Im Gespräch mit . . . Stefanie von Winning
Gut vorbereitet ins kommunale Mandat: Kompaktwissen für neue Gemeinde- und Stadträte
Stefanie von Winning ist selbst aktive Kommunalpolitikerin und leitet das Institut für Politische Bildung der Hanns-Seidel-Stiftung.
HSS
Warum ist ein Seminar wie „Kompaktwissen für neu gewählte Gemeinde- und Stadträte“ gerade zu Beginn eines kommunalpolitischen Mandats so wichtig? Welche typischen Herausforderungen erleben viele neue Mandatsträger in ihren ersten Monaten?
Stefanie von Winning: Der neugewählte Mandatsträger hat einen engagierten Wahlkampf hinter sich und will nun seine Ideen auch umsetzen. Aber wie komme ich zu meinem Ziel? Die Rahmenbedingungen und die Organisation des Gemeinde-/Stadtrates bzw. Kreistages sind komplex. In der ersten Sitzung wird beispielsweise häufig bereits die neue Geschäftsordnung verabschiedet. Was wird da eigentlich geregelt und warum? Wenn ich wirklich Einfluss nehmen will, muss ich mich als Neuling vorher damit beschäftigen. Und unsere Seminare bieten eine strukturierte Übersicht, die Unterstützung bietet und später Zeit erspart.
Das Seminar vermittelt Grundlagen zu Zuständigkeiten, Sitzungsarbeit, Kommunal- und Baurecht. Welche Kompetenzen oder Kenntnisse halten Sie für besonders entscheidend, damit neue Gemeinde- und Stadträte ihre Rolle verantwortungsbewusst ausüben können?
Stefanie von Winning: Die kommunalen Gremien in Bayern sind unterschiedlich groß, sie reichen von zwölf bis 80 Personen. Aber jeder weiß aus seinem beruflichen und familiären Umfeld, dass für Gruppen, egal welcher Größe, klar geregelte Prozesse und Organisation entscheidend für den Erfolg sind. Deshalb sollte jeder die Grundlagen des Kommunalrechts kennen. Der Bereich Bauen ist in vielen Gemeinden ein sehr wichtiges Thema und auch da gibt es Rahmenbedingungen, die ich bei den Entscheidungen beachten muss. Wenn ich die nicht kenne, tue ich mich sehr schwer.
Sie engagieren sich selbst politisch in der CSU und leiten zugleich das Institut für politische Bildung der Hanns-Seidel-Stiftung. Wie gelingt es Ihnen, praktische politische Erfahrung und politische Bildungsarbeit so zu verbinden, dass neue Mandatsträger möglichst praxisnah von solchen Seminaren profitieren?
Stefanie von Winning: In der Kommunalpolitik muss man sich mit vielen, ganz unterschiedlichen Themen beschäftigen. Durch meine langjährige Erfahrung kann ich ganz praktische Tipps in die inhaltliche Gestaltung unserer Seminare einbringen. Ich kann mich noch an meine erste Kreistagssitzung erinnern, da wurde die Geschäftsordnung verabschiedet, in der der Montagvormittag als regulärer Sitzungstermin festgelegt wurde. Dass der Kreistag auch zu einem anderen Termin tagen kann, der für berufstätige Mandatsträger vielleicht besser mit dem Job vereinbar gewesen wäre, war mir in dieser ersten Sitzung nicht klar. Übrigens, der Kreistag in meinem Wahlkreis tagt immer noch Montagvormittag. Man braucht eben auch Mehrheiten, um etwas zu verändern. Wie man diese bekommen kann - auch dazu haben wir Seminare mit Tipps und Tricks im Angebot.
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