Der Oberbürgermeister von Nürnberg ist seit fünf Jahren im Amt und zieht Bilanz: Wie er die Stadt durch Krisen führte und welche Projekte ihm besonders am Herzen liegen.
Der Oberbürgermeister von Nürnberg ist seit fünf Jahren im Amt und zieht Bilanz: Wie er die Stadt durch Krisen führte und welche Projekte ihm besonders am Herzen liegen.
Marcus König besuchte Haupt- und Wirtschaftsschule und hat eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert, zuletzt war er Abteilungsdirektor bei der Commerzbank. Er war in Schüler- und Junger Union engagiert und wurde 2008 zum ersten Mal in den Stadtrat der Stadt Nürnberg gewählt. 2017 bis 2020 war er Fraktionsvorsitzender der CSU. Seit 2020 ist er Oberbürgermeister der zweitgrößten Stadt Bayerns.
Marcus König
Marcus König: Nachdem der Beginn meiner Amtszeit von Krisen (Corona, Krieg, Energiemangellage) geprägt war, bin ich vor allem stolz, dass es gelungen ist, die Stadtgesellschaft zusammenzuhalten. Mein Motto lautet „Wir alle sind Nürnberg“ – und in einer vielfältigen Großstadt ist es sehr wichtig, die Menschen mitzunehmen. Ich freue mich, dass der Stadtrat meinem Vorschlag gefolgt ist, dass Nürnberg die Landesgartenschau 2030 ausrichten wird. Diese „Urbane Gartenschau“ wird den Umbau der Stadt vorantreiben. Wichtig ist mir, dass wir trotz schwieriger Haushaltslage nicht an Bildung und Kinderbetreuung gespart haben. Hier müssen wir kräftig investieren.
Marcus König: Ich bin viel in der Stadt unterwegs und bekomme viel direktes Feedback. Das ist sehr hilfreich. Außerdem setze ich auf eine Mischung der Formate. Wir sind analog erreichbar – bei Bürgerversammlungen, mobilen Bürgerversammlungen und bei unserem neuen Format „Lass uns reden“, bei dem wir sehr niedrigschwellig in den Stadtteilen erreichbar sind. Wir sind aber auch digital erreichbar über den digitalen Bürgerdialog und auf allen gängigen Social-Media-Kanälen. Und: Ich bekomme auch täglich viele Briefe der Nürnbergerinnen und Nürnberger.
sunnychicka; istock
Marcus König: Wichtig ist es, authentisch zu sein. Das überzeugt am meisten. Offen zu sein für Menschen und eigene Ideen zu haben ist ebenfalls sehr wichtig. Und am Ende geht’s nicht ohne Engagement: Fleißig sein, präsent sein, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.