Kommunalpolitik: Wer anpackt, bewegt.
Hohenpeißenberg: Zwischen Baustellen und Bergidylle
Nach seiner Verwaltungsausbildung war er als Geschäftsleiter und Kämmerer in der Gemeinde beschäftigt. 2008 wurde er zum Bürgermeister gewählt. 2026 stellt er sich für eine vierte Amstzseit als Bürgermeister zur Wahl.
Thomas Dorsch
HSS: In diesem Jahr stehen zahlreiche Baustellen an: Ortsdurchfahrt, Glasfaserausbau, Kläranlagenanschluss. Zudem ist die Neugestaltung der Ortsmitte in Arbeit. Was sind gerade die größten Herausforderungen?
Thomas Dorsch: Die größte Herausforderung besteht darin, die parallel stattfindenden Projekte so zu koordinieren, dass die Einschränkungen und Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger wie auch für die Verwaltung und für die Gewerbetreibenden überschaubar bleiben. Nicht immer wird das gelingen. Gleichzeitig ist die intensive Kommunikation mit allen Beteiligten dringend notwendig, aber natürlich auch sehr zeitaufwendig.
HSS: Hohenpeißenberg ist mit seinem Bayerischen Rigi und der ältesten Bergwetterstation der Welt ein einzigartiger Forschungs- und Erholungsort. Wie nutzen Sie diesen Standortvorteil für Tourismus und nachhaltige Entwicklung?
Thomas Dorsch: Ein Ort mit eigenem Berg ist etwas Besonderes und ein Glücksfall. Das Meteorologische Observatorium ist weltweit bekannt und die Forschungsarbeit in Zeiten des Klimawandels sehr wertvoll. Ein erst kürzlich eröffnetes, neues Infozentrum informiert die Besucher über die lange Historie und insbesondere über die aktuellen Aufgaben des Observatoriums. Dies ist natürlich auch ein starker Werbeträger für unseren Ort und wir fühlen uns dieser Tradition verpflichtet. So werben wir gerne mit unseren Superlativen:
- Schönster Rundblick Bayerns
- Älteste Bergwetterwarte der Welt
- 500 Jahre Wallfahrt
HSS: Angesichts der vielen Projekte: Wie schaffen Sie es, dass Bürger, Gemeinderat und Verwaltung gut zusammenarbeiten und sich alle informiert fühlen?
Thomas Dorsch: Wichtig ist es, alle Informationskanäle zu nutzen. Sei es über die örtliche Presse, sowie über Social Media. Nicht unterschätzen darf man auch die analogen Kommunikationsmöglichkeiten im Rahmen von Anliegergesprächen, Gemeinderatssitzungen und Bürgerversammlungen. Es kann auch mal ein Einzelgespräch mit besonders stark betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sehr hilfreich sein, um Konflikte zu vermeiden oder abzubauen.
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