den Veränderungsdruck auf Staaten, Regionen, Unternehmen und Einzelne enorm erhöht.

Heute wird in der Arbeitswelt eine starke Flexibilität und Mobilität erwartet. Das bringt Menschen von dort weg, wo sie geboren sind. Mir ist dies – Gott sei Dank – erspart geblieben, ich habe meinen Lebensmittelpunkt nach wie vor in xxx, in, mit meiner Frau und Kindern, meiner Familie.

Aber die „Entwurzelung“ hat Auswirkungen auf die Menschen, auf die Werterhaltungen, auf kulturellen Einstellungen.
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Wie können Menschen heute ihr Bedürfnis nach Heimat, nach Verankerung und Identität stillen?
Kernbotschaft: Bayern-Marketing - Förderung der Tracht

Max II., nach dem in München eine Straßenbahnhaltestelle mit Standbild benannt ist, wollte nach der deutschen Revolution 1848 dem deutschen Nationalgefühl ein bayerisches entgegensetzen. Der König war allerdings ein großer Preußenfan! Er bewunderte und verehrte das preußische Geistesleben. Also ließ er Berliner Forscher über ein Bayerisches Nationalbewusstsein brüten! Die Aktion „Preußen grübeln für Bayern“ führte zu einer Beschreibung und Kategorisierung der Bayerischen Sitten und Bräuche. Nach Vorlage der Bestandsaufnahme an den König, forderte der seine Untertanen auf, vermehrt Tracht zu tragen. Max II soll ihnen sogar Prämien für das Tragen der Tracht bezahlt haben.

Selbst wenn man boshaft unterstellen wollte, dass das gültige Bayernbild eine preußische Erfindung ist – und die Preußen den Bayern ihr „zünftiges“ Outfit verpasst hätten, um sie lächerlich zu machen, hätte sich dieser Gedanke bereits längst in sein Gegenteil verkehrt: Es sind doch die Preußen, die ständig nach Bayern wollen und uns Bewohner um unseren „Look“ beneiden.

Ich bin der Meinung, dass Max II. schon damals ganz bewusst den Grundstein für das wichtigste Instrument des Bayern-Marketing gelegt hat – die Förderung der Tracht!

Das Bayern-Marketing ist damit schon sehr alt und hat – ganz im Sinne der Verbindung von Fortschritt und Tradition – aus meiner Sicht seinen Gipfel gefunden im Treiben Ihres Trachtenvereins xxx.

C. Schluss
Kernbotschaft: Trachtenvereine knüpfen Bande zwischen Menschen

Modern aber auch im Traditionsbewusstsein unserer Wurzeln pflegen wir deshalb unsere Tracht als echtes und ehrliches Brauchtum – Sie alle leisten als Ehrenamtliche in unserem Trachtenerhaltungsverein xxx einen wichtigen Beitrag für unsere Kultur, unser Brauchtum, und damit für unser Land Bayern und vor allem unsere Menschen. Dieser Dienst knüpft durch persönliche Freundschaften ein Band zwischen den Menschen. Zwischen dem Trachtenverein xxx und mir ist das bereits ein dickes Tau.

Ich rufe Ihnen und uns zu: Weiter so – auf die nächsten mindestens 90 Jahre!

Herzlichen Dank!

Autor: Thomas Reiner

A. Begrüßung
Kernbotschaft: Gute Ausbildung = Werkzeugkoffer fürs Berufsleben

Liebe Gesellen,

sehr geehrter Herr Präsident der Handwerkskammer xxx,
sehr geehrte Herren Obermeister,
sehr geehrte Herren Handwerksmeister,
sehr geehrte Ausbilder,
sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer,
liebe Eltern,
meine Damen und Herren,

wer sich am heutigen Tage am meisten freut, dass Sie es geschafft haben, ist nicht sicher: Sie selbst? Ihre Eltern? Ihre Ausbilder? Ihr Chef? Ich gehe davon aus, dass Sie alle mehr als zufrieden sind, dieses Ziel erreicht zu haben. Ich habe jedenfalls gern die Einladung zu einem so erfreulichen Anlass angenommen.

Eine fundierte Ausbildung ist wie ein gut sortierter Werkzeugkoffer. In diesem Koffer sind alle nützlichen Dinge zu finden, die Sie auf ihrem Weg durch das Berufsleben benötigen – und auf die Sie jederzeit zurückgreifen können. Diesen „Werkzeugkoffer“ bekommen Sie heute in Form Ihres Gesellenbriefes überreicht.

Dafür, dass Sie die Gesellenprüfungen bestanden haben, überbringe ich Ihnen namens der (Kommune) sowie ganz persönlich die herzlichsten Glückwünsche. Sie stehen jetzt am Beginn eines neuen Lebensabschnitts – der Gesellenbrief macht Sie unabhängig und verleiht Ihnen Flügel.

B. Hauptteil

Kernbotschaften: Erfolg muss man schwitzend erarbeiten; Handwerk hat goldenen Boden; „Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen; Ein Leben lang lernen; Feiern

Mit großem Erfolg schließen Sie heute offiziell Ihre Lehre ab. Und Sie alle wissen, dass dieser Erfolg nicht von ungefähr kommt.

Edison, der Erfinder der elektrischen Glühbirne, der seine Laufbahn als Zeitungsjunge begann, sagte einmal treffend: „Genie ist zu einem Prozent Inspiration und zu 99 Prozent Transpiration.“

Mit anderen Worten: Erfolg muss man sich schwitzend erarbeiten. Dass haben Sie während Ihrer Lehre wohl zur Genüge erfahren – gerade mit einem Werkstoff, der besonders hart und dessen Bearbeitung damit auch sehr schweißtreibend ist.

Eine Ausbildung im Metallhandwerk - dahinter steht aber weit mehr als Feilen, Schweißen, Schrauben. Das Metallhandwerk ist ein abwechslungsreiches Berufsfeld mit moderner Technik, Kreativität und Innovation. Vielfältige Chancen, große Entwicklungsspielräume in verschiedensten Berufsfeldern mit unterschiedlichen Fachrichtungen, das ist Metallhandwerk. Dabei ergänzen sich das traditionelle Handwerk und modernste Technologie. Sie haben sich also für eine zukunftsweisende Branche entschieden - das Metallhandwerk bietet Jugendlichen eine zukunftssichere, qualifizierte Ausbildung und interessante Herausforderungen.

Und so stimmt auch heute noch, dass „Handwerk goldenen Boden“ hat. Das Handwerk ist und bleibt in unserer sozialen Marktwirtschaft ein starker und leistungsfähiger Faktor. Denn gerade in heutigen Zeiten wird sehr deutlich: Wir brauchen Unternehmen, die nicht um jeden Preis Geld verdienen wollen und das auch noch auf Kosten anderer. Wir brauchen Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind. Umso positiver ist es einzuschätzen, wenn Sie im Metallhandwerk ausgebildet werden bzw. ausbilden und damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe für die Zukunft nachhaltig positiv „MEISTERN“. Wirtschaft braucht soziale Verantwortung – Ihre Handwerksbetriebe sind dafür ein Vorbild. Wir erlebten leider auch schon das Gegenteil: Die Finanzkrise zeigte, dass mit heißer Luft, dass mit Spekulationen auf Dauer kein Geld zu verdienen ist. Undurchsichtige Finanzprodukte schafften höchstens Wohlstand für wenige einzelne. In keinem anderen Wirtschaftszweig stehen Berufsethos und ehrenamtliches Engagement so im Vordergrund wie im Handwerk. Das deutsche Handwerk genießt weltweit einen hervorragenden Ruf. Und das zurecht. Das Handwerk ist auch vorbildlich in der Ausbildung junger Menschen.

Und damit komme ich zurück zu Ihnen, liebe Jungesellinnen und Junggesellen: Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie viel Sie in den vergangenen Jahren, Monaten, Wochen, Tagen gelernt, gearbeitet und geschuftet haben, wie aufregend die Prüfungen waren und wie glücklich Sie nun sind, dass Ihnen alles so hervorragend gelungen ist.

Ein deutsches Sprichwort sagt: „Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen.“ Dass Sie wissen, können und wollen, haben Sie bereits beweisen. Darauf können Sie stolz sein. Es kommt aber auch darauf an, dass Sie auf dem Laufenden bleiben, nicht nur wenn Sie Meister werden wollen. Deshalb werden Sie ein Leben lang lernen müssen. Das ist nicht weiter tragisch, denn das menschliche Gehirn wiegt drei Pfund und ist also ganz schön belastbar. Und ich bin mir sicher, dass Sie noch Speicherkapazitäten haben, in die Sie neue Erkenntnisse einspeisen können. Dabei kommt es nicht zu sehr darauf an zu wissen, dass ein Liter Mäusemilch 20.000 Euro kostet oder Giraffen nicht husten können. Entscheidend ist viel mehr, dass Sie ständig Ihre Fach- und Technikkompetenz erweitern. Dazu passt auch das alte Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Gerade zu Ihnen als Metallhandwerker passt dieses – schließlich hat das Metallhandwerk bei allem heutigen High-Tech seine Tradition u. a. auch im Schmiedehandwerk.

Aber natürlich will ich heute diesen Tag nicht mit dem Ruf nach Fortbildung belasten. Dies ist ein XXL-Tag für Sie und für das Handwerk. Dies ist ein Tag, der ausgelassene Freude und Fröhlichkeit verdient.

Wir sind stolz, so erfolgreiche junge Handwerker in unserer Gesellschaft zu wissen. Sie selbst dürfen stolz auf das Erreichte sein. Und Sie dürfen auch stolz darauf sein, sich für diesen Handwerksberuf entschieden zu haben.

C. Schluss
Kernbotschaft: Mundwerker - Handwerker

Zwei Bitten habe ich noch. Erstens: Bewahren Sie sich Ihren Humor. Und zweitens: Strafen Sie den italienischen Komiker Alberto Sodi Lügen, der einmal gesagt hat: „Den schlechten Handwerker erkennt man daran, dass er kommt.“ Abschließen möchte ich meine Rede mit einem Zitat Alfred Dreggers, einem echten Original und einstigen Vorsitzenden der CDU-CSU-Bundestagsfraktion: „Unser Reichtum sind nicht die Mundwerker, sondern die Handwerker.“ In diesem Sinn höre ich jetzt auf und wünsche Ihnen allen alles Gute für Ihre Zukunft und heute noch einen fröhlichen und unterhaltsamen Tag! Herzlichen Dank!

Autor: Thomas Reiner

A. Begrüßung

Sehr geehrte Frau erste Vorsitzende,
sehr geehrter Herr zweiter Vorsitzender,
sehr geehrte Mitglieder des Vorstands,
sehr geehrte Vereinsmitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren,

B. Einleitung
Kernbotschaft: Gratulation & Dank

Als Vertreter der (Kommune) gratuliere ich dem Gartenbauverein xxx e. V. heute ganz persönlich aber auch im Namen der (Kommune) und aller Bewohnerinnen und Bewohner sehr herzlich zu Ihrem stolzen Jubiläum.
Die heutige Feier nehme ich sehr gerne zum Anlass, allen Mitgliedern, Gönnern und Freunden zu danken, die zur Entwicklung des Vereins beigetragen und ihn belebt haben.
Mein besonderer Dank gilt auch den Mitgliedern der Vorstandschaft, dem Festausschuss und allen Helferinnen und Helfern für die umfangreichen Arbeiten zur Vorbereitung und Durchführung dieses Jubiläums

C. Hauptteil
Kernbotschaften: Jeder Mensche braucht eine Oase; Gärten waren schon bei den alten Griechen oft heilige Orte;
Erich Kästner: „Ich möchte einen Schrebergarten haben, mit einer Laube nicht allzu klein. Es ist schön, Radieschen auszugraben.“; Damaliger Gründungsname: Obstbauverein Großhadern; Gemeinsames Miteinander; Kenntnisvermittlung an Mitglieder und Freunde; geselliges Leben

Jeder Mensch braucht eine Oase, ein Refugium, einen Ort der Ruhe, in den man sich zurückziehen, an dem man sich erfreuen und neue Kräfte schöpfen kann. Für den Gartenfreund ist dieser Ort sein Garten, quasi sein Heiligtum. Schon bei den alten Griechen waren Gärten oftmals heilige Orte, Haine der Götter. So besang der griechische Dichter Longos im 4. Jahrhundert n. Chr. den Garten als herrlichen Besitz, der im Sommer voller Schatten, im Frühling voller Blumen- und Blütenduft, im Herbst reiche Früchte trägt und zu jeder Jahreszeit eine Pracht ist.

Wir dürfen weiter träumen. Die Sehnsucht nach dem wahren Garten, dem Garten Eden, dem Paradies ist uns erhalten geblieben, die Sehnsucht nach einem Ort, wo alles leuchtend wächst, wo Lamm und Löwe friedlich miteinander ruhen und jedermann wunschlos glücklich leben kann. Diese Sehnsucht drückt sich auch in den Worten von Erich Kästner aus: „Ich möchte einen Schrebergarten haben, mit einer Laube und nicht allzu klein. Es ist schön, Radieschen auszugraben....“

Jeder Mensch braucht eine Oase, ein Refugium, einen Ort der Ruhe, sagte ich. In einer so großen Stadt wie München ist so ein Ort nicht mehr selbstverständlich. Gerade auch deswegen ist Ihre Arbeit von unschätzbarem Wert für unsere Stadtgesellschaft.

Als Sie sich (Gründungsjahr) gründeten, waren Ihre ersten Mitglieder am Obst- und Gartenbau interessierte Bewohner der sog. Villenkolonie zwischen der xxxstraße und heutigen xxxstraße. Seit dem hat sich viel verändert. Die Stadt ist gewachsen, die grünen Flächen wurden erheblich weniger, dafür die Bewohner umso mehr.

Auch Ihr Verein ist gewachsen - Sie zählen mittlerweile (Zahl) Mitglieder, darunter (Zahl) Kinder und Jugendliche.

Und früher stand vielleicht auch noch mehr im Mittelpunkt ein frisch geernteter Salatkopf, ein direkt vom Baum gepflückter Apfel, eine selbst gepflückte Himbeere – wie der damalige Gründungsname „Obstbauverein xxx“ auch vermuten lässt.

Heute stehen im Vordergrund der ökologische Umgang mit den oft kleinen grünen Inseln, eine effektive Gartengestaltung und –nutzung und der sog. Freizeitgarten.
Dazu gibt es vielfältige Fernsehsendungen, Fachliteratur und Internetportale.
All das kann aber eines nicht ersetzen: Den direkten Umgang miteinander, den persönlichen Erfahrungsaustausch und das gemeinsame Miteinander. Und wo ist man dafür mittlerweile seit xxx Jahren besser aufgehoben, als bei den Mitgliedern des Gartenbauvereins (Name)?
Ein Weiteres ist geblieben, nämlich der Gedanke Ihrer Gründer: Wohnen in Einklang mit der Natur.

Sie, verehrte erste Vorsitzende (Name), der Verein und seine Mitglieder vermitteln Erfahrungen und Kenntnisse an Ihre Mitglieder und Freunde. Dabei stehen mit den Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Obstbaumschnittkurs einerseits die Erwachsenen im Blickfeld. Aber auch beim Nachwuchs haben Sie mit den „Gartenwichteln“ Interesse am Garteln geweckt.

Ein Weiteres möchte ich hervorheben: Ihr Engagement für die Errichtung des stadtweit einzigen Naturlehrpfads.

Was für eine Arbeit das ist, kann ich nur erahnen, reicht mir doch manchmal schon das Rasenmähen in meinem eigenen Garten...

D. Schluss

Für die Zukunft wünsche ich dem Gartenbauverein (Name) weiterhin alles Gute und viel Freude an der Arbeit für unser blühendes und wachsendes xxx. Der Jubiläumsveranstaltung wünsche ich einen harmonischen Verlauf. Ihnen, liebe Besucher wünsche ich frohe und gemütliche Stunden im Kreise der Gartler. Dem Verein wünsche ich weiterhin eine gute Zusammenarbeit und rührige Mitglieder.

Hier passt es hervorragend auch im wörtlichen Sinne: Vivat, crescat, floreat Gartenbauverein (Name)!

Autor: Thomas Reiner

A. Begrüßung

Sehr geehrte ...

B. Einleitung

Zu Ihrem heutigen 25-jährigen „Richtfest“ möchte ich Ihnen ganz herzlich gratulieren. Ich überbringe Ihnen zu diesem Anlass sehr gerne die Grußworte der Gemeinde Name…

C. Hauptteil
Kernbotschaften: Handwerk schafft Arbeitsplätze; Handwerk beginnt im Kopf; neuer Anstrich des Innungshauses: Zeichen Ihrer Innung

5 Jahre Innungsgebäude der Maler- und Lackiererinnung…

Als ich in Vorbreitung auf diese Rede zu Ihrer Feier „den Pinsel“, also meinen Stift schwang, habe ich mich gefragt: Was kann ich Ihnen zu Ihrem Festtag Sinnvolles sagen?
Was ich Ihnen sagen möchte: Das Handwerk hat für mich persönlich eine ganz wichtige Bedeutung und einen hohen Stellenwert.
•    Denn Ihre Betriebe sind es, die einen Gutteil der Arbeitsplätze stellen.
•    Ihre Betriebe sind es, die die sichersten Arbeitsplätze stellen.
•    Ihre Betriebe sind es, die für ihre Mitarbeiter einstehen, die ausbilden, die um jeden Auftrag kämpfen müssen.

Ich bin ich der festen Überzeugung, dass Sie die Unterstützung der Politik verdient haben und diese auch erhalten müssen.
„Handwerk beginnt im Kopf“ lautet Ihr Motto. Dieses Motto möchte ich gerne untermalen: Denn der Kopf wiederum ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können. Vielleicht sind genau deshalb Farbeimer, Farbdosen, Farbtöpfe und Farbtiegel auch rund? Weil sie die kreisenden Gedanken zu kreisenden Pinseln bringen.

Mit diesen kreisenden Pinseln haben Sie in hervorragender und ansprechender Art und Weise Ihre Fassade und auch den Innenraum Ihres Innungshauses neugestaltet. Im Kopf begonnen, mit vielen Händen gewerkelt, ist Ihnen ein äußerst ansprechender Auftritt geglückt. Der Auftritt eines zukunftsorientierten Dienstleisters.

Mit Ihrem neuen Anstrich haben Sie außerdem ein nach außen deutlich sichtbares Zeichen, ein Bekenntnis gesetzt: Seht her, wir als Innung sind für Sie, sind für Euch da. Ein Zeichen für einen Treff- und Sammelpunkt, ein Zeichen für Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung, ein Zeichen für Service und Dienstleistung, kurz: ein Zeichen für ein Zuhause Ihres Handwerks.

So setzt Ihr neu herausgeputztes Innungshaus ein Zeichen für Ihre Innung. Und das steht in einer Kontinuität von 25 Jahren.

Ein bisschen beneide ich Sie um Ihr frisch erstrahltes Innungshaus. Jetzt ist das Rathaus zwar um einiges älter. Aber es ist weit weniger modern.

 D. Schluss

Der große Alfred Dregger hat einmal gesagt: „Unser großer Reichtum sind nicht die Mundwerker, sondern die Handwerker.“ In diesem Sinne ist es nun auch genug der Worte: Ich wünsche Ihnen mindesten weitere 25 Jahre in Ihrem Innungsheim. Wenn ich mir das so recht überlege, wünsche ich Ihnen aber, dass Sie bald umziehen müssen. Warum? Weil ich hoffe, dass der Zulauf an Innungsfachbetrieben weiter zunimmt. Und ein gesundes Wachstum an nachgefragten Dienstleistungen Sie an Ihre Kapazitätsgrenzen bringt.

In diesem Sinne: Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit in Ihrem Haus, immer die glückliche Hand und – vor Weihnachten darf man das ganz besonders sagen – das Stehen unter einem guten Stern.

Der Lack ist eben nicht ab bei der Maler- und Lackiererinnung!

Herzlichen Dank!!!

1. Verzichte auf Plattitüden!


2. Zeige Emotion!


3. Nutze bildhafte Sprache!


4. Spreche deutlich!


5. Bringe Beispiele!


6. Wirke nicht gehetzt, nicht getrieben!


7. Nicht reagieren, sondern agieren!


8. Sei glaubwürdig!


9. Gebe zu: Politik ist keine Wissenschaft, sondern der Versuch, aus Try and Error das Beste zu machen. Das kann man den Menschen auch sagen!


10. Mache kurze Sätze!


11. Vermeide Satzungeheuer mit Relativsätzen!


12. Denke immer an die Botschaft!


13. Denke an das Kernsatzprinzip!


14. Sei redundant!


15. Verbreite nur eine POSITIVE Kernaussage!

Kommunalpolitik und Corona: Tipps & Tricks

 

Wie kann gute Kommunalpolitik während einer Pandemie funktionieren? Wie können Sie Kontakt zu Ihren Bürgerinnen und Bürgern halten – online oder mit Social Distancing? Die HSS stellt Ihnen verschiedene Tipps, Tricks und Anwendungsbeispiele zur Seite, um weiterhin Menschen vor Ort erreichen zu können. Informieren Sie sich jetzt hier!
Sie vermissen etwas oder haben Fragen? Dann schreiben Sie uns oder kommentieren Sie unter diesem Beitrag!

 

HSS; HSS

In Zeiten von Social Distancing ist es umso wichtiger, die Menschen online zu erreichen. Doch leichter gesagt, als getan! Die HSS stellt hier allen Kommunalpolitikern die wichtigsten Punkte in Sachen erfolgreiches Social Media vor.

Strategie:

  • Ein wöchentlicher Content-Plan für alle Kanäle hilft, eine Übersicht über die benötigten Inhalte zu bekommen. Eine frühe Planung verhindert auch Zeitdruck bei der Erstellung von Content! Seien Sie allerdings realistisch bei Anzahl und Umfang der Posts pro Woche. Wichtig ist es außerdem, genug Abwechslung bei den Inhalten zu haben.
  • Einheitliche Gestaltung und Posts zu festen Zeiten helfen Followern Ihre Posts zu erkennen. Außerdem belohnen die meisten Algorithmen einen regelmäßigen Zeitplan.
  • Achten Sie immer darauf, Ihre Ziele im Auge zu behalten! Was möchten Sie mit Ihren Inhalten erreichen? Welches Bild möchten Sie von sich vermitteln? Diese Informationen sollten Sie immer im Hinterkopf behalten.

Inhalte:

  • Ihr Content muss einen Mehrwert liefern. Warum sollten Wähler Ihnen folgen? Was können Sie bieten? Wie können Sie sich von anderen Accounts abheben?
  • Versuchen Sie wichtige Informationen teilen und aufbereiten. Je übersichtlicher und schöner gestaltet Ihr Content ist, desto eher wird er geliked und geteilt - und das belohnt der Algorithmus! Gerade Infografiken sind beliebt, um Fakten und Zahlen zu veranschaulichen. Nutzen Sie auch Bilder und Illustrationen!
  • Beachten Sie immer die Anforderungen der Plattformen! Facebook, Instagram & Co. unterscheiden sich in Formaten, in Präferenzen von Text und Bild, in Sprache und Umgangsformen. Was auf der einen Plattform gut ankommt, muss nicht auf der anderen auch ankommen. Bedenken Sie auch innerhalb der Plattform die unterschiedlichen Formate: Stories fordern eher dynamische Inhalte, Posts können mehr Text und statische Bilder beinhalten. Mehr dazu findesn Sie auch bald hier!

Interaktion:

  • Ihr Post kommt gut an - vergessen Sie aber nicht auf Kommentare zu reagieren! Bedanken Sie sich für die Reaktionen, beantworten Sie Fragen oder moderieren Sie Diskussionen. Pluspunkt: Der Algorithmus belohnt Posts, die viele Interaktionen hervorrufen, schließlich ist das der Zweck sozialer Medien.
  • Eine gute Möglichkeit hierfür ist es, Fragen zu stellen. Was möchten Sie von Ihren Wählern wissen? Wie können Sie ihnen helfen? Sowohl in den Captions, als auch in Stories haben Sie die Möglichkeit, in direkten Kontakt mit den Bürgern zu treten.
  • Oder probieren Sie es mit Abstimmungen! Gerade bei einfachen Sachverhalten (ja/nein) bietet sich diese Instrument an. Für Ihre Follower ist hier die Hemmschwelle niedriger, als bei einem öffentlichen Kommentar. Abstimmungen eignen sich also besonders gut, wenn Sie sonst eher weniger Interaktionen haben.

Und zu guter Letzt: Social Media ist keine Einbahnstraße! Vernetzen Sie sich mit Ihren Wählern, lokalen Unternehmen und Vereinen, so können Sie Ihre Nachbarschaft auch online zusammenbringen.

HSS; HSS

Ein Selfie-Video ist eine gute Möglichkeit, die Bürgerinnen und Bürger direkt anzusprechen und sich als Person vorzustellen. Doch gibt es hier einige Stolperfallen, die beachtet werden müssen, damit ein erfolgreiches Video entstehen kann. 

Location:

Ein guter Ort zum Filmen ist ruhig und windgeschützt. Achten Sie auch darauf, dass keine Menschen durch das Bild laufen. Bestenfalls hat die Location einen Themenbezug. Wählen Sie ansonsten einen ruhigen Hintergrund ohne ablenkende Farben oder Lichter. 

 

Kameraeinstellungen: 

Nehmen Sie das Video im Hochformat mit ruhiger Hand auf. Ihr Gesicht sollte sich im oberen Drittel des Bildes befinden.

 

Licht:

Nehmen Sie idealerweise im Schatten mit Licht von vorne auf, nicht in der direkten Sonne oder im Gegenlicht. Falls Sie in einem geschlossenen Raum filmen, stellen Sie sich mit dem Gesicht zum Fenster oder zu einer anderen hellen Lichtquelle.

 

Ton:

Für eine gute Tonqualität empfiehlt sich die Benutzung eines Mikros oder alternativ eines Handy-Headseats. Sprechen Sie laut und deutlich und achten Sie darauf, Ihr Mikro nicht mit den Fingern zu verdecken. Vermeiden Sie außerdem störende Nebengeräusche.

 

Inhalte:

Stellen Sie die relevanten Inhalte knapp und prägnant dar. Achten Sie auf kurze und einfache Sätze. Auch hier gilt: Beachten Sie die Anforderungen Ihrer Plattform und Ihres Formates! Stories sollten nicht länger als 30 Sekunden bzw. 3x30 Sekunden dauern, Videos für Posts können bis zu 3 Minuten lang sein. Längere Videos bieten sich für YouTube oder IGTV an.

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Welche Plattform ist die Richtige für mich?

Jede Plattform hat ihre eigenen Stärken, Schwächen, spezifische Vor- und Nachteile. Finden Sie hier heraus, welche die Richtige für Ihre Zwecke ist!

 

Twitter

Fokus: Kurze, pointierte Aussagen

Zielgruppe: Experten, Journalisten

Am besten für: Konkrete Informationen, Statements, Pressemitteilungen

 

Instagram

Fokus: Bilder, Videos, Live-Videos

Zielgruppe: Junge Menschen

Am besten für: Emotionale Inhalte, Blick hinter die Kulissen, einfache Informationen, Persönlichkeit

 

Facebook

Fokus: Längere Texte, Veranstaltungen

Zielgruppe: Breite Bevölkerung

Am besten für: Komplexe Informationen, Veranstaltungen, Inhalte anderer teilen, Verlinkungen auf andere Websites

 

Wählen Sie richtige Plattform für Ihre Belangen - ein Profil auf jeder dieser Social-Media-Kanäle kann, aber muss nicht sinnvoll sein. Bedenken Sie auch, dass jede Online-Präsenz zeit- und pfelgeaufwendig ist!

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Instagram ist eine meist genutzten sozialen Medien. Gerade junge Menschen können Sie hier gut erreichen. Inzwischen bietet die Plattform verschiedenste Möglichkeiten, um Inhalte zu veröffentlichen: Posts im Feed, Stories, Reels, IGTV und Guides. 

Posts im Feed sind Ihre Visitenkarte: Hier informieren sich neue Follower über Sie und Ihre Inhalte. Sie sind also auf gar keinen Fall zu vernachlässigen. Wir stellen Ihnen deswegen hier fünf Ideen für Ihren nächsten Instagram-Posts vor!

  1. Vorstellung: Social Media lebt von Persönlichkeit! Stellen Sie sich und Ihre Anliegen vor. Seien offen und sympathisch. Wählen Sie ein freundliches Portrait - idealerweise mit Bezug zu Ihrer Partei (vor dem Logo Ihrer Partei, in den Farben der Partei, ...)
     
  2. Zitat: Teilen Sie ein inspirierendes Zitat oder einen Spruch mit Ihren Followern. Vielleicht von Ihrem Lieblingspolitiker oder einer wichtigen Persönlichkeit der Zeitgeschichte? Dies bietet sich gerade an Jubiläen oder Feiertagen an.
     
  3. Rückblick: Zeigen Sie Ihren Followern ein Bild, an das Sie sich gerne erinnern: Vom letzten Dorffest, einer Wahlkampfveranstaltung, ... Diese Art von Inhalten wird in den sozialen Medien unter dem Hashtag #tbt (Throwback Thursday) zusammengefasst. Versuchen Sie es am nächsten Donnerstag!
     
  4. Infografik: Veranschaulichen Sie wichtige Fakten mithilfe einer schönen Grafik. Online-Tools wie Canva oder professionelle Programme wie Adobe Spark können hier eine große Hilfe sein, mit etwas Zeit lassen sich allerdings auch in der Instagram-App selbst (im Story-Modul) übersichtliche Infografiken erstellen.
     
  5. Tipps & Tricks: Sie sind Experte! Helfen Sie Ihren Followern mit nützlichen Tipps und Tricks - sei es zum richtigen Wählen, zum freien Sprechen oder zu einer Ihrer persönlichen Interessen. Denkbar wäre auch eine kleine Zusammenarbeit mit einem der örtlichen Vereine.

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So wird Ihr Tweet erfolgreicher

Twitter ist eine Plattform, die die wenigsten von uns wahrscheinlich privat nutzen. Deswegen geben wir Ihnen hier eine kurze Anleitung, wie Sie Ihre Tweets erfolgreicher machen können!

Sprache

Wählen Sie kurze Sätze mit klaren Formulierungen und einfacher Sprache. Komplexe Strukturen funktionieren nicht in 280 Zeichen. Nutzen Sie außerdem plattformbekannte Abkürzungen wie DM (Direkte Nachricht), RT (Teilen eines Tweets), etc. um sich Zeichen zu sparen.

Inhalt

Wie immer geht es darum, Mehrwert zu liefern. Teilen Sie wichtige Informationen und fassen Sie Ihre Sichtweise auf aktuelle Geschehnisse prägnant zusammen. Treffen Sie also knappe und pointierte Aussagen!

Interaktion

Um mehr Viralität zu erzeugen, gehen Sie auf andere ein. Dies können Sie durch Reaktionen auf Kommentare, durch Fragen stellen und das Taggen anderer User.

Hashtags

Hashtags besitzen auf Twitter eine besondere Bedeutung. Nichts sorgt für mehr Verbreitung! Nutzen Sie also virale Hashtags. Dabei können Sie sich zum Beispiel von der Trending-Liste inspirieren lassen.

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Wie Organisiere ich eine Online-Veranstaltung?

Corona macht reguläre Präsenz-Veranstaltungen unmöglich. Sie wollen jedoch trotzdem Ihren Wählern spannende Gäste und Inhalte präsentieren? Dann organiseren Sie doch eine Online-Veranstaltung. Die HSS zeigt Ihnen hier wie!

Inhalt
Um was soll es bei Ihrer Veranstaltung gehen? Nicht jeder Inhalt funkioniert auch online: Diskussionsrunden mit vielen Sprechern sind zum Beispiel eher ungeeignet. Setzen Sie lieber auf klar abgrenzte Themen mit einem oder zwei Sprechern, die zu Ihrer Zielgruppe passen. Illustrierende Fotos oder Online-Umfragen können einen Vortrag enorm aufwerten!

Zeitpunkt
Wie auch sonst gilt: Tagsüber haben Berufstätige keine Zeit. Wählen Sie also je nach Ihrer Zielgruppe den passenden Zeitpunkt, damit Sie möglichst viele Teilnehmer haben. Auch wichtig: die Dauer. Länger als eine Stunde möchten die Wenigsten eine Online-Veranstaltung besuchen.

Plattform
Unterschiedliche Anbieter haben andere Bedingungen: Chat, Erreichbarkeit, Dauer, Kosten, ... all das sollte verglichen werden. Die bekanntesten sind Zoom, Webex, Facebook-Live, Youtube-Live und Instagram-Live.

Zielgruppe
Das A und O! Wen möchten und können Sie online erreichen? Gerade für Ihre Werbung ist das wichtig, aber auch für alle anderen schon genannten Punkte.

Moderation
Für eine professionelle Veranstaltung braucht es eine gute Moderation, die die Experten vorstellt, Fragen verließt, die Zuhörer miteinbezieht und die Zeit im Blick behält. Auch im Chat, falls vorhanden, ist eine Moderation unabdinglich. Idealerweise teilen Sie diese Aufgaben auf zwei Personen auf.

Viel Erfolg bei Ihrer Veranstaltung!

Teilnehmer über HSS-Seminare zur Kommunalpolitik

Kandidierende der Kommunalwahl 2020 erzählen von ihren Erfahrungen mit den Seminaren der Hanns-Seidel-Stiftung, mit denen sie sich für den Wahlkampf fit machen.

Margarethe Stadlbauer; HSS

Ansprechpartner

Kontakt
Leiterin: Ramona Fruhner
Kommunales, Ehrenamt, Rhetorik
Leiterin:  Ramona Fruhner
Telefon: 089 1258-475
E-Mail: FRUHNERWEISS@hss.de